Mahlzeit – Gift im Essen

Was nehmen wir eigentlich alles zu uns? Mit dieser Frage beschäftigt sich diese Woche die Blogparade „Mahlzeit“ von Sabienes.

Diese sogenannten Lebensmittelskandale gibt es ja nicht erst seit heute und immer wieder wird die Frage gestellt, was man alles tun kann, um sie zu vermeiden. Ich fürchte allerdings, dass alle Gesetze nichts helfen, denn wer sich nicht an die Regeln halten will, der wird immer neue Schlupflöcher finden und diese ausnutzen, bis er auffliegt. Ausserdem ist das Thema gerade wieder günstig, weil der eine oder andere Politiker die Gelegenheit nutzt, um sich zu profilieren oder andere Politiker in den Dreck zu ziehen.

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Schon vor knapp 30 Jahren wurde Frostschutzmittel im Wein festgestellt, es folgten Gammelfleisch, das neu ausgezeichnet wurde, die Hysterie um BSE und EHEC, Gifte im Tierfutter und ganz aktuell Pferdefleich in Lasagne.

Ganz ehrlich, da finde ich doch das Pferdefleisch noch völlig harmlos, denn schlussendlich regen sich die meisten nur darüber auf, dass sie gerne gewusst hätten, dass sie Pferd essen, viele auch einfach nur, weil sie Pferde mögen und finden, dass das tolle Tiere sind.

Vielleicht sehen wir in Kaiserslautern das auch gelassener, denn die Pferdemetzgerei in der Stadt ist sehr beliebt und der Imbiss-Stand auf dem Wochenmarkt und während der Kerwe (Kirchweih) hat meistens guten Zulauf. Als ich zum ersten Mal auf der Kerwe eine Pferdewurst essen sollte, war ich skeptisch, wie später übrigens auch meine Eltern, aber Wurst und Frikadellen schmecken sehr lecker und das alleine zählt.

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Erstaunlich finde ich, wie lange es gedauert hat, bis offenbar ein Ruck durch die Bevölkerung gegangen ist. Am Samstag waren wir zu einem Geburtstag eingeladen und da wurde darüber gesprochen, dass man weniger Fleisch isst und mehr auf „richtiges“ Bio achtet. Ich bin da eher etwas zwiegespalten, denn Bio kostet einiges mehr und da wir bis zum Ende des Studiums meines Mannes nur von meinem Gehalt leben müssen, kann ich mir das schlichtweg nicht immer leisten. Damit sind wir aber schon wieder bei einem generellen finanziellen Problem, denn da müssten wir noch tiefer graben, weil es bei uns günstiger ist, wenn Kinder sich von Kartoffelchips ernäheren, als von Obst und Gemüse… Ihr seht, die Diskussion ist für mich ein Fass ohne Boden und schlussendlich muss jeder selbst entscheiden, wie er mit dem Thema umgehen will – oder eben auch kann, weil man die finanzielle Seite berücksichtigen muss.

7 Gedanken zu „Mahlzeit – Gift im Essen“

  1. Tatsächlich sind hochwertige Lebensmittel teurer, als TK-Pizza und Chips – da müssen sie nicht mal Bio sein.
    Ich denke, nur im Bio-Markt einkaufen, ist auch keine Lösung. Auch Bio-Lebensmittel können aus der Luft oder Regen belastet sein.
    LG
    Sabienes

  2. Je mehr Leute nur noch Bio essen wollen desto mehr große Konzerne stürzen sich auf diesen Markt, schaffen ihre eigenen Bio-Label und ihre eigenen Regeln und als Verbraucher weiß man am Ende nie so genau was man da isst.
    Ich denke wenn man sich an einige Grundregeln hält lebt man nicht nur preiswerter sondern auch gesünder – aber gegen alles kann man sich nicht schützen.
    LG
    Tina

  3. Guten Abend,

    ich finde das Bio Produkte sehr selten ein gutes Preis Leistungs Verhältnis haben. Aber nicht alles was Bio ist ist auch teuer.
    Generell ist es doch so das Obst und Gemüse einfach unverschämte Preise hat. Ich meine wenn ich einen Salatteller machen möchte gebe ich knapp 20 Euro aus. Dafür bekomme ich 1,5 Kilo schönes Steakfleisch.
    Nicht alles wo Bio drauf steht ist auch Bio drin.
    Aber wir sparen nicht am Essen, ich schaue das besonders die Kinder eine abwechslungsreiche Ernährung bekommen, dazu gehören Obst und Gemüse genauso wie Fleisch und Fisch, Milchprodukte aber auch Naschkram. Wir essen die Sachen die uns schmecken. Natürlich kaufe ich auch gerne „Angebote“ und nehme gerne die 60 cent Nudeln anstatt welche für 2 Euro. Aber generell verkneifen wir uns dann lieber andere Dinge.

    einen schönen Abend

    herzliche Grüße
    Andrea

    1. Am Essen sparen, will ich nicht sagen, aber ich schaue, wo ich was günstiger bekomme, die Angebote, wie Du schon sagst. Aber gerade wegen der Kinder achten wir auch sehr darauf, was wir essen. Wahrscheinlich mehr, als zu der Zeit, zu der wir allein waren.

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