Das Wunder von Silent Hollow von Daniela Felbermayr

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Das Wunder von Silent Hollow
von Daniela Felbermayr
erschienen am 30. Oktober 2015
bei CreateSpace Independent Publishing Platform

 

  • Inhalt

Sienna Cooper wird vom Firmenchef, der auch ihr Vater ist, kurz vor Weihnachten in einen kleinen Ort in Kansas geschickt, wo sie für die Firma einen Geschäftsabschluss tätigen soll.

Als sie in Silent Hollow ankommt, gibt es Probleme mit dem Hotel, so dass sie auf Greenfield Manor unterkommt, dem Familiensitz der Montgomerys, wo sie wie ein Familienmitglied aufgenommen und in vorweihnachtliche Familienbräuche einbezogen wird. Als Sienna erfährt, dass das Oberhaupt der Familie, Patty Montgomery, in ein Seniorenheim ziehen will, weil sie Greenfield Manor verkaufen muss, will sie der Familie helfen. Doch es gibt Komplikationen, die dazu führen, dass ihr Vater mit ihr bricht, die Montgomerys sich hintergangen fühlen und die zarten Bande, die sich zwischen Sienna und Dean Montgomery entwickelt haben, zerschnitten sind… und das an Heiligabend.

  • Protagonisten

Sienna Cooper hat es nicht leicht. Ihr Vater ist profitorientiert und sie hat ihr Leben lang um Freunde gekämpft, die sie ihrer selbst wegen mögen und nicht wegen des Geldes ihrer Eltern. Dass sie sich von ihrem Verlobten getrennt hat, der sie mehr als einmal betrogen hat, hat ihr Vater ihr nicht verziehen, schließlich sollte er die Firma übernehmen. Sienna fühlt sich von ihrem Vater nicht ernst genommen und ihr Ex-Verlobter hat sie über Jahre gedemütigt und klein gehalten. Daher ist es für sie zunächst nicht vorstellbar, dass Dean sich für sie interessieren könnte.

Dean Montgomery und seine Eltern leben seit einigen Jahren in New York, die Weihnachtsfeiertage verbringen sie nun letztmals bei Patty, die das Anwesen verkaufen und in ein Seniorenheim ziehen will. Die Familie ist den Montgomerys heilig und es ist für sie selbstverständlich, Sienna aufzunehmen. Dean ist ein attraktiver Mann, der sich ebenfalls gerade getrennt hat. Sienna fasziniert ihn vom erste Moment an.

  • Meine Meinung zur Geschichte

Der erste Teil der Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Der Leser lernt Sienna und ihre familiären Hintergründe kennen, erlebt mit, wie sie in in Silent Hollow ankommt, von den Montgomerys aufgenommen wird und mit Dean anbandelt. Natürlich war es absehbar, dass es zu einem dramatischen Höhepunkt kommen wird und ich hatte erwartet, dass Sienna sich mit ihrer Vergangenheit, ihrer Familie und natürlich mit den Montgomerys auseinander setzen muss. Bis hier hin habe ich mich mit dem Buch sehr wohl gefühlt.

Was an dieser Stelle folgt, ist schwer zu beschreiben, wenn man nicht zu viel verraten möchte, daher bezeichne ich es als Fantasy-Element, was ich im Grunde auch eine schöne Idee fand.

Allerdings geht es dann Schlag auf Schlag, die erwarteten Auseinandersetzungen werden über ein paar wenigen Seiten abgehandelt und alles löst sich in Wohlgefallen auf. Das fand ich sehr schade, denn tatsächlich hätte ich bis hier hin die volle Punktzahl vergeben.

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  • Weihnachtsfaktor

Der Weihnachtsfaktor ist bei diesem Buch sehr hoch. Daniela Felbermayr beschreibt winterliche Landschaften und bringt viel Weihnachtliches, wie z. B. Weihnachtsdeko und Weihnachtsbäckerei mit ein. Gegen Ende spielt sie sogar mit der Magie von Weihnachten, was mir gut gefallen hat.

Die Autorin hat die Geschichte um zwei weihnachtliche Rezepte ergänzt, die in dem Buch eine größere Rolle spielen.

  • Fazit

Das Wunder von Silent Hollow ist romantisch und zauberhaft, etwas kitschig und gelegentlich auch unrealistisch, aber insgesamt einfach schön. Sogar das Cover ist perfekt auf die Handlung abgestimmt. Die Autorin hat es geschafft, den Ort der Handlung vor mein inneres Auge zu zaubern.

Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass sich am Ende nicht einfach alles schnell in Wohlgefallen auflöst, hier hätten ein paar Seiten mehr gut getan. Daher vergebe ich 3,5 von 5 Eulen.

Die Idee mit den Rezepten hat mir gefallen, doch auch hier gibt es eine Einschränkung. Der Aufbau eines Rezeptes kam mir bekannt vor und kurzes Googlen hat ergeben, dass das Rezept 1:1 von Chefkoch.de kopiert ist. Auch das andere Rezept habe ich genau so im www entdeckt. Ich gehe mal davon aus, dass die Autorin sich das Einverständnis der Urheber eingeholt hat. In Anbetracht der Copyright-Diskussionen im Netz hätte ich mir gewünscht, dass zumindest auf die Quellen der Rezepte hingewiesen wird.

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