Die Breznkönigin von Emma Sternberg

Die Breznkönigin von Emma Sternberg
erschienen am 08. Juli 2013
im Verlag Heyne
9,99 EUR


  • Inhalt

Fanny ist in der bayerischen Provinz aufgewachsen und hat einen ersten Ausbruch aus der familieneigenen Gastwirtschaft gewagt, als sie in Pforzheim eine Ausbildung zur Goldschmiedin absolviert hat, doch ein Hilferuf des Vaters hat sie vor sieben Jahren zurück geführt und sie hat es nicht mehr geschafft, noch einmal wegzugehen.

Als Quirin, Geschäftsmann aus Berlin, in der Gaststube auftaucht, ist er hin und weg vom Ambiente und vom Essen. Er will die Minghartinger Stuben in der Hauptstadt nachbauen lassen, das Essen nach Omas Rezepten anbieten und Fanny als Geschäftsführerin  nach Berlin holen. Ist das die Chance, von der Fanny immer geträumt hat?


  • Protagonistin

Fanny ist ein Familienmensch und für sie hat sich nie die Frage gestellt, ob sie in der Gastwirtschaft der Oma mitarbeitet oder nicht. Ihr Vater sieht das leider ganz anders, der drückt sich um die Arbeit, wo er kann und auch die Mutter hat nie täglich hinter der Theke oder in der Küche gestanden, sondern arbeitet bei einem größeren Konzern als Sekretärin.

Sie ist ein grundehrlicher Mensch, sehr liebenswert, keine Arbeit ist ihr zu schwer oder zu viel. In Berlin lernt sie nach einiger Zeit Tino und seine Clique kennen und verändert sich. Mal zum Guten, in dem sie aufblüht, mal nicht so gut, als sie von der Arbeit blau macht, was so gar nicht zu ihr passt.


  • Geschichte

Landei trifft auf Großstadt, könnte man meinen. Aber das war hier gar nicht der Fall, denn zuerst einmal geht Fanny in ihrer Arbeit auf und merkt erst nach und nach, dass sie noch nichts von Berlin gesehen hat. Das ändert sich mit der Clique, in die sie hinein rutscht und anschließend Nacht für Nacht um die Häuser zieht. Immer stylisch, immer trendy, aber das ist nicht Fanny, sie möchte sich selbst treu bleiben.

Die Wendungen in der Geschichte waren vorhersehbar, was der Handlung aber keinen Abbruch getan hat.


  • Stil

Vieles, was typisch bayerisch ist, spielt in dem Buch eine Rolle. An aller erster Stelle natürlich das Essen, aber auch Schafkopfen, Dirndl und natürlich der Dialekt. Wer des Dialektes nicht mächtig ist, der kann sich die Übersetzungen auf den letzten Seiten des Buches einholen, aber keine Angst, es sind nur einzelne Sätze oder Wörter im Dialekt, die einfließen.

Der Schreibstil von Emma Sternberg hat mir schon bei Liebe und Marillenknödel gut gefallen, allerdings hatte die Handlung hier einige wenige Längen, so dass es mir leichter gefallen ist, den Reader einfach mal aus der Hand zu legen.


  • Fazit

Das Buch hat mir gefallen, weil es vieles davon aufwirft, was mir auch wichtig ist. Heimat, Familie, zuverlässige Freunde, Ehrlichkeit. Es ist kein typischer Liebesroman, aber sehr unterhaltsam und natürlich mich Happy End. Ich vergebe vier von fünf Eulen.

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 Vielen Dank an an den Verlag, der mir dieses eBook für eine Rezension zur Verfügung gestellt hat. Ich weise darauf hin, dass dies keinen Einfluss auf meine Beurteilung hat, wer meine Rezensionen kennt, weiß, dass es bei mir keine „Gefälligkeits-Rezensionen“ gibt, sondern meine ehrlichen Leseeindrücke wiedergegeben werden. 

 randomhouseFürChallenge

Verlags-vielfalt-Challenge 2.0

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