DNA von Yrsa Sigurðardóttir

 

DNA von Yrsa Sigurdardottir

DNA
von Yrsa Sigurðardóttir
erschienen am 26. September 2016
im Verlag btb


Bereits gelesen:

Das letzte Ritual


  • Inhalt

Zuerst wird in Reykjavik eine junge Mutter auf schreckliche Weise ermordet. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, als es eine Lehrerin im Ruhestand trifft. Die Polizei kann keine Verbindung zwischen den beiden finden, aber nicht nur die Art, wie sie ums Leben kamen, auch dass bei beiden ähnliche Buchstaben- und Zahlenkombinationen gefunden wurden, lässt nur den Schluss zu, dass es sich um den selben Täter handelt.

Ein Amateurfunker landet auf einer Frequenz, die ebenfalls Kombinationen aus Buchstaben und Zahlen sendet. Doch da die Polizei keine Infos darüber an die Öffentlichkeit gegeben hat, ahnt der Mann nicht, in was er da verwickelt wird. Einige Kombinationen kann er recht schnell entschlüsseln, doch erst nach einigen Tagen voller Kopfzerbrechen wird ihm plötzlich klar, wie er den Code knacken kann und macht sich damit zum Spielball des Mörders.


  • Protagonisten

Huldar, dem die Ermittlungen übertragen wurden, steht sehr unter Druck, denn es ist sein erster Fall als Chefermittler. Einige Skandale bei der isländischen Polizei haben dazu geführt, dass alt-gediente Kommissare bis auf Weiteres an den Schreibtisch verbannt wurden, weswegen  Huldar unter besonderer Beobachtung steht. Für ihn ist es daher um so wichtiger, dass er den Fall erfolgreich abschließen kann.

Die Tochter der Ermordeten benötigt psychologische Betreuung und diese entpuppt sich als Freyja, eine Frau, mit der alleinstehende Huldar vor nicht allzulanger Zeit eine Nacht verbracht hat. Dumm nur, dass er sie nicht nur belogen hat was Name und Beruf betrifft, sondern auch noch verschwunden ist, bevor Freyja morgens wach wurde. Das mag Huldar auf den ersten Blick sehr unsympathisch erscheinen lassen, aber Yrsa Sigurðardóttir hat ihm das schlechte Gewissen auf den Leib geschrieben und er scheint wirklich kein schlechter Kerl zu sein.

Freyja hat sich von ihrem Lebensgefährten getrennt und lebt seither in der Wohnung ihres Bruders, der momentan eine Gefängnisstrafe absitzt  Dass Huldar sich in besagter Nacht ohne Nachricht aus dem Staub gemacht hat, hat sie nicht nur enttäuscht, sie hat es auch bedauert, denn sie wäre an einem besseren Kennenlernen durchaus interessiert gewesen. Umso härter trifft sie die Erkenntnis, dass er sie auch belogen hat. Doch Freyja arbeitet professionell und trennt das Berufliche vom Privaten. Sie lässt Huldar zwar ihre Geringschätzung spüren, doch ihre Arbeit leidet in keinster Weise unter dem, was zwischen ihnen vorgefallen ist.


  • Meine Gedanken zum Buch

Yrsa Sigurðardóttir beginnt ihren Thriller mit einer traurigen Rückblende auf drei Geschwister, die auseinandergerissen und getrennt zur Adoption freigegeben werden. Beim Lesen dachte ich mir schon, dass in diesem Kapitel der Motiv für die Morde zu finden sein wird. Tatsächlich hatte ich einige Verdachtsmomente, doch den wahren Täter hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm, daher war die Geschichte bis zum Ende spannend.

Allerdings hatte der Thriller zwischendurch einige Längen, unter anderem, weil immer und immer wieder die Zahlenkombinationen aufgeführt werden. Das mag vielleicht für die Leser spannend sein, die sich mit dem Code beschäftigen, doch für mich waren die Ziffernfolgen ein Buch mit sieben Siegeln und daher völlig uninteressant.

Dennoch konnte mich Yrsa Sigurðardóttir überzeugen und so vergebe ich vier Eulen.

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Vielen Dank an an den Verlag, der mir dieses Hörbuch für eine Rezension zur Verfügung gestellt hat. Ich weise darauf hin, dass dies keinen Einfluss auf meine Beurteilung hat, wer meine Rezensionen kennt, weiß, dass es bei mir keine „Gefälligkeits-Rezensionen“ gibt, sondern meine ehrlichen Leseeindrücke wiedergegeben werden.

 

Von dieser Autorin habe ich vor einigen Jahren bereits „Das letzte Ritual“ gelesen, den Fall selbst fand ich sehr interessant, allerdings hatte ich auch damals bemängelt, dass das Buch einige Längen hat.

Wer sich einen zweiten Eindruck von DNA verschaffen möchte, der sollte bei Mona von Tintenhain vorbei schauen:

Yrsa Sigurðardóttir: DNA [Rezension]

 

Und wer sehen möchte, wie die echte Polizei in  Reykjavík arbeitet, dem empfehle ich den unterhaltsamen offiziellen Instagramaccount der  Reykjavík metropolitan police:

??Veistu hvað þú ókst hratt? ????Do you know how fast you were going? #umferðareftirlit #mikkimús #mickeymouse #tacticalbeard #aðgerðarskegg

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27) Buch von einem Autoren, der nicht aus Deutschland, Großbritannien oder den USA stammt


Autor: Yrsa Sigurðardóttir
Titel: DNA
Stadt: Reykjavík


-> Island

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