Ausradiert von Peter Abrahams

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Die 16jährige Amanda ist verschwunden und ihre Mutter beauftragt den Privatdetektiv Nick Petrov, sie zu finden. Im ersten Teil des Buches kommt er dem verschwundenen Mädchen immer näher, bis er sich einer Operation unterziehen muss, die ihn einen Teil seiner Erinnerungen kostet. Und nicht nur das, der bis dahin zähe und toughe Petrov hat gesundheitliche Probleme: sein Körper will nicht mehr so, wie er will.

Nach und nach kann er sich an den Fall erinnern, beginnt aber im Prinzip mit seinen Ermittlungen wieder bei Null. Er trifft einige Menschen wieder, die er bereits vor seiner OP aufgespürt hatte, doch dieses Mal erscheint der Fall in einem ganz anderen Licht.

Der Leser erfährt bereits von Anfang an von einem alten Fall, dem Mord an sieben Frauen, an dem er als Polizist gearbeitet hatte und im Laufe der Geschichte wird klar, dass beide Fälle zusammen hängen müssen.


Fazit:

Nick Petrov bekommt durch den Verlust an die Erinnerungen an ein bestimmtes Wochenende die Möglichkeit, den Vermisstenfall noch einmal ganz von vorne anzusehen und bemerkt beim zweiten Mal Unstimmigkeiten, die er beim ersten Mal nicht übersehen, aber eben nicht so deutlich zur Kenntnis genommen hat. Und das im doppelten Sinn, denn er geht auch den alten Fall des Serienmörders nochmals durch.

Die Handlung ist durchweg spannend, weil Petrov auch unvorhersehbar reagiert, was der Autor auf geniale Weise mit der Amnesie, bzw. seiner Erkrankung insgesamt, verbindet. Eine Vermisste, ermordete Frauen, Missbrauch von Kindern, Petrov stösst auf die ganze Palette menschlicher Abgründe und muss sich nebenher auch noch mit seiner privaten Vergangenheit, seinem Sohn und seiner Exfrau, auseinander setzen.

Ich vergebe vier von fünf Sternen für


  • Ausradiert von Peter Abrahams
  • erschienen 2010 im Knaur-Verlag

Autoren-Lesechallenge 18/26

 

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