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Suppen für Syrien und Femme fatale

Buch: Suppen für Syrien

Rafik Schami erzählt, dass die Idee zu diesem Buch von Barbara Abdeni Massaad stammt. Sie sei eines Tages von einer Reise zurück gekommen und habe festgestellt, dass unweit ihres Hauses ein Flüchtlingslager im Libanon lebt. errichtet wurde. Damals begann sie einmal wöchentlich für Flüchtlinge zu kochen. Aber sie wollte mehr tun, deshalb hat sie weltweit bekannte Köche angeschrieben und darum gebeten, Suppenrezepte für den guten Zweck zur Verfügung zu stellen.

Der amerikanische Verleger, der Schamis Bücher veröffentlicht, hat den Autor gebeten, das Buch in Deutschland herauszubringen. Der DuMont Buchverlag hat das Buch neu gestaltet und mit Rezepten von weiteren deutschsprachigen Köchen ergänzt. Schami hat damit gerechnet, dass der Verlag rund 10% des Erlöses für einen von ihm gegründeten Verein spendet, im Gegenzug hat er fünf Auftritte zugesagt. Dann kam die Botschaft vom Verlag, dass der gesamte Erlös an Schamis Verein geht und er hat die Zahl seiner Auftritte im Gegenzug auf 20 erhöht – mittlerweile ist er bereits über 40 mal aufgetreten und ein Ende ist nicht in Sicht.


Am Buchmesse-Mittwoch nahm Maria Furtwängler an einem Gespräch zu dem Thema „Femme Fatale“ teil. Weitere Teilnehmer dieser Veranstaltung, die von Bascha Mika moderiert wurde, waren die Literaturwissenschaftlerin Barbara Vinken, die französische Journalistin Cecile Calla und der Filmjournalist und -kritiker Rüdiger Suchsland.

Ein erstes Thema der Gesprächsrunde waren Klischees über deutsche und französische Frauen, die von Verführung über Flirten bis hin zu Intimrasur und Brazilian Waxing führten, was zur allgemeinen Erheiterung im Lesezelt führte.

Maria Furtwängler erzählte, dass sie eine französische Schule besuchte und die Mutter und die Kinder im Ausland französisch sprachen, um nicht als Deutsche aufzufallen. Rückblickend steht sie dem Ganzen etwas befremdet gegenüber. Das kann ich nachvollziehen.

Ein Thema, mit dem ich mich auch schon beschäftigt habe, als meine Kinder kleiner waren, war das Bild von Müttern in Deutschland und Frankreich. Während wir in Deutschland jahrelang darum gerungen haben, nicht als Rabenmütter abgestempelt zu werden, wenn wir vor dem dritten Lebensjahr des Kindes wieder in den Beruf zurückgekehrt sind, ist das in Frankreich völlig normal.

Frau Sabienes war ebenfalls Zuhörerin der Gesprächsrunde und hat einen Artikel dazu veröffentlicht.

Gebet des älter werdenden Menschen

Das neue Jahr starte ich mit Worten der Heiligen Theresia von Ávila (1515-1582) aus dem „Gebet des älter werdenden Menschen“.

Oh Herr, Du weißt besser als ich, dass ich von Tag zu Tag älter und eines Tages alt sein werde.

Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen.

Erlöse mich von der großen Leidenschaft, die Angelegenheiten anderer ordnen zu wollen.

Lehre mich, nachdenklich (aber nicht grüblerisch), hilfreich (aber nicht diktatorisch) zu sein.

Bei meiner ungeheuren Ansammlung von Weisheit erscheint es mir ja schade, sie nicht weiter- zugeben. Aber Du verstehst – oh Herr – dass ich mir ein paar Freunde erhalten möchte.

Bewahre mich vor der Aufzählung endloser Einzelheiten und verleihe mir Schwingen, zum Wesentlichen zu gelangen.

Lehre mich schweigen über meine Krankheiten und Beschwerden. Sie nehmen zu – und die Lust, sie zu beschreiben, wächst von Jahr zu Jahr.

Ich wage nicht, die Gabe zu erflehen, mir Krankheitsschilderungen anderer mit Freude anzuhören, aber lehre mich, sie geduldig zu ertragen.

Lehre mich die wunderbare Weisheit, dass ich mich irren kann.
Erhalte mich so liebenswert wie möglich.

Ich möchte kein Heiliger sein, mit ihnen lebt es sich so schwer, aber ein alter Griesgram ist das Krönungswerk des Teufels.

Lehre mich, an anderen Menschen unerwartete Talente zu entdecken und verleihe mir, oh Herr, die schöne Gabe, sie auch zu erwähnen.

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Euch allen wünsche ich ein gutes neues Jahr, viel Gesundheit und dass Eure Wünsche in Erfüllung gehen!

Fußball und Weihnachten

Fußball und Weihnachten, auf den ersten Blick hat das nichts miteinander zu tun. Auf den zweiten Blick finden sich hier durchaus Verbindungen.

Beginnen wir mit dem Boxing Day. Der 26. Dezember ist im Commonwealth üblicherweise der Tag, an dem es früher dem Hauspersonal gestattet war, die eigene Familie zu besuchen und eigens dafür stattete der Adel die Bediensteten mit Geschenken, Sonderzahlungen oder Resten vom Festessen aus.

In England, Wales, Schottland und Nordirland werden auf den Boxing Day traditionell die Lokalderbys festgesetzt. Da der 26. Dezember ein Feiertag ist und war, war es schon früher auch der Arbeiterklasse möglich, an diesem Tag ein Fußballspiel zu besuchen, während sie an den meisten anderen Spieltagen keine Zeit hatten, um ins Stadion zu gehen.

In den Stadien herrscht natürlich eine ganz besondere Stimmung, Lokalderby, Weihnachten und noch dazu der Tag im Jahr, an dem viele Fußballfans mit der ganzen Familie ins Stadion gehen.

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Eine ganz besondere Stimmung herrschte auch an Weihnachten 1914, denn in der Heiligen Nacht vor 102 Jahren herrschte Waffenstillstand an der Westfront in Flandern. Dort, wo englische und deutsche Soldaten noch Stunden zuvor auf einander geschossen hatten, wurden Geschenke ausgepackt, denn sowohl der englische König, wie auch die oberste Heeresleitung hatten Tabak, Essen, Alkohol und kleine Weihnachtsbäume an die Front geschickt. Es wurde geredet, geraucht, gesungen und eben auch Fußball gespielt.

2014 hat die UEFA zum Gedenken an die Ereignisse 100 Jahre zuvor, ein Video über den „Christmas Truce“, den Weihnachtsfrieden, produzieren lassen, an dem neben Paul Breitner, Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm unter anderem auch Sir Bobby Charlton, Michel Platini und Wayne Rooney mitwirkten.

Die Möglichkeit, das Video in einen Beitrag einzubetten, wurde leider deaktiviert, wenn ihr euch das Video anschauen wollt, klickt bitte HIER.

Fußball bringt, damals wie heute, die Menschen zusammen.

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Nun habt ihr hier bei mir die Chance, euch ein Stückchen Fußball unter den Weihnachtsbaum zu holen.

Ich verlose

  • das Hörbuch „Robert Enke – ein allzukurzes Leben“, einmal gehört. Blogartikel zum Hörbuch
  • das Buch „Entscheidend ist auf´m Platz- Die verrückte Welt des Fußballs und seiner Kommentatoren“, einmal gelesen. Blogartikel zum Buch
  • den Thriller „Der Wintertransfer“, ein Buch, dass ich beim Ostwestfalen gewonnen habe, das also schon zwei Mal gelesen, aber in einem guten Zustand ist. Blogartikel zum Buch

Für die Teilnahme hinterlasst mir bitte einen Kommentar und nennt mir im Kommentar, für welche(n) der drei Gewinne (also auch gerne mehrere) ihr teilnehmen wollt.

Dafür habt ihr Zeit bis zum 10, Dezember 2016 um 23.59 Uhr.

Morgen geht es mit dem nächsten Söckchen weiter bei

 

 

Kaiserslautern in Miniaturausgabe

 

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Nicht zum ersten Mal ist auf dem Gelände der Gartenschau eine Lego-Ausstellung aufgebaut. Vor mehr als 10 Jahren gab es schon einmal den Nachbau des Fritz-Walter-Stadions, darüber habe ich im Rahmen von (M)eine Stadt in Bildern bereits berichtet, dort könnt Ihr Euch auch die entsprechenden Fotos ansehen.

Hier oben ist es nun ein Nachbau des Rathauses von Kaiserslautern, zum Vergleich hier ein Foto vom Original.

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Und hier seht Ihr noch die Gebäude der Volksbank, der Deutschen Bank und den Stiftsplatz mit Stadtsparkasse und Saks Hotel. Sehr bankenlastig, ich weiß, aber wer mich kennt, weiß auch, warum 🙂

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