Archiv der Kategorie: Bücher

Jenseits der 40 und wieder Single

 

Die Frankfurter Buchmesse tut meinem Geldbeutel nicht gut. So viele Neuerscheinungen, so viele Bücher, die mich angelächelt haben und so schwer die Auswahl, was wirklich auf die Wunschliste kommt.

Es gibt ein Buch, das mich angesprochen hat wie kein Zweites und das es deshalb an die Spitze meiner Wunschliste geschafft hat:

„Liebe zukünftige Lieblingsfrau“ von Michalis Pantelouris

Michalis Pantelouris wird nach zehn Jahren Ehe von seiner Frau verlassen und erkennt bald, dass sich vieles geändert hat, seit er zum letzten Mal Single war. Es folgt ein Loch mit einer Schreibblockade und als der Chefredakteur mit ihm sprechen will, rechnet er mit dem Rauswurf beim „SZ-Magazin“. Doch es kommt ganz anders: Er soll eine wöchentliche Kolumne darüber schreiben, wie es ist, wieder Single zu sein. So kam es zur Veröffentlichung von Briefen an seine „zukünftige Lieblingsfrau“ in denen er von seinem neuen Leben erzählt und davon, was während seiner Suche nach der zukünftigen Lieblingsfrau alles passiert.

Michalis Pantelouris hat in einem Interview gesagt, dass diese Kolumne wohl das Ehrlichste war, was er in seinem Leben geschrieben hat. Schon nach dem Lesen eines „Briefe“, war mir klar, was er er damit meint und vor allem, warum er unzählige Liebeserklärungen und Heiratsanträge erhalten hat. Er spricht vermutlich einigen Männern aus der Seele und trifft mit Sicherheit den Nerv der Zeit und mit seinen Worten vielen Frauen mitten ins Herz.

Was danach folgte, war ein Buchvertrag mit „Kein & Aber“, das Buch Liebe zukünftige Lieblingsfrau von Michalis Pantelouris ist Anfang Oktober erschienen. Das passende Buchcover sowie das Konterfei des Autors haben wir auf der Buchmesse am Kein & Aber-Tower entdeckt.

Und wer bis jetzt noch nicht verstanden hat, warum diesem Mann die Frauenherzen (auch meines) zufliegen, dem empfehle ich das folgende Video. Es entstand während der Buchmesse im Kein & Aber-Tower. Dort hatte der Verlag ein Turmzimmer eingerichtet und für jede Buchmesse-Nacht eine Übernachtung inklusive Gutenachtgeschichte durch einen Autor verlost.


 

Fotoprojekt „Leben mit Büchern“- Revival

It´s good to be here

Keine Frage wer hier das Sagen hat, es ist Barbara Follett, Ehefrau Nummer 2, wie sie betont, und Managerin von Ken Follett. Sie leitet die Pressekonferenz ein und kündigt ihren Mann an. Sein Auftritt wird von zahlreichen Kameras hautnah verfolgt.

„It´s good to be here“, so begrüßt der Erfolgsautor die Anwesenden, zu denen sich auch einige Blogger gesellen durften. Es folgt eine filmische Dokumentation über die Entstehung des neuen Buchen „Das Fundament der Ewigkeit“. Im Anschluss erzählt Ken Follett, dass er ein großer James-Bond-Fan sei, sich für den Secret Service begeistern kann und sich zu Beginn seiner Autoren-Karriere auf Thriller spezialisiert hat. Der sechsfache Vater ist Atheist, fühlt sich aber zu Kirchen (als Bauwerk) hingezogen.

Ken Follett spricht über Menschen, die für verschiedene Arten von Freiheit kämpfen und über den Brexit als nationales Disaster.

Außerdem erzählt er von seinen Recherchen, dass er sich von Experten Büchern empfehlen lässt, diese über Monate oder gar Jahre liest und dann, nachdem er seine Geschichten aufgeschrieben hat, erneut Experten hinzuzieht, die das Ergebnis seiner Arbeit auf die historische Richtigkeit prüfen.

Zwischenzeitlich befassen sich sogar Spiele mit den Werken von Ken Follett. Auf die Frage, wie er zu den Gamern stehe, sagt Follett, es sei seine Intention, dass sich Menschen, die sich für die Spiele interessieren, auch für sein Buch interessieren. Er will Menschen für die Historie und für seine Geschichten begeistern, will seine Millionen Leser unterhalten, sie die reale Welt für eine gewisse Zeit vergessen lassen. Das ist sein Antrieb und das ist für ihn Glück – wobei er zugibt, dass er tolle Autos, Champagner und gute Restaurants durchaus zu schätzen weiß.

„Das Fundament der Ewigkeit“ hat er an Weihnachten 2016 beendet, noch arbeitet er an keinem neuen Roman, hat aber durchaus Ideen. Eine davon dreht sich um die Mayflower, jenes Segelschiff, dass die Pilgerväter im 17. Jahrhundert von Mittelengland nach Amerika bringen sollte. Und er schließt einen vierten Kingsbridge-Roman nicht nur nicht aus, sondern sagt, dass es bestimmt (irgendwann) diesen vierten Roman geben wird.

Am Ende der Pressekonferenz steht Ken Follett für Fotos und das Signieren seiner Werke zur Verfügung.

Suppen für Syrien und Femme fatale

Buch: Suppen für Syrien

Rafik Schami erzählt, dass die Idee zu diesem Buch von Barbara Abdeni Massaad stammt. Sie sei eines Tages von einer Reise zurück gekommen und habe festgestellt, dass unweit ihres Hauses ein Flüchtlingslager im Libanon lebt. errichtet wurde. Damals begann sie einmal wöchentlich für Flüchtlinge zu kochen. Aber sie wollte mehr tun, deshalb hat sie weltweit bekannte Köche angeschrieben und darum gebeten, Suppenrezepte für den guten Zweck zur Verfügung zu stellen.

Der amerikanische Verleger, der Schamis Bücher veröffentlicht, hat den Autor gebeten, das Buch in Deutschland herauszubringen. Der DuMont Buchverlag hat das Buch neu gestaltet und mit Rezepten von weiteren deutschsprachigen Köchen ergänzt. Schami hat damit gerechnet, dass der Verlag rund 10% des Erlöses für einen von ihm gegründeten Verein spendet, im Gegenzug hat er fünf Auftritte zugesagt. Dann kam die Botschaft vom Verlag, dass der gesamte Erlös an Schamis Verein geht und er hat die Zahl seiner Auftritte im Gegenzug auf 20 erhöht – mittlerweile ist er bereits über 40 mal aufgetreten und ein Ende ist nicht in Sicht.


Am Buchmesse-Mittwoch nahm Maria Furtwängler an einem Gespräch zu dem Thema „Femme Fatale“ teil. Weitere Teilnehmer dieser Veranstaltung, die von Bascha Mika moderiert wurde, waren die Literaturwissenschaftlerin Barbara Vinken, die französische Journalistin Cecile Calla und der Filmjournalist und -kritiker Rüdiger Suchsland.

Ein erstes Thema der Gesprächsrunde waren Klischees über deutsche und französische Frauen, die von Verführung über Flirten bis hin zu Intimrasur und Brazilian Waxing führten, was zur allgemeinen Erheiterung im Lesezelt führte.

Maria Furtwängler erzählte, dass sie eine französische Schule besuchte und die Mutter und die Kinder im Ausland französisch sprachen, um nicht als Deutsche aufzufallen. Rückblickend steht sie dem Ganzen etwas befremdet gegenüber. Das kann ich nachvollziehen.

Ein Thema, mit dem ich mich auch schon beschäftigt habe, als meine Kinder kleiner waren, war das Bild von Müttern in Deutschland und Frankreich. Während wir in Deutschland jahrelang darum gerungen haben, nicht als Rabenmütter abgestempelt zu werden, wenn wir vor dem dritten Lebensjahr des Kindes wieder in den Beruf zurückgekehrt sind, ist das in Frankreich völlig normal.

Frau Sabienes war ebenfalls Zuhörerin der Gesprächsrunde. Sollte sie es zeitlich schaffen, einen Artikel dazu zu veröffentlichen, werde ich ihn hier verlinken.

FBM – hier trefft ihr mich

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Den Mittwoch nutze ich, um durch die Hallen zu streifen, weswegen ich nur wenige Termine fest eingeplant habe.

  • 9 Uhr Good Morning Coffee auf dem Autorensofa mit Elke Becker, Jo Berger und Laura Gambrinus
  • 11 Uhr Pressekonferenz Ken Follett
  • 12.15 Uhr Elke Becker, Lesung auf dem Autorensofa
  • 13 Uhr Meet & Greet mit Petra Schier, mtb & Harper Collins

Viele weitere Veranstaltungen stehen zwar auf meiner Liste, diese werde ich aber nur nach Lust und Laune besuchen.

Freitag, 13. Oktober 2017

  • 10 Uhr litnity Beta-Launch
  • 12 Uhr Meet & Greet mit Jens Henrik Jensen
  • 13 Uhr Blogger Future Place, Orbanism Space
  • 14 Uhr #instawalk
  • 16 Uhr Barbara Leiciewski, Lesung bei Amazon Publishing
  • 17 Uhr Udo Lindenberg, Open Stage

und viele weitere Veranstaltungen, Signierstunden…

Samstag, 14. Oktober 2017

  • 10 Uhr BoD-Frühstück
  • 11 Uhr Read & Greet mit Emily Bold (?)
  • 12 Uhr Blogger-Event: Wie, wo, was VLOG?
  • 13 Uhr Sekt oder Selters bei be.ebooks
  • 13.30 Uhr Amazon Publishing Bloggerevent
  • 15 Uhr acabus Bloggertreffen
  • 16-18 Uhr Meet and Greet für die Liebe
  • 19 Uhr Romance and Dinner

und wenn ich dazwischen noch Zeit und Lust habe, auch hier noch weitere Veranstaltungen und Signierstunden.

Ich freue mich auf viele altbekannte und neue Gesichter!