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Rachesommer von Andreas Gruber

Rachesommer
von Andreas Gruber
Band 1 der Walter-Pulaski-Reihe
erschienen am 14. Februar 2011
bei Goldmann


  • Inhalt

Die Wiener Anwältin Evelyn Meyers sieht Verbindungen bei verunfallten Todesopfern, die außer ihr niemand sehen möchte, schon gar nicht ihr Chef. Deswegen stellt sie auf eigene Faust Ermittlungen an.

Der Leipziger Emittler Walter Pulaski hat Zweifel an einem Selbstmord und weil er sich sicher ist, dass der Fall bei den Kollegen keine hohe Priorität haben wird, stellt auch er eigene Ermittlungen an.

Unabhängig voneinander stoßen Meyers und Pulaski auf eine Schiffahrt, die tragisch geendet hat und die jetzt Nachwirkungen hat.

 


  • Meine Gedanken zum Buch

Die beiden Protagonisten werden jeweils alleine gelassen. Evelyn Meyers  erhält scharfen Gegenwind als sie ihren Verdacht äussert und Walter Pulaski wird von vielen Kollegen mehr belächelt als Ernst genommen, seit dem er sich hat degradieren lassen, weil er als alleinerziehender Vater mehr Zeit für seine Tochter haben wollte.

Wie aus dem Inhalt nicht schwer zu schliessen ist, laufen die beiden Handlungsstränge, die zunächst unabhängig voneinander in Wien und Leipzig beginnen, nach und nach zusammen. Neben dem Handlungsablauf lässt Andreas Gruber noch Rückblicke auf verschiedene Todesfälle einfliessen, die dem Leser verdeutlichen, dass Evelyn Meyers recht hat, wenn sie nicht an Unfälle glaubt.

Der Autor hat einen spannenden Plot geschaffen, wobei er mit vielen kleinen Verästelungen gespielt hat, durch die  er Fragen aufwirft, Verdachtsmomente verwirft und die Neugier des Lesers weckt.

Mir hat dieser Thriller sehr gut gefallen und eigentlich würde ich nun fünf Eulen vergeben. Aber ich habe andere Bücher von Andreas Gruber gelesen, die mir besser gefallen haben. Da ich dies bei der Bewertung berücksichtigen möchte, ziehe ich eine halbe Eule ab.

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19) Buch rund um das Thema Sommer oder Urlaub im Titel oder auf dem Cover


Autor: Gruber, Andreas
Titel: Rachesommer
Charakter: Walter


-> Österreich

Todesurteil von Andreas Gruber

Todesurteil
von Andreas Gruber
Sprecher: Achim Buch
ISBN: 978-3-8445-1575-6
erschienen am 16. Februar 2015
bei Der Hörverlag

Todesurteil ist der 2. Band um das Ermittlerteam Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez. 
Teil 1: Todesfrist
Teil 3: Todesmärchen

  • Protagonisten

Kommissarin Sabine Nemez war beim Münchner Kriminaldauerdienst als ihre Mutter entführt und getötet wurde. Bei ihren eigenen Nachforschungen traf sie auf den BKA-Profiler Maarten S. Sneijder, einen Mann, dem es offenbar an Höflichkeit und anderen guten Eigenschaften fehlt. Ab dem Zeitpunkt, ab dem sie wichtige Erkentnisse zur Aufklärung einer Mordserie beitragen konnte, genießt sie den Respekt von Sneijder.

In diesem zweiten Band erhält Sabine Nemez auf Zutun von Sneijder die Chance, eine Ausbildung beim BKA zu absolvieren.

Wer Martin S. Sneijder noch nicht kennt, dem lege ich das Interview ans Herz, das der Verlag veröffentlicht hat.

  • Inhalt

Ein Jahr, nach dem die zehnjährige Clara in Wien verschwunden ist, taucht sie wieder auf. Auf ihrem Rücken findet sich eine Tätowierung, die Ähnlichkeiten zu Dantes „Inferno“ aufweist. Die Staatsanwältin Melanie Dietz kann mit ihren nicht ganz integren Methoden aufdecken, dass es weitere Opfer gibt.

Zeitgleich beginnt Sabine Nemez ihr Studium beim BKA auf, wo Sneijder seinem hochbegabten Nachwuchs ungelöste Fälle vorlegt und seine Musterschülerin Nemez einen Zusammenhang erkennt.

 

  • Meine Gedanken zum Buch

Andreas Gruber hat es auch bei diesem zweiten Fall des Ermittlerteams Nemez / Snijder geschafft, einen Spannungsbogen aufzubauen, der von der ersten bis zur letzten Minute anhielt.

Ein Teil der Geschichte des Thrillers spielt in Deutschland, der andere in Österreich und ich denke, ich verrate nicht zuviel, wenn ich erzähle, dass beide Handlungsstränge irgendwann zusammen führen, doch wie Andreas Gruber das konstruiert hat, hat mich einmal mehr fasziniert.

Nachdem ich Fall 1 und Fall 3 bereits kenne, habe ich sogar Martin S. Sneijder ins Herz geschlossen, Sabine Nemez war mir sowieso vom ersten Moment an sympathisch.

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Ich hatte auf der Buchmesse 2016 die Möglichkeit, Andreas Gruber zu interviewen und ich frage mich immer noch, wie ein so netter Mann es schafft, solche perfiden Psychothriller zu konstruieren.

Von mir gibt es auch für diesen Band eine klare Leseempfehlung und fünf von fünf Eulen.

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randomhouseChallenge 2016

Eine weitere Meinung zu diesem Buch findet ihr bei Wolfgang Dreher und bei Angi.

Todesurteil von Andreas Gruber – Meine Rezension …

 

Blog´nTalk – im Gespräch mit Andreas Gruber

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Die Verlagsgruppe Random House hat auch in diesem Jahr wieder eine bunte Truppe von Bloggern zum traditionellen Blog´nTalk eingeladen.

Im September habe ich Todesmärchen gehört, das neueste Buch vom österreichischen Autor Andreas Gruber. Das Hörbuch hat mich begeistert und wie es der Zufall so wollte, habe ich bei der Interview-Challenge die Möglichkeit erhalten, mit Andreas Gruber zu sprechen.

Andreas Gruber ist in Wien geboren und in Niederösterreich aufgewachsen. Bereits als Teenager hat er sein Faible für Thriller entdeckt und unter anderem am liebsten Stephen King gelesen.

Sein Arbeitstag ist durchstrukturiert. Für gewöhnlich steht er um halb sieben Uhr morgens auf, setzt sich um 7 Uhr an den PC und arbeitet an seinen Büchern. Er verzichtet zunächst darauf, eMails zu lesen, oder surfen, weil die Gefahr besteht, dass er die Zeit vergisst. Wer kennt das nicht? Deshalb legt er gegen 11 / 12 Uhr eine Pause von der Arbeit am Buch ein und beantwortet dann auch eingegangene Mails. Ein Arbeitstag endet für ihn um 19 Uhr, denn dann kommt seine Frau nach Hause.

Natürlich hat auch Andreas Gruber seine Abneigungen und Eigenheiten. Unzuverlässigkeit und Arroganz mag er bei Anderen gar nicht und auf die Frage, was andere Menschen an ihm stört, gab er zu, dass er sehr unflexibel und pedantisch ist, Planung und Struktur sind ihm sehr wichtig.

Andreas Gruber schreibt seit 1996 und hat sich schon immer mit anderen Autoren ausgetauscht, unter anderem gehört er der Autorengruppe „Das Syndikat“ an, in der sich in den letzten 30 Jahren rund 750 deutschsprachige Krimi- und Thrillerautoren zusammen gefunden haben.

Sein Lebensmotto lautet (frei nach dem Nobelpreisträger Alexis Carrel)

Nicht dem Leben mehr Jahre, sondern dem Jahr mehr Leben geben.

Todesmärchen von Andreas Gruber

Todesmaerchen von Andreas Gruber
Todesmaerchen von Andreas Gruber – Coverdownload

Todesmärchen
von Andreas Gruber
Hörbuch MP3-CD (gekürzt), 1 CD, Laufzeit: 642 Minuten
ISBN: 978-3-8445-2137-5
12,99 EUR
erschienen am 15. August 2016
bei der Hörverlag
Sprecher: Achim Buch

Band 3 der Reihe um Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez
1. Todesfrist
2. Todesurteil
3. Todesmärchen

  • Inhalt

Maarten S. Sneijder und seine Partnerin Sabine Nemez werden nach Bern gerufen, wo eine Tote gefunden wurde, in deren Haut ein Zeichen geritzt wurde.  Es gibt weitere Opfer und das Ermittlerteam macht sich auf eine Jagd durch Mitteleuropa.

Zur gleichen Zeit begibt sich die junge Psychologin Hannah Norland nach Osthevesand, einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher, wo sie eine dreiköpfige Gruppe von Insassen betreuen soll. Unter ihnen ist auch Piet van Loon, ein Mann, der ihr Leben maßgeblich beeinflußt hat, ohne es zu wissen – und der seine Inhaftierung Maarten S. Sneijder zu verdanken hat.

  • Protagonisten

Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez sind ein sehr ungleiches Ermittlerteam. Wer die beiden noch nicht kennt, dem empfehle ich das Interview mit Maarten S. Sneijder auf randomhouse.de. Wer sich dieses Interview zu Gemüte geführt hat, kann den niederländischen Profiler schon sehr gut einschätzen. Sabine Nemez war ursprünglich beim Kriminaldauerdienst in München und wurde nach ihrem ersten Fall von Sneijder für eine Ausbildung zum BKA geholt. Zwischenzeitlich hat sie die Ausbildung beendet und ist vermutlich der einzige Mensch, dem man es zumuten kann, an Sneijders Seite zu ermitteln.

  • Handlung

Die Handlung spielt in drei Ebenen, neben den Ermittlungen der beiden Protagonisten lernt der Leser auf der zweiten Handlungsebene dank Hannah Norland den Serienmörder Piet van Loon kennen. In einer dritten Ebene, die fünf Jahre zuvor spielt, erlebt der Leser die Mordserie von Piet van Loon und die Ermittlungen gegen ihn mit.

Die Geschichte spielt in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Ungarn, den Niederlanden und Dänemark.

In diesem Bande gewährt der Autor einen tiefen Einblick in das Leben von Maarten S. Sneijder.

  • Schreibstil

Andreas Gruber konnte mich einmal mehr vom ersten bis zum letzten Moment fesseln. Dies schafft er durch verschiedene überraschende Wendungen. Mit Marteen S. Sneijder hat er einen Protagonisten geschaffen, der überall aneckt, der für mich aber einen großen Unterhaltungswert hat.

Der Autor hat sich die Märchen von Hans Christian Anderson vorgenommen und daraus verschiedene Morde konstruiert, die ich als sehr einfallsreich bezeichnen möchte.

Der Showdown setzt das Pünktchen auf dem i und am Ende wartet Gruber noch mit einer Überraschung auf, die ich so auf keinen Fall erwartet habe.

  • Sprecher

Achim Buch konnte mich nicht nur überzeugen, weil er Maarten S. Snejider den unverkennbaren niederländischen Einschlag in der Stimme verschafft, sondern weil er dem Hörer jederzeit vermitteln kann, in welcher Zeit welche Person gerade handelt.

  • Fazit

Todesmärchen ist für mich ein perfekter Thriller für den ich gerne fünf von fünf Eulen vergebe.

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Aufgabe 27) ein Buch von einem Autor (männlich oder weiblich), der nicht aus Deutschland, Großbritannien oder den USA stammt

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randomhouseChallenge 2016

Ort: Rotterdam
Land: Österreich

Todesfrist von Andreas Gruber

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Todesfrist von Andreas Gruber

erschienen im Juni 2012 bei C. Bertelsmann Verlag
416 Seiten

Kaum ist Todesfrist (ein Wanderbuch von Mella) bei mir angekommen, hatte ich es bereits gelesen 🙂

Zum Inhalt:

Kommissarin Sabine Nemez vom Münchener Kriminaldauerdienst trifft auf ihren völlig erschöpften Vater, der eigentlich in Köln lebt. Dieser erzählt ihr eine unglaubliche Geschichte: Er erhielt einen Anruf, in dem ihm mitgeteilt wurde, dass seine Exfrau, Sabines Mutter, entführt wurde: „Wenn Sie innerhalb von 48 Stunden herausfinden, warum ihre Exfrau entführt wurde, bleibt sie am Leben. Wenn nicht – stirbt sie.“ Ihr Vater hatte zwei Tagen lang vergeblich versucht, seine Exfrau zu finden. Als Sabine ihre Kollegen benachrichtigt, erfährt sie, dass eine tote Frau gefunden wurde – ihre Mutter.

Sabine sucht Parallelen und bedient sich – illegal – eines BKA-Zuganges, der kurz danach gekappt wird. Nur wenig später trifft sie auf den BKA-Profiler Maarten S. Sneijder, einen Mann, dem es offenbar an Höflichkeit und anderen guten Eigenschaften fehlt. Nach und nach findet Sabine heraus, dass weitere Frauen ermordet wurden und sie ist es auch, die entdeckt, dass die Morde an die Geschichte vom Struwwelpeter angelehnt sind. Ab diesem Zeitpunkt geniesst sie den Respekt von Sneijder und die beiden begeben sich gemeinsam auf eine Reise durch Deutschland und nach Wien, um den Mörder zu stoppen, denn noch sind einige Kapitel in dessen persönlicher Struwwelpeter-Geschichte noch nicht geschrieben und so ist zu befürchten, dass noch weitere Menschen ihr Leben lassen müssen …

Meine Meinung:

Im Buch verlaufen mehrere Handlungsstränge parallel und gegen Ende dann auch zusammen. Der Leser begleitet die Ermittler, erfährt aber auch, was der Auslöser für die Taten des Mörders war und in einem weiteren Handlungsstrang wird nach und nach klar, warum er sich ein bestimmtes Opfer ausgesucht hat.

Schon zu Beginn des Buches zeigt der Täter, dass er kein Erbarmen kennt. Er betoniert eine Frau bei lebendigem Leib ein. Dabei will er sie nicht töten, sondern Monate lang beobachten, nur mit dem Nötigsten versorgen, zusehen, wie ihre Gelenke steif werden und wie sie langsam wahnsinnig wird.

Die beiden Protagonisten könnten unterschiedlicher nicht sein und wie es nicht anders zu erwarten war, knackt Sabine Nemez im Laufe der Ermittlungen den unsympathischen Sneijder, der sich rücksichtslos durch die Ermittlungen schlägt und keinen Wert darauf zu legen scheint, mit den Menschen, denen er begegnet, auch nur annährend auszukommen.

Todesfrist ist ein Psychothriller mit einem Spannungsbogen, der mit dem Prolog beginnt und zum Epilog hin ausläuft. Andreas Gruber geht auf viele Darsteller seines Buches intensiv ein, ohne auszuschweifen. Ich habe mich nicht einmal getraut, eine Passage nur zu überfliegen, so starkt hat mich dieses Buch gefesselt.

Fazit: Ein Muss für jeden Fan von richtig guten Psychothrillern!

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Mit Todesfrist erfülle ich Punkt 41 (Lest ein Buch dass mehr als 400gr wiegt.) von *Hufies “Auf den SuB mit Gebrüll” Challenge 2013*