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Man trifft sich stets zweimal von Mila Roth

Man trifft sich stets zweimal
von Mila Roth
Band 11 der Reihe „Spionin wider Willen“
Teil 1 des Staffelfinales
erschienen am 10. Juli 2017


Aus der Serie „Spionin wider Willen“ sind bisher folgende Bände erschienen:

Aus der Serie „Codename Elias“ habe ich bislang gelesen

Unter ihrem Echtnamen Petra Schier schreibt die Autorin historische Romane und Weihnachtsbücher von denen ich bisher gelesen habe:


  • Infos zur Serie und den Protagonisten

Wer die Serie „Spionin wider Willen“ bereits kennt, kann diesen Abschnitt getrost überspringen, allen anderen möchte ich hier zunächst einige Infos an die Hand geben:

Die „Vorabendserie im Buchformat“ ist allen Serienjunkies gewidmet und eine Hommage an die TV-Serie “Agentin mit Herz”. Die Bände sind allesamt keine typischen Krimis mit einem Spannungsbogen von der ersten bis zur letzten Seite, trotzdem versteht es die Mila Roth, immer wieder einen Pageturner zu schreiben.

Lasst die Finger von der Serie, wenn ihr:

  • nur Storys mögt, die 100-prozentig realitätsnah sind.

  • Wert auf komplizierte, undurchschaubare Handlungen legt.

  • blutrünstig zugerichtete Leichen und grausige Horrorszenarien liebt.

  • auf Krimis steht, in denen CSI-mäßig die Täter mit detailliert beschriebenen pathologischen, technischen und forensischen Methoden überführt werden.

  • einen nervenzerreißenden Thriller erwartet.

  • nicht bereit seid, den Figuren ausreichend Zeit (über viele Episoden) einzuräumen, um sich zu entwickeln, ihre Hintergründe zu erforschen und Beziehungen zueinander aufzubauen.

  • glaubt, die Autorin habe mit dieser Serie das Rad neu erfunden.

Quelle

Janna Berg ist Anfang 30 und Pflegemutter von Zwillingen. Eines Tages, als sie gerade ihre Schwester am Flughafen abholen will, wird sie von dem Agenten Markus Neumann angesprochen, der sie in einen seiner Fälle hinein zieht. Von da an ist Janna gelegentlich als zivile Hilfskraft für das “Institut” an der Seite von Markus Neumann tätig und gerät dabei mehr als einmal in Lebensgefahr.

Die beiden Protagonisten könnten unterschiedlicher nicht sein, Janna ist ein Familienmensch durch und durch, eher zurückhaltend und vorsichtig, was Partnerschaften angeht, die Ursache dafür liegt in einer früheren Beziehung. Markus dagegen lebt für seinen Job als Agent, seinen Vater sieht er nur, wenn es sich gar nicht vermeiden lässt und seine Beziehungen zu Frauen sind oft nur auf die Dauer einer Nacht begrenzt. Er sieht gut aus und so ist es auch kein Wunder, dass Janna sich zu ihm hingezogen fühlt, aber auch weiß, dass sie überhaupt nicht seinem „Beuteschema“ entspricht.

Im Laufe der Fälle ist Janna aktiver und selbstsicherer geworden und hat sich Markus gegenüber geöffnet und ihm von ihrer schwierigen und prägenden früheren Beziehung erzählt. Auch Markus, den ich anfangs ob seiner abweisenden Art nicht direkt ins Herz schließen konnte, ist offener geworden, erzählt mehr von sich und hat sich eingestanden, dass Janna eine gute Freundin für ihn geworden ist, was bei seinem sehr kleinen und gut ausgewählten Freundeskreis schon fast an ein Wunder grenzt.

Für mich liegt der Suchtfaktor bei dieser Serie unter anderem darin, dass ich immer ganz gespannt bin, wie sich die (freundschaftliche) Beziehung zwischen Janna und Markus weiterentwickelt.

Der Begriff „weiterentwickeln“ lässt schon erkennen, dass die Bücher aufeinander aufbauen, es macht daher Sinn, mit dem ersten Band zu starten. Allerdings sind alle Fälle selbst in sich abgeschlossen. Anhand des Personenverzeichnisses finden sich auch neue Leser, die möglicherweise mitten in der Serie einsteigen, gut zurecht. Ein Pluspunkt: das Personenverzeichnis befindet sich vorne im Buch, das habe ich auch schon anders erlebt.


  • Klappentext zum aktuellen Fall (Quelle):

Kaum sind der Geheimagent Markus Neumann und seine zivile Partnerin Janna Berg von ihrem letzten Einsatz zurück, als sie erfahren, dass die gefährliche Auftragsmörderin Susanne Krause aus dem Gefängnis geflohen ist. Da Janna Monate zuvor nur mit knapper Not einem hinterhältigen Anschlag Krauses entkommen konnte, fürchtet sie nun erneut um ihr Leben und das ihrer Familie.

Obwohl sie erst einmal nur Markus dabei helfen sollte, sein neues Büro einzurichten, gerät sie nun erneut in einen heiklen und brisanten Fall. Denn Krause scheint nicht allein auf Rache aus zu sein, sondern führt noch etwas anderes im Schilde.

Während Janna mit den übrigen Kollegen der Abteilung die Stellung hält, wird Markus auf einen Undercover-Einsatz geschickt und muss sich auf ein gefährliches Spiel einlassen, das nicht nur ihn Kopf und Kragen kosten könnte.


  • Meine Gedanken zum aktuellen Band

Es fällt mir sehr schwer, etwas zu diesem Buch zu schreiben, ohne zuviel zu verraten, daher könnten meine Gedanken etwas kryptisch klingen:

Der Titel „Man trifft sich stets zweimal“ ist doppeldeutig, denn nicht nur Susanne Krause taucht wieder auf, auch Janna wird von ihrer Vergangenheit eingeholt. Dieser Moment hatte für mich etwas sehr emotionales.

Überhaupt war dieser Band eine Achterbahn der Gefühle.

Einmal musste ich mich auf der Homepage der Autorin versichern, dass es wirklich eine zweite Staffel geben wird, damit ich die Gewissheit hatte, dass alles gut wird.

Dann gab es einen Moment, in dem ich einen Kloß im Hals hatte, als Janna die Möglichkeit genommen wurde, von jemandem Abschied zu nehmen.

Ganz am Ende gab es eine Szene mit einer Botschaft, die mich berührt hat und zwar so sehr, dass mir die Tränen herunter gelaufen sind. Und zum krönenden Abschluss folgt ein Cliffhanger, der mich einfach fassungslos zurückgelassen hat..

Dieser erste Teil des Staffelfinales ist spannungsgeladen und emotional und konnte mich absolut überzeugen, daher vergebe ich fünf von fünf Eulen.

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  • Dieses Buch wurde mir zu Rezensionszwecken von der Autorin zur Verfügung gestellt.
  • Vielen Dank dafür.
  • Die Rezension zeigt meine persönliche und ehrliche Meinung auf.

 

Aufgabe 41) ein Buch das du vor dem Erscheinungsdatum lesen durftest


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Die dreckigen Dreißiger von Helena Baum

Die dreckigen Dreißiger
von Helena Baum
328 Seiten
Independently published
erschienen am 29. September 2017


  • Die Protagonistinnen und ihre Geschichte

Romy, Berta und Flori stammen alle aus einem Ort in der Nähe von Hameln. Der Hauptteil des Buches spielt Mitte / Ende der 1990er Jahre, die drei leben zwischenzeitlich in Berlin und sind in den „dreckigen Dreißigern“.

Romy Wagner ist 35 Jahre alt, geschieden und hat sie eine Tochter namens Nelly, die 11 Jahre alt ist. Sie arbeitet als Psychotherapeutin in einer Tagesklinik.

In ihren Beziehungen hat sie stets davor Angst, verlassen zu werden und flüchtet sich daher gerne in zwanglose Affären. Nach der Trennung von ihrem letzten Freund will sie damit Schluß machen und begegnet Marius.

Roberta, genannt Berta, ist ebenfalls 35 und schon seit 20 Jahren mit ihrem Mann Alex zusammen, mit dem sie die Zwillinge Ben und Max hat.

Sie kommt an einen Wendepunkt ihren Leben und Alex macht einen Fehler, der alles verändert.

Florence „Flori“ Reinhardt ist ebenfalls 35. Nachdem sie vor fünf Jahren ihre Tochter Anna verloren hat, die am Plötzlichen Kindstod starb, stand sie an einem Abgrund und niemand wusste, ob sie fallen würde. Sie ist mit ihrer Mutter Eva zusammengezogen und hat wieder einen Weg zurück ins Leben gefunden. Der Tod ihres Kindes hat sie dazu bewegt, Medizin zu studieren. Nun arbeitet sie an der Charité und lernt über eine Annonce Mirko kennen.


  • Meine Gedanken zum Buch

Es gibt Zeiten, in denen komme ich nicht mit einem Buch klar. „Die dreckigen Dreißiger“ von Helena Baum ist so ein Buch. Aufgeschlagen, vom Plötzlichen Kindstod der kleinen Anna gelesen, mit mir gerungen und beschlossen, dieses Buch kann ich jetzt gerade nicht lesen. Ich habe das Buch ein wenig auf die Seite geräumt, mich den Herz-Schmerz-Weihnachtsgeschichten zugewandt und nochmal einen neuen Versuch unternommen.

Das war die richtige Entscheidung. Denn beim zweiten Versuch habe ich das Buch förmlich verschlungen und es an einem Abend ausgelesen.

Das Buch startet wie erwähnt mit dem Tod von Anna im Jahr 1990 und springt dann ins Jahr 1996 um 2016 abzuschließen.

Alle drei Frauen haben ihre eigenen Vorstellungen von einem glücklichen Leben und arbeiten daran. Den einen gelingt es besser, den anderen schlechter. In den Jahren zwischen 1996 und 2000 werden Freundschaften der Protagonisten und Nebendarsteller auf die Probe gestellt, sie zerbrechen, werden gekittet und neue Freundschaften geschlossen. Doch egal wie widrig die Umstände für die Kinder und die Erwachsenen auch waren, es war immer jemand da, der sich um denjenigen gekümmert hat, der gerade am Boden lag.

Am Ende des Klappentextes heißt es so schön „Suchen – Finden – Verlieren, sich aufrappeln und weitermachen“. Und genau das machen die Protagonistinnen und ihr Anhang.

Mir hat gut gefallen, wie Helena Baum so viele Themen, die einem Menschen in seinem Leben begegnen können, aufnimmt und authentisch umsetzt. Beispielsweise schreibt sie von einer Frau, die darüber nachdenkt, als Mutter versagt zu haben. Die Gefühle, die die Autorin dabei zum Ausdruck bringt, sind so echt, dass ich davon überzeugt bin, dass sich jeder, der dieses Buch liest, irgendwo wieder findet.

Die Geschichte ist eher unaufgeregt, manchmal humorvoll, teils dramatisch, sie zeigt Menschen die völlig aus der Bahn geworfen werden und vor allem zeigt sie, wie kraftvoll Freundschaft ist.

Das Buch war nicht ganz perfekt, weil mir ein paar wenige Fehler oder Ungereimtheiten aufgefallen sind, so stand in einem Absatz, dass ein Mann an diesem Tag keine Brille trug, im nächsten Absatz setzte er jedoch genau diese ab, aber am Ende einer so wunderbaren Geschichte muss man über Kleinigkeiten stehen und deswegen vergebe ich 4,5 von fünf Eulen.

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  • Dieses Buch habe ich zu Rezensionszwecken von der Autorin erhalten.
  • Vielen Dank dafür!
  • Die Rezension zeigt meine persönliche und ehrliche Meinung auf.

 

Aufgabe 21) Buch mit einer Zahl auf Cover oder Titel


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