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Der Duft von Pinienkernen von Emily Bold

Der Duft von Pinienkernen
von Emily Bold
erschienen am 13. Oktober 2017
bei Ullstein


Von Emily Bold bisher gelesen


  • Die Protagonisten und ihre Geschichte

Greta und Katrin sind seit Jahren die besten Freundinnen, wohnen zusammen und führen gemeinsam eine Nudelbar. Als es wegen eines Mannes zum großen Bruch kommt, nimmt Greta das Angebot eines Verlegers an und begibt sich für ein Kochbuch auf Recherche-Reise durch Italien. In Italien versucht sie, die zerbrochene Freundschaft zu verarbeiten und einen Weg zu finden, sich Katrin wieder anzunähern.

Zur Unterstützung hat ihr der Verlag den Fotografen Chris an die Seite gestellt, der sie tageweise begleitet und für das Kochbuch fotografiert. Anfänglich finden die beiden keinen Draht zueinander, aber nach und nach findet Greta Gefallen an ihrem Reisebegleiter.


  • Meine Gedanken zum Buch

Ich habe bereits zwei eher heitere Bücher und ein Buch mit viel Tiefgang von Emily Bold gelesen. Sie hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der mir gut gefällt. Auch die Idee zum Plot einer zerbrochenen Freundschaft hat mir zugesagt. Die Autorin beschreibt sehr warmherzig, was dieser Bruch mit Greta und ihrem Leben anstellt. Natürlich nehmen diese Überlegungen einen größeren Teil der Geschichte ein, auf Dauer waren mir diese Abschnitte zu langatmig weil die Protagonistin entweder immer wieder die gleichen Überlegungen anstellt oder aber verschiedenen Menschen immer die gleiche Geschichte erzählt. Erst als Greta klar wird, dass es auch negative Aspekte in dieser freundschaftlichen Beziehung gab, verhilft das dem Roman zu mehr Kurzweil.

Ausgesprochen gut haben mir die Bilder gefallen, die die Autorin von Gretas Reise gezeichnet hat. Ich konnte mir sowohl die Landschaften als auch die Kocheinheiten in den verschiedenen Küchen sehr gut vorstellen. Was mir ein wenig gefehlt hat, war der Abschluss mit den Menschen, denen Greta auf ihrer Reise begegnet, die Abschiede waren mir zum Teil zu überstürzt.

Ich habe mich mit der Geschichte sehr wohl gefühlt. Sie ist, mit oben genannter Ausnahme, kurzweilig und hat mich gut unterhalten. Für die beiden Protagonisten hätte ich mir gewünscht, dass sie soviel Tiefgang und Gefühl zeigen, wie das einige wunderbare Nebencharaktere tun.

Was ich sehr mag, sind HappyEnds, die nicht zu kitschig sind, allerdings habe ich nach der letzten Seite dieses Romans das Gefühl, dass mir irgendetwas fehlt, das Ende war mir nicht rund genug.

Nachdem ich das tiefgründige Buch „Klang der Gezeiten“ von Emily Bold gelesen hatte, waren meine Ansprüche an „Der Duft von Pinienkernen“ sehr hoch und haben sich leider nicht ganz erfüllt. Das allerdings ist Kritik auf hohem Niveau, denn ich wurde trotzdem sehr gut unterhalten und vergebe daher vier von fünf Eulen.

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Dieses Buch habe ich zu Rezensionszwecken über Netgalley erhalten. Vielen Dank dafür. Die Rezension zeigt meine persönliche und ehrliche Meinung auf.

 


Gestern habe ich einen Bericht zum Meet and Read auf der Buchmesse veröffentlicht. Wenn ihr wissen wollt, warum Emily Bold jeden Schauplatz ihrer Bücher kennt obwohl sie einige nie besucht hat, solltet ihr dort unbedingt reinschauen.


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Aufgabe 22) ein Buch mit einem Gebäude oder Bauwerk auf dem Cover


-> Italien

Meet and Read mit Emily Bold

Vorablesen.de hatte zu einem Meet&Read mit Emily Bold auf der Buchmesse eingeladen und ich hatte das Glück, ein Ticket zu ergattern.

Emily Bold, übrigens ein Pseudonym, weil sich ihr eigener Name nicht so gut verkaufen lässt, wie man der Autorin schon vor Jahren sagte, war früher gekommen und signiert schon vor Beginn der Veranstaltung fleißig Bücher. Das Meet & Read startet sie mit einer kurzen Vorstellung und liest dann aus ihrem neuesten Buch „Der Duft von Pinienkernen“, das in Italien spielt.

Im Anschluss plaudert sie aus dem Nähkästchen und beantwortet die Fragen der Teilnehmer. So erfahren wir beispielsweise, dass die Autorin seit 2007 schreibt und als 2011 die Selfpublisher-Plattform KDP (Kindle Direct Publishing) eingeführt wird, darüber nachdenkt, alle fertigen Romane hochzuladen.

Während ihr Mann ganz begeistert von den technischen Möglichkeiten ist, weiß sie ihre Geschichten gerne vor fremden Augen geschützt in der Schublade liegen. Die Vorstellung, dass sie mit ihren Büchern ein Stück sich selbst öffnet und Persönliches preis geben könnte, während sie ihre Leser nicht einmal kennt, behagen ihr nicht. Doch Emily Bold springt über ihren Schatten und verweist darauf, dass ihre Leser den Inhalt ihrer Bücher nicht auf sie als Privatperson projizieren sollten, ganz wichtig ist ihr die Feststellung, dass sie keinen riesigen lilafarbenen Vibrator besitze, von dem sie in „Mr. Grey“ schreibt. 😆

Die Autorin berichtet, dass es ihr schwer fällt, sich an einen gradlinigen Plot zu halten und dass sich ihre Geschichten während des Schreibens durchaus noch verändern können.

Auch gesteht die Autorin, dass sie ihre Schauplätze nicht alle selbst besucht. Sie ist zwar ein großer Italien-Fan, greift aber auch gerne auf Google Streetview zurück. Überhaupt ist sie ein Streetview-Fan So berichtet die Autorin beispielsweise auch, dass sie mit einer Freundin Schottland besuchen wollte und zuvor die ersten sechs Kreisverkehre, die man nach einer Ankunft in Newcastle zu durchfahren habe, über Streetview mehrfach abgefahren ist. Die bildliche Erzählweise treibt den ersten Zuhörern Lachtränen in den Augen, aber das stört Emily Bold nicht. Schließlich war sie eine der wenigen, die die Kreisverkehre im Linksverkehr problemlos bewältigt habe.

Emily Bold hat eine herrlich erfrischende Art und mit ihrer Offenheit hat sie nicht nur die Lacher auf ihrer Seite sondern ihr Publikum verzeiht ihr augenscheinlich auch, dass sie, die einen Roman über eine kochende Halb-Italienerin schreibt, kein Händchen für die Küchenarbeit habe und froh sei, wenn sich der Gatte um das leibliche Wohl der Familie kümmert. Überhaupt kommt die Autorin sehr bezaubernd herüber und daher wundert es nicht, dass sich auch am Ende des Meet & Read wieder eine lange Schlange von Menschen bildet, denen sie geduldig Bücher signiert, mit denen sie ein paar Worte wechselt und sich fotografieren lässt.

Sehr sympathisch, diese Emily Bold!


Morgen folgt die Rezension zu „Der Duft von Pinienkernen“.

Klang der Gezeiten von Emily Bold

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Klang der Gezeiten von Emily Bold
erschienen am 03. Juni 2014
bei Montlake Romance

 

  • Meine Gedanken zum Buch

Von Emily Bold habe ich bisher die sehr unterhaltsamen Frauenromane um Mr. Grey gelesen.

Auf der Suche nach Mr. Grey von Emily Bold

Ein Tanz mit Mr. Grey von Emily Bold

 

„Klang der Gezeiten“ ist ganz anders. Die Geschichte handelt von einer jungen Frau, die den Mann ihres Lebens und Vater ihres ungeborenen Kindes auf tragische Weise verliert. Es vergeht kein Tag, an dem Piper nicht an Daniel denkt und ihn vermisst. Doch trotzdem möchte sie das Haus, das sie zusammen sanieren wollten, fertig umbauen und mit dem Baby an das Fleckchen Erde ziehen, dass sie wie kein anderes mit Daniel verbindet.

Klingt nach einem sehr traurigen Buch? Das ist es auch. Zu ihrem Schmerz kommt hinzu, dass sie ein schlechtes Verhältnis zu ihren Schwiegereltern hat. Und dann ist da auch noch Kevin, ihre Jugendliebe und gleichzeitig Daniels Freund, der immer noch Gefühle für sie hegt. Doch Piper ist nicht bereit, über eine neue Beziehung nachzudenken, weswegen sie ihn wegschickt. Doch mit ihm geht auch die Schulter, die sie zum Anlehnen und Ausweinen hatte.

Ja, die Geschichte hat mich mehr als einmal zum Weinen gebracht. Sie handelt aber nicht nur von Verlust und Trauer, sie handelt auch von nach vorne blicken, über seinen Schatten springen, Kollegialität und tiefer Freundschaft – eine Geschichte die ans Herz geht und über die man nicht einfach hinweg liest.

Ich vergebe fünf von fünf Eulen.

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Aufgabe Nr. 6, Ein Buch, das Dich traurig oder nachdenklich gemacht hat

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Ein Tanz mit Mr. Grey von Emily Bold

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Ein Tanz mit Mr. Grey – Wer hat eigentlich die Wassermelone getragen

von Emily Bold

 

Zum Inhalt:

Annas Schwester wird heiraten und Anna will auf der Tanzfläche eine gute Figur machen, daher nimmt sie Tanzstunden bei Fab, der sie gnadenlos heruntermacht, um ihr anschließend aufzuzeigen, wo ihre körperlichen Grenzen beim Tanzen liegen. Aber Anna hat sich an ihrer Idee festgebissen und lässt alles über sich ergehen. Marc ist beruflich sehr eingebunden und kann sie nicht unterstützen. Als ob das nicht reicht, taucht zuhause Marcs attraktive Kollegin Catness auf und deren Absichten scheinen ziemlich eindeutig zu sein.

Meine Gedanken zum Buch:

Ein Tanz mit Mr. Grey von Emily Bold ist die Fortsetzung von Die Suche nach Mr. Grey. Daher kenne ich Anna schon ein wenig und weiß, dass sie gerne einmal in die eine oder andere peinliche Situation gerät. So auch direkt zum Einstieg dieses Kurzromans:

Ich lag mit hochgeschlagenem Rock auf dem Boden, Marc zwischen meinen Schenkeln, während gut hundert Leute uns entsetzt anstarrten…

Anna kann einem Leid tun, denn wenn etwas droht, peinlich zu werden, kann man sich darauf verlassen, dass sie in der Nähe ist. Dem Leser bringt das eine unterhaltsame Lesezeit, aber auch immer wieder das Gefühl, die Protagonistin unterstützen zu müssen. Gerade ihre eigene Familie behandelt sie ein wenig stiefmütterlich, insbesondere im Hinblick darauf, was ihre Schwester schon erreicht hat. Als dann ausgerechnet auf diese Schwester ein kleiner Schatten fällt, konnte ich die Schadenfreude von Anna nachvollziehen. Das Happy End war natürlich nicht überraschend, aber in dieser Form auch nicht unbedingt vorhersehbar.

Ich habe mich von diesem Kurzroman gut unterhalten gefühlt, konnte lachen, ein wenig mit der Protagonistin leiden und hatte eine abwechslungsreiche Lesezeit, wofür ich gerne fünf von fünf Eulen vergebe.

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Ein Buch, das vom Autor / von der Autorin selbst verlegt wurde

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Auf der Suche nach Mr. Grey von Emily Bold

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Auf der Suche nach Mr. Grey: „Autsch“ ist ein schlechtes Safeword!
von Emily Bold
Kindle Edition, 96 Seiten
1,49 Euro

 

Zum Inhalt:

Die Protagonistin Anna ist ein großer Fan von Erotik-Romanen und träumt sich selbst in die Hauptrolle einer solchen Beziehung. Aus diesem Grund erstellt sich ein Onlineprofil und macht sich auf die Suche nach potentiellen Partnern. Schnell lernt sie, dass die „dunkle Seite“ nicht zwangsläufig ihren Erwartungen entspricht und dass man Pfannenwender nicht nur zum Kochen verwenden kann.

Meine Meinung:

Ich folge Emily Bold schon seit geraumer Zeit auf Facebook, hatte aber noch keines ihrer Bücher gelesen. Als ich dann ihre Postings zum Buch „Auf der Suche nach Mr. Grey“ gesehen habe, hatte das für mich so einen faden Beigeschmack, da ich mich ja bis heute nicht überwinden konnte, Shades of Grey zu lesen. Nachdem ich mir dann aber den Klappentext zu Gemüte geführt habe, bin ich neugierig geworden.

Emily Bold greift mit ihrem Kurzroman die Erotik-Welle auf. Was ihre Protagonistin allerdings erlebt, nach dem sie in einem Internetportal potentielle Kandidaten kennengelernt hat, hat mich immer wieder zum Lachen gebracht, denn bei Anna klappt im Grunde gar nichts. Es beginnt damit, dass die Herren bei ihren Profilbeschreibungen nicht ganz ehrlich waren und artet beispielsweise dahingehend aus, dass Annas Mitbewohner Marc hereinplatzt, als Anna gerade den telefonischen Anweisungen ihren dominanten Gegenparts befolgt (hier wiederhole ich mich gerne, mit Pfannenwendern kann man nicht nur kochen). Die Autorin hat mir vor allem mit dieser Szene ein herrliches Kopfkino beschert und auch wenn das Ende vorhersehbar war, vergebe ich für diesen humorvollen Kurzroman fünf von fünf Eulen.

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ein Buch auf Deutsch

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