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Blutige Stille von Linda Castillo

 

Blutige Stille
von Linda Castillo
Band 2 aus der Reihe um Polizeichefin Kate Burkholder
erschienen am 8. Juni 2011
FISCHER Taschenbuch
ISBN 978-3-596-18451-4
aus dem Amerikanischen von Helga Augustin


  • Inhalt

Die amische Familie Plank wurde ermordet, der Vater und die beiden Söhne liegen erschossen im Haus, die Mutter und das Baby wurden auf dem Hof erschossen und die beiden Töchter wurden in der Scheune gefoltert und ermordet. Kate Burkholder und ihr Team tappen im Dunkeln, den wer kann es auf die ganze Familie abgesehen haben, die so bescheiden und zurückgezogen lebt und sie nichts hat zu schulden kommen lassen. Erst als das Tagebuch von einem der Mädchen gefunden wird, kommen Dinge ans Licht, von denen niemand etwas geahnt hat.

  • Protagonistin

Kate Burkholder wurde als Kind einer amischen Familie in Painters Mill, Ohio, geboren. Sie hat sich in ihrer Jugend gegen die Taufe und damit gegen die Zugehörigkeit zur amischen Gemeinde entschieden.

Heute ist sie Polizeichefin in ihrer Heimatstadt. Aufgrund ihrer Vergangenheit gehört sie nicht mehr zu den amischen Bewohnern, ist aber auch keine echte „Englische“ (Bezeichnung für die nicht-amischen Menschen). Als Polizistin kann sie aber als Bindeglied zwischen den beiden Kulturen agieren.

Im ersten Band der Kate-Burkholder-Reihe „Die Zahlen der Toten“ wurde die Ermittlerin von John Tomasetti von der Bundesbehörde BCI unterstützt, mit dem sie zwischenzeitlich ein Verhältnis hat, wobei die beiden sich nicht oft sehen.

  • Gedanken zum Buch

Verpackt in die Gefühlswelt der Protagonistin beschreibt die Autorin die Unterschiede der beiden Gruppen aus Amischen und Englischen und das Leben inmitten der beiden Kulturen. Diese Basis für die Geschichten von Linda Castillo finde ich sehr spannend, denn wer kann es sich in der heutigen Zeit noch vorstellen, mit einem Pferdewagen unterwegs zu sein oder ohne Elektrizität zu leben.

Besonders faszinierend ist für mich als zugezogene Pfälzerin natürlich, dass das von den Amischen gesprochene Pennsylvaniadeutsch auf pfälzischen Dialekten aufgebaut ist, wodurch ich fast alles verstanden habe, was in Pennsylvaniadeutsch gesprochen wurde. Für alle, die des pfälzischen oder ähnlicher Dialekte nicht mächtig sind, hat Helga Augustin alles ins Hochdeutsche übersetzt.

Linda Castillo katapultiert den Leser mitten ins Geschehen, denn Officer Chuck „Skid“ Skidmore landet direkt zu Beginn auf der Farm der Familie Plank, wo er die Leichen findet. Während ich die erschossenen Männer noch gut verkraftet habe, wurde ich durch das tote Baby im Arm der Mutter bereits emotional angegriffen, was dann durch die Beschreibung der misshandelten Töchter noch gesteigert wurde. Auch der zweite Band dieser Reihe ist nichts für schwache Nerven.

Gelegentlich werden weitere Personen in die Geschichte eingeführt, teils, weil als Täter in Frage kommen, teils, weil sie in Verbindung mit der Familie stehen und zur Klärung beitragen können. Dadurch ist der Roman vielschichtig und hat keine Längen. Die Autorin schafft es, den Leser so lange im Ungewissen zu halten, bis sie selbst den Blick auf das wesentliche Motiv freigibt.

Mich konnte „Blutige Stille“ überzeugen, ich vergebe fünf von fünf Eulen.

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57) ein Buch aus einer Reihe


Autor: Castillo, Linda
Titel: Blutige stille
Charakter: Kate


-> USA

Kerstin Gier macht auf ihrer Lesetour Station in Homburg

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Am 3. März 2016 war Kerstin Gier im Rathaus in Homburg zu Besuch, an ihrer Seite war „Rasierspassken“ zu sehen, der nach der Lesung auch für Fotos zur Verfügung stand.

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Die Autorin war mir auf Anhieb sympathisch, sie kann ohne Punkt und Komma reden 😉 und wirkt sehr authentisch wirkte.

Wie sich herausstellte kannten einige der Anwesenden die Silber-Trilogie oder zumindest den dritten Teil noch nicht, so dass Kerstin Gier die spannenden Passagen, die zuviel verraten hätten, ausgelassen hat und überwiegend witzige Szenen vorgelesen hat.

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Im Anschluss hatte das Publikum Zeit, Fragen zu stellen. So hat die Autorin beispielsweise verraten, dass sie derzeit wieder an einem Jugendbuch schreibt, einem Einzelband, der nicht in London spielen wird. Die Autorin hat berichtet, dass ihr Herz derzeit mehr an den Jugendbüchern, als an den Frauenromanen hängt. Das ist das Genre, dass sie schon immer gerne bedienen wollte und sie ist glücklich, dass sie nun die Möglichkeit dazu hat. Über ihre aller ersten Frauenromane schüttelt sie heute manchmal den Kopf und fragt, sich, was sie sich damals dabei gedacht hat 😉

Die Grundidee zur Geschichte über Träume hatte sie schon als Jugendliche, aber es hat Jahre gedauert, bis sie genug Einfälle hatte, um daraus ein Buch zu machen. Kerstin Gier hat auch gestanden, dass sie es sehr spannend fände, in den Träumen von anderen herumzugeistern.

Weiterhin hat sie erzählt, dass ihr Herz arg an der Figur „Mia“ hängt und sie sich vorstellen kann, in einigen Jahren ein Buch über die kleine „Silber-Schwester“ zu schreiben.

Dass sie sowohl in der Edelstein-Trilogie, wie auch in der Silber-Trilogie den Namen Peregrin verwendet hatte, war keine Absicht, im Nachhinein könnte sie jedoch behaupten, dass es gewollt und Persephone Porter-Peregrin eine Nachfahrin von James August Peregrin Pimplebottom ist 😉

Kerstin Gier hat auch erzählt, dass sie sich zunächst nicht festgelegt hat, wer hinter Secrecy steckt. Nach der Veröffentlichung des ersten Teils hat sie aus der Leserschaft erfahren, dass es auch in der Serie Gossip Girl (die ihr bis dahin nicht bekannt war) einen Blog gibt, über den Gerüchte verbreitet werden, was ihre Entscheidung dann in entsprechende Bahnen gelenkt hat.

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Obwohl ich bei der anschließenden Signierstunde recht weit vorne stand, habe ich darauf verzichtet, mein Hörbuch signieren zu lassen, es hat mir einfach zu lange gedauert, weil alleine die paar BesucherInnen vor mir, teilweise bis zu acht Büchern in ihren Taschen hatten.

Was ich toll finde ist, dass Kerstin Gier Zettel verteilen ließ, auf denen die Leute ihre Namen notieren konnten, damit die Autorin nicht jedes Mal nachfragen musste, wie ein Name geschrieben wird.

Außerdem durfte jeder einen Schlüssel und Pfefferminzbonbons mit nach Hause nehmen, da habe ich natürlich nicht nein gesagt 🙂

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Premierenlesung zu „Die Flut“ von Arno Strobel

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Am 22. Januar 2016 fand in Homburg / Saar die Premierenlesung zu „Die Flut“ von Arno Strobel statt. Da wir damit gerechnet haben, dass die Veranstaltung ausverkauft sein würde, waren wir pünktlich zum Einlass um 18.30 Uhr in Homburg.

Im Foyer standen dann gleich der Autor mir seiner Familie und zwei Damen vom Fischer-Verlag und am Eingang zum Saal entdeckte ich Ulrich Burger, der mit dem UlrichBurger-Verlag Veranstalter der Lesung war. Uli erklärte, dass die ersten beiden Reihen reserviert seien, da die Aula der Musikschule darüber hinaus noch recht leer war, konnten wir so einen Sitzplatz in der zweiten Reihe ergattern, vor uns saß später die Familie des Autors.

Nach und nach füllte sich der Saal langsam, doch leider hatten sich wohl einige von der Unwetterwarnung abschrecken lassen, denn es sind einige Plätze leer geblieben. Unter denjenigen, die gekommen sind, waren der Autor und Blogger Benjamin Spang, den ich Euch im Rahmen der Buchmesse schon vorgestellt habe und Jenny von Mein Bücherchaos, auf die ich später noch zurück komme.

Am Vortag hatte bei Radio Homburg 89,6 gelesen, dass die Lesung vom Akkordeon-Ensemble der Musikschule begleitet wird, das den Abend dann mit drei Stücken eröffnet hat.  Rüdiger Schneidewind, der Oberbürgermeister der Kreis- und Universitätsstadt Homburg, begrüßte dann die Anwesenden. Wie schon bei der HomBuch, an der er zusammen mit Uli Burger die Preisverleihung geleitet hat, merkte man ihm an, dass er stolz darauf ist, dass Homburg die Saarländische Buchmesse sein eigen nennen kann und natürlich auch, dass Arno Strobel mit seiner Premierenlesung in die Stadt gekommen ist.

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Wir hatten Arno Strobel bereits bei Open Books in Frankfurt erlebt, als er zusammen mit Ursula Poznanski die Vor-Premierenlesung zu ihrem gemeinsamen Buch „Fremd“ gehalten hat und so freuten wir uns auf einen unterhaltsamen Abend, der dann auch begann. Arno Strobel erzählte von seiner Schullaufbahn (er hatte zunächst die Hauptschule und eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker abgeschlossen, bevor er das Abitur nachgemacht und studiert hat), seinem Werdegang vom selbständigen IT-Berater bis zum Jobangebot einer luxemburgischen Bank, das er wahrgenommen hat und natürlich von seiner Entwicklung als Autor.

Obwohl ich der Meinung war, schon vieles über den Autoren gelesen zu haben, wurde ich dennoch überrascht, denn tatsächlich war mir noch einiges nicht bekannt. So wurde seine erste Geschichte dank seiner Deutschlehrerin in der Saarbrücker Zeitung veröffentlicht. Außerdem hat Arno Strobel mit Kurzgeschichten begonnen, die zwischenzeitlich auch in einem Buch veröffentlicht wurden, das Buch ist aber nur bei seinen Lesungen erhältlich und was mich am meisten überrascht hat, der Autor hat bereits zwei Bücher bei dtv veröffentlicht. Dabei handelt es sich um zwei Thriller, die mit dem Vatikan und der katholischen Kirche zu tun haben. Seine Psychothriller wollte dtv allerdings nicht verlegen, weshalb er mit seinen Büchern nun bei Fischer gelandet ist.

Der Autor schaffte es, sein Publikum schon mit wenigen Worten zur unterhalten und in seinen Bann zu ziehen und hatte einige Lacher auf seiner Seite. Dann las er aus dem Prolog und den Einstiegskapiteln aus „Die Flut“, so dass wir Zuhörer uns einen ersten Einblick in sein neuestes Werk verschaffen konnten. Nach einer Pause folgte der zweite Teil, in dem er zwei seiner Kurzgeschichten zum Besten gab, die ebenfalls sehr unterhaltsam waren und er stand für viele Fragen zur Verfügung, die er dann auch ausführlich beantwortete.

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Was mir besonders in Erinnerung geblieben ist, sind seine Ausführungen darüber, wie er sich in seine Charaktere hineinversetzt. Da Jenny dies auf ihrem Blog bereits eindrucksvoll wiedergegeben hat, dürft ihr das gerne bei ihr nachlesen 🙂 Jenny selbst, die ich übrigens nicht kannte, von der ich erst durch ihren Blogartikel erfahren habe, dass sie bei der Lesung war, hat dann auch die Frage gestellte, die mich am meisten interessiert hat: Was liest Arno Strobel? Und es kam wie aus der Pistole geschossen: Stephen King – gut, eigentlich keine wirkliche Überraschung, aber durchaus interessant, denn er erzählte, dass er mit 14 seine Begeisterung zu diesem Autoren entdeckt hat und ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich im gleichen Alter war, als ich die Bücher dieses Autoren verschlungen habe.

Ebenfalls interessant waren seine Ausführungen über die Genres, die er liest – fast alles, hauptsächlich Thriller und Krimis, wobei er in den Endphasen seiner Bücher bewusst keine Thriller mehr liest, sondern da beispielsweise auch zu „Frauenromanen“ greift. Überhaupt liest er fast alles, außer Vampir-Bücher und Feuchtgebiete – was aber nicht heißt, dass er nicht auch zu einem erotischen Roman greift, er hat nur genanntes Buch für sich ausgeschlossen.

Mein Fazit: Ein sehr unterhaltsamer Abend, ein toller neuer Psychothriller, witzige Kurzgeschichten und ein offener und sympathischer Autor, der viel von sich preisgegeben hat – absolut empfehlenswert!

Die Lesung war Teil der „Homburger Lesezeit“ der Stadt Homburg in Zusammenarbeit mit der Akademie für Ältere, dem Frauenkulturstammtisch, der HomBuch, der Stadtbibliothek und der städtischen Musikschule, die noch bis April 2016 läuft. (Flyer)

Der UlrichBurger-Verlag ist übrigens noch Veranstalter einer weiteren Lesung, Kerstin Gier kommt Anfang März ins Homburger Rathaus und liest aus Silber 3 – und natürlich habe ich auch dafür schon Tickets 🙂

Leserunde: Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid

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Für Lovelybooks durfte ich an einer Leserunde mit dem Buch Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid teilnehmen.


Habt Ihr schon „Ein Mann namens Ove gelesen?“

Ich habe das Buch vor Kurzem während meines Urlaubs gelesen. Zu Beginn habe ich mich etwas schwer in die Geschichte eingefunden, aber dann hat sie mich nicht nur tief berührt insbesondere die liebevolle Art, mit der Ove über sein Leben mit Sonja berichtet – sondern auch unterhalten. Ich musste oft über Ove grinsen, aber es sind auch einige Tränen geflossen.

Was erwartet Ihr Euch von Frederik Backmans neuem Roman?

Im Trailer von „Ove“ heißt es

Obwohl er nicht so aussieht, ist er der neue Herzensbrecher aus Schweden.

und so etwas erwarte ich auch vom neuen Buch. Zwei Protagonistinnen, die das Herz berühren.

Eure Lieblingsstellen und -zitate?

können hier nachgelesen werden

Wie gefällt Euch das Cover?

Was mir am Cover gefällt ist die Ähnlichkeit mit dem Ove-Cover, so dass man die beiden Bücher schnell miteinander in Verbindung bringen kann. Allerdings vermute ich, dass mir das Buch in der Buchhandlung nicht aufgefallen wäre, wenn ich Ove nicht zuvor gelesen hätte. Die Farben stechen zwar heraus, aber ohne „Vorkenntnisse“ ist das Cover eher nichtssagend.

Wie gefällt Euch die Leseprobe?

Ich bin schon auf den ersten Seiten nicht mehr aus dem Grinsen herausgekommen, weil der Autor so bildhaft schreibt, dass ich den angezogenen Schneemann als Absturzopfer oder die Paintball-schießende halbnackte Oma auf ihrem Balkon direkt vor mir gesehen habe.

Mir hat auch gefallen, dass zumindest der Beginn aus der Sicht eines Kindes erzählt wird. Gerade die Beschreibung, wer wie zum wem steht und wo wohnt war eigentlich ganz logisch erklärt, aber am Ende dennoch ein wenig verwirrend. Zitat: „Es ist ein bisschen kompliziert.“

Wie auch bei „Ove“ schon, hat aber auch dieses Buch ernste Inhalte, das wird spätestens klar, als der Leser erfährt, was die Mitschüler mit Elsa gemacht haben.

Etwas was mir auch aufgefallen sind, sind die vielen Hinweise auf andere Bücher und Filme, der Schal von Gryffindor, die X-Men … und andere mehr.

Diese ganzen Punkte sprechen für sich, ich bin ganz angetan von der Leseprobe und freue mich nun noch mehr auf das Buch.


Fotosession nach Kapitelnamen

Die Aufgabe lautete, die Überschriften einzelner Kapitel zusammen mit dem Cover des Buches in Szene zu setzen.

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Krähenschrei von Torsten N. Siche

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  • Krähenschrei
  • von Torsten N. Siche
  • erschienen am 08. März 2011
  • im Fischer Verlag

Enzo will seiner Laufpartnerin Inga gestehen, dass er sich in sie verliebt hat, aber ausgerechnet an diesem Tag kommt Inga nicht verabredeten Zeitpunkt. Sie lässt sich verleugnen und ihre Eltern sehen in ihr einen Stalker.

Enzo vermutet, dass diese Verwandlung mit Vesna und ihrer Clique zusammenhängt, für die sich Inga plötzlich interessiert.

Moritz und Arne wollen ihrem alten Freund helfen, doch plötzlich ist ein Mädchen aus Vesnas Clique tot und Inga ist verschwunden…


  • Die Protagonisten:

Enzo läuft seit einigen Wochen mit Inga und hat sich verliebt. In seiner Verliebtheit hat er seine Freunde stark vernachlässigt. Ihm passiert in diesem Buch nicht viel Positives, er hat mir während des Lesens einfach nur leid getan.

Inga umgibt sich mit einer Clique, die gar nicht zu ihr passt. Von Anfang an ist klar, dass das einen guten Grund haben muss. Ihre Person würde ich in diesem Buch am ehesten als farblos bezeichnen. Dass sie sich niemandem anvertraut, ist eine Sache, aber dass sie Enzo an die Polizei ausliefert, anstatt ihn in Schutz zu nehmen, hat sie für mich unsympathisch gemacht.

Moritz und Arne habe ich dafür bewundert, dass sie, obwohl Enzo sie für Inga hat links liegen lassen, sofort wieder für ihn eingetreten sind, als er Hilfe gebraucht hat. Dass beide dafür unterschiedliche Beweggründe hatten, habe ich erst gegen Ende des Buches erkannt.

Vesna und ihre Clique kommen aus schwierigen sozialen Verhältnissen und – ganz Klischee – wandeln nicht gerade auf dem Pfad der Tugend, was ihrer schwierigen Kindheit geschuldet ist.


  • Gesamteindruck:

Die Kapitel werden aus Sicht unterschiedlicher Personen erzählt. Den Schreibstil des Autoren würde ich als modern bezeichnen. Auf jeden Fall eine Sprache, die einem Jugendbuch gerecht wird.

Die Handlung ist anfänglich einfach und leicht verständlich, ein Junge möchte seine Liebe gestehen, das Mädchen ist an die falsche Clique geraten und verleugnet ihn. Was dann folgt ist sehr komplex, denn es wird erörtert, was die Clique alles angestellt hat, wie Inga hineingezogen wurde, welche Kreise die Sache auf einmal zieht.

Das Buch hat mich zwar in seinen Bann gezogen, allerdings bin ich mit dem plötzlichen Umschwung gegen Ende nicht mehr klar gekommen. Die Vorgänge waren zwar nachvollziehbar, aber es war einfach „zuviel des Guten“. Ich möchte nicht zuviel verraten, aber „es ist nichts, wie es scheint“ trifft die Auflösung des Buches meines Erachtens ganz genau.


  • Cover

Schmetterlinge an einem Stacheldraht, ein Cover, das zeigt, dass etwas Schönes mit etwas Gefährlichem in Berührung kommt. Im weitesten Sinne könnte ich damit das Cover mit der Handlung in Verbindung bringen, aber für mich passt das Cover nicht wirklich zum Buch.


Fazit

Die Idee für diesen Jugendthriller ist gut, denn es wird einiges an Problematik aufgeworfen, Mobbing, Erpressung, das Verhältnis von Jugendlichen zu ihren Eltern und anderes. Die Ideen sind zunächst auch gut umgesetzt, aber die Vorgänge überschlagen sich am Ende förmlich und wie ich oben bereits geschrieben hatte, war das für mich zuviel des Guten.

Da ich schon (wesentlich) bessere Jugendthriller in den Händen hatten, die sich auch mit ähnlichen Themen beschäftigen, vergebe ich drei von fünf Sternen.


  • Lesechallenge

Mit Krähenschrei decke ich den Buchstaben K der A-Z Lesechallenge ab.