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Landliebe von Jana Lukas

Landliebe
von Jana Lukas
erschienen am 09. Mai 2017
bei Heyne


  • Klappentext

  • Protagonisten

Elisabeth „Ellie“ Lorenz lebt in München hat eine Ausbildung in einer Sterneküche gemacht, ist aber aktuell arbeitslos und hat bei ihrem letzten Arbeitgeber Schulden in Höhe von 10.000 EUR. Ihre Freundin bietet ihr die Möglichkeit, genau diesen Betrag innerhalb von vier Wochen zu verdienen, wenn sie sich als Kandidatin für die Fernseh-Dating-Show „Landliebe“ verdingt. Ellie ist eine sehr herzliche Frau, die auch zupacken kann.

Tom Sander ist 35 Jahre alt und Winzer an der Mosel. Sein Weingut „Schwarzer Stein“, das er mit seiner Mutter, seinem Bruder Eric und dessen Frau Katharina bewirtschaftet hat zwei schlechte Jahre hinter sich. Er ist überzeugt davon, mit der nächsten Lese wieder einen Qualitäts-Riesling auf den Markt bringen zu können, doch die Bank will sich nicht mehr hinhalten lassen. Tom lässt sich von Eric zur Teilnahme bei „Landliebe“ überreden, weil er dafür nicht nur eine Gage in Höhe von 10.000 EUR erhält, sondern weitere 40.000 EUR für die Drehrechte auf dem Weingut. Mit der Zahlung der Summer von 50.000 EUR an die Bank würde diese den Sanders die Zeit einräumen, die sie benötigen. Tom ist aufgrund seiner letzten Beziehung von der Liebe enttäuscht. Er hat keine Erwartungen an die Kuppelshow sondern zieht das Projekt nur durch, um das Weingut zu retten.


Meine Gedanken zum Buch

Im Bezug auf die Fernsehshow verwendet Jana Lukas unter anderem Bezeichnungen wie „der rüstige Rinderzüchter“ oder „der smarte Schweinebauer“, so dass eine gewollte Ähnlichkeit zur Kuppel-Show „Bauer sucht Frau“ nicht von der Hand zu weisen ist.

Mit den Erlebnissen von Ellie, die eine dirndl-tragende Nageldesignerin in der Gründungsphase mimen muss und Tom, der angeblich Modellflugzeuge baut und dessen moderne Wohnung vom Produktionsteam auf alt getrimmt wird, zeigt die Autorin das auf, was zumindest in meinem Bekanntenkreis viele vermuten, dass nämlich diese und ähnliche Shows von A bis Z durchgeplant sind.

Die Geschichte selbst ist humorvoll und ich musste oft schmunzeln. Sie ist aber auch romantisch und gefühlvoll und vor allem ist sie von der ersten bis zur letzten Seite kurzweilig. Wenn nicht gerade das Fernsehteam vor Ort ist und Ellie und Tom auf Trab hält, passiert etwas im Leben der beiden, was die Kameras nicht mitbekommen.

Jana Lukas hat mir mit ihrem Schreibstil schöne Bilder vom Moseltal in den Kopf gezaubert. Mit ihren Beschreibungen von der Weinlese hat sie mich zurückversetzt in meine Kindheit und ich habe mich daran erinnert, wie wir mit der kompletten Verwandtschaft bei meinem Großonkel im Weinberg standen, bei der Lese geholfen und ehrfurchtsvoll zu den Männern aufgeschaut haben, die die schweren Hotten geschleppt haben. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Jana Lukas die Arbeit auf dem Weingut sehr realistisch beschrieben hat.

„Landliebe“ ist für mich ein perfekter Frauenroman, daher vergebe ich fünf von fünf Eulen.

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  • Dieses Buch ist ein Rezensionsexemplar des Verlages.
  • Vielen Dank dafür.
  • Die Rezension zeigt meine persönliche und ehrliche Meinung auf.

 


Eine weitere Meinung zu diesem Buch findet ihr bei Mona von Tintenhain. 

 


 

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Aufgabe 4) ein Buch mit einem überwiegend gelben oder orangen Cover


Charakter: Tom


-> Deutschland

Meerblick inklusive von Anna Rosendahl

Meerblick inklusive
von Anna Rosendahl
erschienen am 13.03.2017
bei Heyne


  • Klappentext

  • Meine Gedanken zum Buch

Die Protagonistin Meike lebt seit der Trennung von ihrem Freund wieder bei ihren Eltern und versucht, die Familie zusammen zu halten. Zu ihrer Oma hat sie ein inniges Verhältnis, so dass sie nach deren Verschwinden nicht lange zögert und sich auf die Suche macht. Doch war als Suche nach der Oma beginnt, entwickelt sich für Meike zu einer zukunftsweisende Reise.

Anna Rosendahl hat viele wunderbare Charakter in dieses Buch eingebaut, die Meike ein Stück weit auf der Reise begleiten und sie unterstützen. Ihre Landschaftsbeschreibungen fügen sich vor dem inneren Auge zu einem Bild zusammen und den Charme von Amrum vervollständigt sie mit der Verwendung des insel-eigenen Dialekts.

Was mir ein wenig gefehlt hat, ist die Durchgängigkeit von Meikes Bloggerei, die gerade am Anfang eine größere Rolle einnimmt, aber später für mein Empfinden doch stark verloren geht. Auch die Begegnung mit einem Menschen aus ihrer Vergangenheit bzw. das was sich daraus innerhalb kürzester Zeit entwickelt war für meine Begriffe zuviel des Guten.

Insgesamt ist die Geschichte kurzweilig und humorvoll, aber auch romantisch und sie hat mich zum Teil auch nachdenklich zurück gelassen. Das Ende hat Anna Rosendahl relativ offen gestaltet, aber das hat mich nicht gestört.

Ich vergebe 4,5 von fünf Eulen.

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  • Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten.
  • Vielen Dank dafür.
  • Die Rezension zeigt meine persönliche und ehrliche Meinung auf.

 


Eine weitere Meinung zum Buch findet ihr bei Danny.


 

-> Deutschland

#Pfingstlesen_2017 – Tag 3

Weiter geht es mit „Meerblick inklusive“ von Anna Rosendahl, das ich gestern ungefähr bis zur Hälfte geschafft habe.

Wörterkatze fragt:

Bevorzugt ihr Buchreihen oder Einzelbände? Und warum?

Ich mag beides, Buchreihen allerdings nur, wenn die Bücher ihn sich abgeschlossen sind. Mit Trilogien z.B. habe ich meine Schwierigkeiten, weil ich nicht die Geduld habe, zu warten, wie es weiter geht. Deswegen lese ich sie eher selten unbe meist erst dann, wenn alle Bände erhältlich sind.

Update 14.30 Uhr:

Zwischenzeitlich habe ich „Meerblick inklusive“ beendet und beginne nun mit dem Buch „Landliebe“ von Jana Lukas.

Update 20.40 Uhr

Auch bei „Landliebe“ bin ich zur letzten Seite gekommen und starte nun mit „Der kleine Laden der einsamen Herzen“ von Annie Darling.


Bisher gelesen:

  • Pastorin Viveca und das tödliche Kaffeekränzchen (70 Seiten – beendet)
  • Meerblick inklusive (363 Seiten – beendet)
  • Landliebe (319 Seiten – beendet)
  • Der kleine Laden der einsamen Herzen

Pfingstlesen_2017 – Tag 2

Tag 2 starte ich unterwegs mit der Deutschen Bahn. Mein Lesefutter für die nächsten Tage habe ich dabei.

Ich lese meist Bücher die in Deutschland oder den USA handeln, was meinen Lieblingsautoren geschuldet ist. Außerdem mag ich Bücher die in Irland, Schottland oder Skandinavien spielen.

Da ich „Immer wieder im Sommer“ gestern noch fertig gelesen habe, durfte mein Kind aus obigen drei Büchern wählen und hat für mich entschieden. Als nächstes lese ich „Meerblick inklusive“. Dieser Roman spielt wie auch „Immer wieder im Sommer“ auf Amrum.

Das Walmesser von C. R. Neilson

  • Das Walmesser
  • Ein Färöer-Krimi von C. R. Neilson
  • Hörbuch
    • 2 mp3-CDs Laufzeit: 12h 52
    • erschienen am 28.12. 2016
    • bei Random House Audio
    • gelesen von Martin Bross

  • Inhalt

John Callum wacht eines Morgens verkatert am Hafen auf. An den vergangenen Abend hat er keine Erinnerung mehr, aber in seiner Tasche findet er ein Grindaknívur, ein blutiges Messer, das üblicherweise zum Schneiden von Walfleisch benutzt wird. Und in der Stadt gibt es nur ein Thema: der Mord, der in dieser Nacht geschehen ist.


  • Protagonist

John Callum lebt er seit kurzer Zeit auf den Färöer-Inseln. Er konnte eine kleine Hütte anmieten, hat eine Anstellung in einer Fabrik gefunden und in der Hauptstadt Tórshavn schon einige Menschen kennengelernt. Er ist nicht auf Ärger aus, hat sich aber schon einige Feinde gemacht. Dabei wollte er nur weit weg von seiner Heimat Schottland ein neues Leben beginnen.

  • Meine Gedanken zum Buch

Eine kleine Inselgruppe im Nordatlantik. Dreihundert Tage im Jahr Regen. Die Menschen leben von Fischfang, Schafzucht und der Jagd auf Grindwale. Wer freiwillig hierher kommt, ist anderswo vor etwas geflohen.

Wie der Klappentext des Buches beginnt auch das Hörbuch mit einer ausschweifenden Beschreibung der wunderbaren Landschaft der Färör verpackt in die Ankunft von John Callum. Eigentlich ganz nett, wenn ich nicht nach drei Stunden mühsamer Hörzeit immer noch darauf gewartet hätte, dass etwas Entscheidendes passiert.

Mehr als einmal wollte ich das Hörbuch abbrechen, doch ein Blick auf die Statistik der überwiegend sehr guten Rezensionen hat mich zunächst davon abgehalten. Nach einer weiteren Stunde Hörzeit habe ich mir die Rezensionen ein wenig genauer angesehen und festgestellt, dass beim Hörbuch bereits direkt zu Beginn gekürzt wurde.

Durch Zufall bin ich mit einer Bekannten ins Gespräch gekommen, die das Buch gekauft, es abgebrochen hatte, weil es sie nicht überzeugen konnte. Um einen Vergleich zwischen Hörbuch und Buch ziehen zu können, habe ich mir das Buch von ihr geliehen. Auch hier zogen sich die ersten 250 Seiten, doch ich dachte, wenn ein Buch so gute Bewertungen erhält, muss die zweiten Hälfte des Buches phänomenal sein um die „ersten“ Eindrücke auszubügeln.

„Phänomenal“ war aber auch der zweite Teil des Buches nicht, gut, aber nicht überragend.

Während sich die erste Hälfte darauf beschränkt, zu erzählen, wie John auf den Färöer-Inseln angekommen ist, was er seither erlebt und wen er kennengelernt hat, passiert dann (endlich) der Mord, womit dann auch der Untertitel „Krimi“ zu seinem Recht kommt.

Ginge es in dieser Krimi nur um den Mord und die Aufklärung, hätte das Buch möglicherweise sogar vier Eulen von mir bekommen, aber da ich das Buch als Ganzes bewerte, reicht es nur für 2,5 Eulen. Eine halbe Eule lege ich noch für die Covergestaltung (siehe Foto) drauf.

  • Fazit

Nichts für Freunde rasanter Krimis. Um Spaß an diesem Buch zu haben muss man großes Durchhaltevermögen an den Tag legen und ein Faible für die Beschreibung von Land und Leute haben.

Meinen Geschmack hat dieser Krimi leider nicht getroffen. Hätte ich nicht schon so viel Zeit investiert gehabt, hätte ich mit Sicherheit abgebrochen.


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  • Das Hörbuch habe ich vom Verlag erhalten.
  • Vielen Dank dafür.
  • Die Rezension zeigt meine persönliche und ehrliche Meinung auf.

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35) ein Buch das 2016 erschienen ist


  • Titel: (Das) Walmesser
  • Stadt: Tórshavn
  • Land: Färöer

-> Färöer

Die Breznkönigin von Emma Sternberg


Die Breznkönigin von Emma Sternberg
erschienen am 08. Juli 2013
im Verlag Heyne
9,99 EUR

 

 

 

 

  • Inhalt

Fanny ist in der bayerischen Provinz aufgewachsen und hat einen ersten Ausbruch aus der familieneigenen Gastwirtschaft gewagt, als sie in Pforzheim eine Ausbildung zur Goldschmiedin absolviert hat, doch ein Hilferuf des Vaters hat sie vor sieben Jahren zurück geführt und sie hat es nicht mehr geschafft, noch einmal wegzugehen.

Als Quirin, Geschäftsmann aus Berlin, in der Gaststube auftaucht, ist er hin und weg vom Ambiente und vom Essen. Er will die Minghartinger Stuben in der Hauptstadt nachbauen lassen, das Essen nach Omas Rezepten anbieten und Fanny als Geschäftsführerin  nach Berlin holen. Ist das die Chance, von der Fanny immer geträumt hat?

  • Protagonistin

Fanny ist ein Familienmensch und für sie hat sich nie die Frage gestellt, ob sie in der Gastwirtschaft der Oma mitarbeitet oder nicht. Ihr Vater sieht das leider ganz anders, der drückt sich um die Arbeit, wo er kann und auch die Mutter hat nie täglich hinter der Theke oder in der Küche gestanden, sondern arbeitet bei einem größeren Konzern als Sekretärin.

Sie ist ein grundehrlicher Mensch, sehr liebenswert, keine Arbeit ist ihr zu schwer oder zu viel. In Berlin lernt sie nach einiger Zeit Tino und seine Clique kennen und verändert sich. Mal zum Guten, in dem sie aufblüht, mal nicht so gut, als sie von der Arbeit blau macht, was so gar nicht zu ihr passt.

  • Geschichte

Landei trifft auf Großstadt, könnte man meinen. Aber das war hier gar nicht der Fall, denn zuerst einmal geht Fanny in ihrer Arbeit auf und merkt erst nach und nach, dass sie noch nichts von Berlin gesehen hat. Das ändert sich mit der Clique, in die sie hinein rutscht und anschließend Nacht für Nacht um die Häuser zieht. Immer stylisch, immer trendy, aber das ist nicht Fanny, sie möchte sich selbst treu bleiben.

Die Wendungen in der Geschichte waren vorhersehbar, was der Handlung aber keinen Abbruch getan hat.

  • Stil

Vieles, was typisch bayerisch ist, spielt in dem Buch eine Rolle. An aller erster Stelle natürlich das Essen, aber auch Schafkopfen, Dirndl und natürlich der Dialekt. Wer des Dialektes nicht mächtig ist, der kann sich die Übersetzungen auf den letzten Seiten des Buches einholen, aber keine Angst, es sind nur einzelne Sätze oder Wörter im Dialekt, die einfließen.

Der Schreibstil von Emma Sternberg hat mir schon bei Liebe und Marillenknödel gut gefallen, allerdings hatte die Handlung hier einige wenige Längen, so dass es mir leichter gefallen ist, den Reader einfach mal aus der Hand zu legen.

  • Fazit

Das Buch hat mir gefallen, weil es vieles davon aufwirft, was mir auch wichtig ist. Heimat, Familie, zuverlässige Freunde, Ehrlichkeit. Es ist kein typischer Liebesroman, aber sehr unterhaltsam und natürlich mich Happy End. Ich vergebe vier von fünf Eulen.

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