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Helau, Kalau, Ralau

positiv

 

gegessen:

In den vergangenen 14 Tagen hatte ich viel zu viele Termine, bei denen Essen im Spiel war. Ich habe immer versucht, auf Kohlenhydrate zu verzichten, um meine Ambitionen, abzunehmen, nicht vollkommen zunichte zu machen und vor allem, auch genießen zu können. Das hat verhältnismäßig gut geklappt.

gewogen

Erfreulicherweise konnte ich trotz Durchhänger und vieler Genüsse mein Gewicht halten.

gefreut: 

Meine erste Kurzgeschichte ist veröffentlicht 🙂

gegönnt:

reichlich Essen und auch etwas Alkohol

geschafft:

Die neue Homepage, an der ich mitgearbeitet habe, ist online und ich konnte bisher alle mir übertragenen Aufgaben fristgerecht erledigen.

gefunden: 

einen Hut für mein Kostüm

 

geplant: 

den Besuch eines Faschingsgottesdienstes und eines Faschingsumzuges

gelacht

über tolle Beiträge bei der Prunksitzung

gekriegt:

einen Gutschein, der auch schon eingelöst ist

 

gelesen:

die ersten Kurzgeschichten unseres Sammelbandes, der derzeit bereits über neobooks erhältlich ist und in Kürze auch über die anderen Online-Händler bezogen werden kann

gesehen:

die neue Show von Guido Maria Kretschmer (hat jemand den Sinn der Show erfasst, mir sind nur lästernde Frauen in Erinnerung geblieben)

gehört: 

die ersten Kapitel von Das Rosenholzzimmer von Anna Romer

Inspiriert zu diesem Wochenrückblick wurde ich durch Mella von Trampelpfade.

Meine Geschichte aus der Aktion Story Pic 2014

Story Pics

Wer meinen Blog im Jahr 2014 verfolgt hat, der konnte wöchentlich ein Story Pic entdecken. Fast 40 Blogger haben jede Woche ein Bild gepostet und mehrere Schreiberlinge unter der Regie von Sunny haben für jeden der Blogger eine eigene Kurzgeschichte geschrieben, in der die Begriffe, die auf den Bildern zu sehen sind, verwendet wurden.

Wir Blogger wussten weder, wer unsere Geschichte schreibt, noch, wovon sie konkret handelt. Konkret deshalb, weil ich lediglich mein persönliches Genre vorgegeben habe, ich wollte viel Liebe und Romantik sehen :)

Alle Bilder, die mein Schreiberling in dieser Aktion umsetzen musste, findet Ihr bei Pinterest. Sunny, die Initiatorin dieser Aktion, notierte sich jedes Bild und spendete am Ende dieses Jahres 1 Cent pro Bild an die Adra-Stiftung. Außer Sunny haben Sabine, Romy, Iris, Winnie und Claudia an den Geschichten mitgearbeitet. Und auch ich habe einen Beitrag für das eBook geleistet, kann aber hier noch nicht verraten, wessen Geschichte ich geschrieben habe.

Story-Pic-2014-kleiner-Rahmen

Hier kommt die Geschichte, die Romy aus den von mir gespendeten Worten gezaubert hat:

Käse bringt Liebe

Endlich hatte sich Estelle freigeschwommen. Die Wohnung war fertig renoviert. Gewichen waren die grauen Tapeten einem freundlichen und frischen Farbanstrich. Bilder mit mediterranem Flair verzierten die Wände und luden zum Träumen und Verweilen ein. Dazu tönten rhythmische Klänge aus den Lautsprecherboxen der Musikanlage. Estelle liebte die lateinamerikanische Musik, den Schwung und das unbedingte Gefühl, ihre weiblichen Kurven im Takt der Lieder kreisen zu lassen, zumindest so lange, wie sie in ihren eigenen 4 Wänden war. Sie war auf einem guten Weg und voller Entschlossenheit, ihr Leben nun neu zu ordnen. Ihr Sohn Torsten war froh darüber, dass sich seine Mutter irgendwie beschäftigte und ihm seine Ruhe gönnte. So konnte er sich ganz auf sich und seine neue große Flamme konzentrieren, mit der er schon die Hochzeitsglocken läuten hörte. Bei Estelle waren es zwar eher die Alarmglocken, die schrillten, aber anders als sie selbst wollte sie, dass ihr Sohn seine ganz eigenen Erfahrungen im Leben machte. Hätte sie damals nur nicht auf ihre Mutter gehört, die ihr mit Werner eine gute Partie versprach. Mit 20 Jahren hätte sie lieber die Jugend genießen sollen, als den Trauring mit diesem Pfeifenraucher zu tauschen. Mit ein klein wenig Patriotismus mehr würde sie jetzt vielleicht ihren Körper an einen wirklichen Mann lehnen können. Torsten, Estelles Erstgeborener, war das genaue Gegenteil zu Silvia, Estelles Erstgeborener. Silvia hielt Torstens Pläne einer frühen Bindung für absoluten Schmarrn. Noch verärgerter als über Torsten war sie über den Lebenswandel der Mutter, die ihr wie ausgetauscht und entfremdet vorkam. Silvia kam nicht darüber hinweg, wie schnell ihre Mutter scheinbar den Tod des Vaters überwunden hatte. Ständig schob sie Diskussionen an, ob Estelle ihn nicht einmal für einen Augenblick vermisste. Estelle versuchte ihr zu vermitteln, dass dieses Trauerjahr für sie nicht zeitgemäß war. Wegweisend erklärte sie ihr, dass sie jetzt zwar Witwe, aber längst keine alte Frau sei, sondern im besten Alter und gut genug für eine zweite Chance, und warb um Verständnis. Sie konnte ihr schlecht auf die Nase binden, dass sie das Schauspiel einer glücklichen Familie schon viel zu lange aufrechterhalten hatte. Der Kinder wegen und für einen sauberen Leumund gegenüber dem verstorbenen Mann. Die Nachbarschaft hätte sich die Mäuler zerrissen, denn das tat sie schon, seit Estelle als junge Ehefrau in dem Haus eingezogen war. Nein, eine Frau dieser Sorte war Estelle nicht. Überzeugend zückte sie bei Werners Verabschiedung die Taschentuchbox. Ihr Schluchzen tönte unüberhörbar, keine andere treue Witwe hätte es besser machen können. Tränenüberströmt kniete sie ein letztes Mal vor ihm nieder, genau wissend, dass ihr das nicht noch einmal passieren würde. Man könnte durchaus behaupten, dass ihr dieser Unfall gelegen kam. Vielleicht war das Ereignis auch längst überfällig, doch schuld daran hatte nur Werner selbst. Warum musste er zum Feierabend auch immer diesen verdammten Alkohol trinken und sich danach ins Verkehrschaos stürzen? Estelle jedenfalls wusch ihre Hände in Unschuld, was mit dem Dienstsiegel unter dem Toten- und dem Erbschein besiegelt wurde. Inzwischen wusste sie, dass Werner unter einer zunehmenden Sehstörung gelitten hatte, was vermutlich auch für das Unfallereignis ursächlich war. Statt mit Estelle darüber zu sprechen, suchte er Trost im Suff.

Es war kalt in Deutschland, eisig und nass, das sagte ihr jeden Morgen ihr Wetterhäuschen. Die notwendigen Gänge zum Friedhof versuchte Estelle deshalb so selten und knapp wie möglich zu halten. Sie war froh darüber, dass man sich wenigstens auf eine Urnenbeisetzung einigen konnte. Schließlich wollten auch Torsten und Silvia nichts von der Grabpflege wissen. Irgendwie war auch klar, dass mit Auszahlung des Erbteils Ruhe in Estelles Leben einkehren würde. Zumindest von dieser Seite her war alles geregelt, und so konnte sie sich ganz auf das Ausrichten ihres neuen Lebens konzentrieren. Der erste Schritt dabei war die Umstrukturierung der Wohnräume, die so gut wie abgeschlossen war.

In dieser Nacht, es war die Nacht der Zeitumstellung, ließ der Mond Estelle einfach nicht einschlafen. Der nervende Mondschein leuchtete unverdrossen in ihr Schlafgemach. Nicht einmal das überschäumende Schaumbad ließ Estelle zur Ruhe kommen. Gleich morgen würde sie einen schönen Vorhang kaufen, um damit das Fenster zu verdunkeln. Während sie über mögliche Farbkombinationen grübelte, fiel sie in einen tiefen und festen Schlaf. Sie träumte einen ungewöhnlichen Traum. Seinem Inhalt nach würde sie nicht alleine unter dem Weihnachtsbaum sitzen. ‚Pffff’, zischte Estelle durch ihre Zähne, ‚blöder Traum, womöglich noch in diesem Jahr’, dachte sie bei sich, als sie ganz verschlafen und verträumt bei Tagesanbruch erwachte. Das Traumerlebnis war noch schlechter als die Wahrsagerin, zu der sie von ihrer liebsten Freundin Daggi geschleppt wurde.

Ich säääääe, ich säääääe“, sagte diese immer wieder mit krächzender Stimme. Nun, Daggi war über die ihr erteilten Auskünfte recht zufrieden, aber für Estelle war dieser durchleuchtende Röntgenblick die reinste Hölle. Manchmal bereut sie es, dass sie sich nicht die Hände hatte lesen lassen. Dieses Jahr jedenfalls würde sie sich die Freiheit nicht nehmen lassen, das nahm sie sich fest vor.

Werner hätte auch der jüngere Bruder ihrer Mutter sein können. Natürlich war es damals ein Abenteuer für sie. Und bestimmt war die Lebensweise keine schlechte gewesen, doch als der gemeinsame Nachwuchs selbstständig durchs Leben ging, wurde es zusehends langweiliger. Zudem fand Estelle es schrecklich, anständig und ohne große Sehnsüchte, wilde Partys oder verruchte Gedanken zu sein. Es war fast wie ein ewig andauernder Dornröschenschlaf, die Rollen waren klassisch verteilt. Er war den ganzen Tag arbeiten und sie sorgte für das Wohl der Kinder, und das, obwohl sie selbst im Kopf eines geblieben war. Die gemeinsamen Unternehmungen wurden ständig weniger. Gerne saß Werner abends nur noch in der Wohnung und widmete sich seinen eigenen minimalen Bedürfnissen. Immer mehr fühlte sich Estelle im eigenen Heim eingesperrt

Plötzlich wurde Estelle aus den Gedanken gerissen. Aus dem Radio bahnte sich ein Werbeslogan tief in ihren Kopf. „Sommer, Sonne, Sonnenschein, der erste Schritt in Sachen Urlaub führt zu uns! Besuchen Sie unsere Reisebüros und buchen sie ihren Urlaub – jetzt!“

Ferien, die Idee gefiel Estelle. Eine Auszeit wäre toll und so brach Estelle mit ihrem Tagesvorhaben, einen Vorhang für das Schlafzimmer kaufen zu wollen, und trat stattdessen den Weg ins Reisebüro an. Auf dem Weg dorthin würde sie gleich in der Bank bei ihrer liebsten Freundin Daggi vorbei schauen können. Daggi war Estelles Engel, ihre Vertraute und ihr Lichtblick. Wenn sich die Wolken über ihrem kleinem Himmel zuzogen und wann immer sie jemanden brauchte, die Freundin war für sie da. Besonders nach Werners Unfall holte Daggi sie zurück ins Leben und das war gar nicht so leicht für Estelle, denn sämtliche organisatorischen Fäden hatte Werner in der Hand gehalten.

Frankreich, Italien, Palma …’, schoss es Estelle durch den Kopf. Sie machte sich Gedanken, wo sie die Reise hinführen könnte, entschied aber dann, dass ein ruhiges Hotel in Südtirol fürs Erste reichen sollte. Frische Luft, naturnahes Leben, schneebedeckte Bergkämme und am Abend verwöhnende Stunden im hoteleigenen Spa genießen, das klang doch gut. Und eine Anreise per Auto, das schien für den ersten Ausflug am sinnvollsten, denn auf großen Flughäfen oder Bahnhöfen würde sich Estelle noch klein und verloren vorkommen, ganz abgesehen von fehlenden Reisedokumenten oder nötigen Schutzimpfungen.

Das hebe ich mir für später auf, immer schön Schritt für Schritt, einen vor den anderen’, so wie es ihr ihre Freundin Daggi immer ans Herz legte.

In der Bank lief Estelle zielgerichtet zum kleinen Büro der Freundin. In der Schnellversion erzählte sie Daggi von ihrem Vorhaben. Sichtlich überrascht über so viel Spontanität zahlte Daggi ihr den gewünschten Betrag vom Sparbuch aus. Daggi riet Estelle ja schon lange zu einer ordentlichen Kapitalanlage, aber von diesen Geschäften verstand Estelle nichts. Werner hatte, seinem Alter entsprechend, eher altbacken gehandelt. Es erleichterte sie, dass sie sich nicht mit Geldanlagen beschäftigen musste. Da war ihr das althergebrachte Sparbuch zehnmal lieber.

Die Luftveränderung wird dir gut tun, da bin ich sicher. Ruf mich an und lass mich wissen, wann es losgeht“, rief sie Estelle hinterher, die tänzelnd wie ein kleines Kind das Büro verließ. Daggi freute sich darüber, dass die Freundin von Tag zu Tag mehr aufblühte.

Unterwäsche, Mantel, Sonnenbrille, Zahncreme… langsam hatte Estelle alle Dinge der Reiseliste in den Koffer verfrachtet. Wie gut, dass sie mit dem Auto reiste, all das Gepäck bei einer Flugreise wäre die reinste Schwerstarbeit geworden.

Mit gepuderter Nase schloss sie in den frühen Morgenstunden ihre Wohnungstüre zu. Als sie am Haus der Freundin vorbei fuhr, um den Briefkastenschlüssel zu hinterlegen, weil sich sicher einige Post während ihrer Abwesenheit ansammeln würde, hupte sie nochmal kräftig. Sie stellte fest, dass dies im leichten Dunkel der Nacht besonders viel Spaß machte. Der Schall der Hupe durchdrang die gesamte Nachbarschaft. Estelle drehte das Autoradio laut und trommelte gut gelaunt mit den Fingern zum Takt der Musik auf ihrem Lenkrad. Wie gut, dass sie inzwischen die Bedienung des Navigationssystems geschickt beherrschte, denn Autofahren und Karte lesen, das wäre zu viel geworden. Bei dem Gedanken erinnerte sie sich an den Verkaufsberater des Elektronikmarktes. Als er ihr angeraten hatte, die Männerstimme am Navigationssystem einzustellen, fuhr sie ihn energisch an, dass sie den Teufel tun und sich nie mehr von einem Mann herumkommandieren lassen würde. Kreidebleich und mit weit geöffnetem Mund stand er da. Erst nach dem erregten Wortschwall las Estelle auf seinem Namensschild, dass er ein Auszubildender war. Gewiss würde er bei diesem Verkaufsgespräch fürs Leben hinzugelernt haben, zumindest jedoch, mutmaßte sie, erhielt er die Erkenntnis, dass er einen gewissen Mindestabstand zum Kunden halten musste. Hätte Estelle vorher von seinem Ausbildungsstand gewusst, hätte sie ihn nicht so angefahren. Aber der Storch war abgeflogen und so konnte sie nur noch retten, was zu retten war und kaufte das von ihm empfohlene Gerät. Nun fuhr sie mithilfe des Navigationssystems immer dem Sonnenaufgang entgegen. Kilometer für Kilometer näherte sie sich ihrem Ziel.

Das Berghotel sah in natura weitaus schöner aus, als sie es anhand des Reisekataloges in Erinnerung hatte. Ein familiäres Hotel von mittlerer Größe, mit Spa & Wellnessbereich, Sonnenterrasse, hauseigenem beheizten und überdachten Pool und guter gastronomischer Versorgung, so hatte es ihr die Dame im Reisebüro angekündigt. Und damit hatte sie nicht zu viel versprochen.

Herzlich wurde Estelle beim Check-in begrüßt. Das schwere Gepäck übernahm der Portier, der sie auf ihr Zimmer begleitete. Hier würde sie also für die nächsten 7 Tage residieren. Ein Raum mit großem Balkon, geschmückt mit den schönsten und üppigsten Begonien, die Estelle je gesehen hatte. Dazu ein unübertreffbarer Ausblick über die zu Füßen liegende Ortschaft und auf den sich emporreckenden Berg mit seinen grünen Wiesen und Wäldern. Zu ihrer Überraschung stand auf dem Balkon auch ein Strandkorb bereit. Es war herrlich, hier würde sie eine tolle Zeit verleben.

Estelles Tage vergingen wie im Flug. Sie begab sich auf verschiedenste Wandertouren, erkundete die Städte und Einkaufszentren der Umgebung und kaufte sogar ein paar schöne Kleidungsstücke. Mit Sessel- und Kabinenliften fuhr sie hinauf bis zu den Berggipfeln. Sie verewigte sich in einigen Gipfelbüchern und staunte über jedes Gipfelkreuz, das sie erreichte. Abends ließ sie sich im Hotel verwöhnen. Hot-Stone-Massage, Sauna und Heubett, sie bereute fast, dass sie sich so etwas nicht schon viel eher gegönnt hatte.

Der nächste Morgen begann sehr zeitig, denn auf Estelle wartete ein weiter Weg. Die Wanderschuhe waren geschnürt und der Rucksack gepackt. Im Aushang der Herberge wurde auf eine besondere Veranstaltung hingewiesen: Auf der Bergalm fand einmal pro Woche eine öffentliche Führung statt. Inklusive Besichtigung der Almhütte, der Stallanlagen, Blick in die Sennerei und dem hautnahen Erlebnis der Käse- und Butterherstellung mit anschließender Verköstigung. Estelle hatte noch nie gesehen, wie man Käse herstellte. Als bekennende Liebhaberin konnte sie sich diese Vorstellung keinesfalls entgehen lassen. Schwer atmend hangelte sie sich den Berg nach oben, die Berghütte war noch immer nicht zu sehen. Dafür aber hörte sie das Läuten der Kuhglocken. Ein Blick auf die Uhr verriet ihr, dass schon in einer halben Stunde die Führung begann. Endlich erblickte sie ihr Ziel. Auf dem Vorhof der Almhütte hatte sich bereits eine große Menschentraube versammelt. Wie gut, dass sie so knapp kam, viele Menschen bereiteten ihr immer noch leichte Bauchschmerzen.

Estelle fand die Erklärungen total spannend. Die Gäste erfuhren, was die Kühe in der Nacht machten und wo sie herkamen. Was eine Bio-Kuh ausmachte und was sie fraßen, denn auch nachts, wenn die Kühe im Stall standen, wollten sie etwas zum Kauen. Es gab dann Schrot und Pellets, erklärte der Hirtenjunge. Der Wirt, der die Führung begleitete, verriet ihnen, dass er seinen Lieblingskühen sogar Kosenamen gab. Sie sahen, wie die Milch zu Käsebruch verarbeitet wurde, der anschließend in die Käseform gefüllt wurde. Sie waren live dabei, als die Butter im Butterfass geschleudert wurde. Außerdem erfuhr die Gruppe reichlich Interessantes über den Alltag auf der Alm, über den Wirt und seine Familie, den Senner, den Hirten und die Magd. Obwohl das Leben doch sehr beschwerlich erschien, so klang es wie ein Dasein in Harmonie. Während der Führung wurde Estelle auf einen Mann aufmerksam. Er sprach lange und intensiv mit dem Senner und dem Almwirt. Sie sperrte die Ohren auf, um das Gespräch verfolgen zu können. Dabei wandte sie den Männern den Rücken zu und tat so, als würde sie die Käselaibe beobachten, die in der Salzlake reiften. Naja, viel zu sehen gab es nicht, aber in ihrem Reifebad sahen die runden Laibe zum Anbeißen lecker aus und nach dem schweren Aufstieg wäre solch ein Käse jetzt genau das Richtige. Ein Käserad würde sie für Daggi mitnehmen, das war ein ausgefallenes Mitbringsel. Sicher würde sich die Freundin ungemein darüber freuen. Sie lauschte noch immer dem Gespräch, in dem es inhaltlich um Lab und wichtige Arbeitsschritte in der Käseproduktion ging. Doch so sehr sie sich auch bemühte, sie konnte dem Verlauf nicht folgen, ohne dass es auffiel. Estelle bemerkte, dass ihr der Mann bereits mehrfach zugelächelt hatte.

In der Tat schien er alleine da zu sein, aber was hieß das schon, bei diesen schönen Augen. Sie waren faszinierend, er war faszinierend. Augen, so hellblau wie der Ozean und Wimpern lang und dunkel, dazu ein leichter Bartansatz und volles, gewelltes Haar, von dem immer wieder eine Strähne über seine Stirn in sein Auge rutschte. Jedes Mal, wenn er sich die Haarsträhne hinters Ohr zu klemmen versuchte, blickte er zu Estelle, die am liebsten im Erdboden verschwunden wäre. Waren das Annäherungsversuche? Allmählich schien den kleinsten Besuchern der Führung die Zeit zu lang zu werden. Ungeduldig zogen sie am Kittel des Senners, der sich noch immer unterhielt. Mit Tritten gegen seine schwarzen Gummistiefel versuchten sie zusätzlich, die Aufmerksamkeit des Wirtes auf sich zu ziehen. Immer wieder fragten sie, wann sie endlich vom Käse kosten durften. Gerade setzte einer der Buben erneut zu einem Tritt an, als ihm der Senner zuvor kam. Mit beiden Händen schnappte er das Kerlchen, wirbelte ihn hoch in die Luft und rief, während er den Jungen über seinen Kopf kreisen ließ, dass es jetzt so weit war. Er stellte das leicht taumelige Kind auf die Beine, währenddessen der Wirt zeitgleich seine Gäste dazu aufforderte, ihm zu einer deftigen Brotzeit in die Gaststube zu folgen.

Die rustikalen Tische des Gastraumes waren schon eingedeckt. Auf allen Tischen standen schwere Bretter aus behandelten Baumabschnitten, bestückt mit Brotscheiben, Butterkugeln und Käsewürfeln. Daneben Gläser, Tassen und Krüge, gefüllt mit Kuh- und Buttermilch. „Alles hier ist frisch produziert“, gab der Wirt zu wissen. Sichtlich erleichtert war Estelle, als sie den eingedeckten Tresen sah. Allein hätte sie sich niemals an einen großen Tisch gesetzt, also kletterte sie auf einen Hocker und nahm eine Scheibe Brot. Die Wirtschaft war sehr gemütlich, so wie man es sich vorstellte, mit Dielen und Holzverkleidung an den Wänden und der Decke, mit rustikaler Bestuhlung und rot-weiß karierten Tischdecken und Vorhängen. Über der Türe hing ein Kreuz und an den Wänden Fotos, die Prominente zeigten, die der Hütte bereits einen Besuch abgestattet hatten. Plötzlich blieb Estelles Blick fest an den Bildern kleben. Jedoch nicht wegen der Personen, die darauf zu sehen waren. Nein, sondern weil sie spürte, wie sich genau der Mann neben sie auf den Hocker setzte, den sie – oder der sie – zuvor schon bei der Führung beobachtet hatte.

Bloß nicht hochgucken’, schoss es ihr durch den Kopf. Sollte er sie wirklich betören? Mit Sicherheit war er ein Schönling und Aufreißer, und gerade, als sie ihn gedanklich in eine Schublade stecken wollte, verwickelte er sie in ein Gespräch. „Na, schmeckt es?“, erkundigte er sich. Da war es auch schon passiert. Estelle verschluckte sich direkt an einem Brotkrümel. Sie versuchte kläglich, den Hustenreiz zu unterdrücken, ohne Erfolg. Der Mann zögerte nicht lang und mit geübter Hand klopfte er ihr auf den Rücken. „Geht es wieder?“, fragte er, nachdem sich der Zustand der vermeintlichen Patientin, die unumstößlich einräumen musste, dass er ihr das Leben gerettet hatte, deutlich verbesserte. Dass er heute noch Lebensretter sein würde, hätte er sich nicht träumen lassen. Glücklich darüber, sie in Sicherheit zu wissen, lächelte er ihr zu. Unweigerlich trafen sich ihre Blicke und blieben für einige Sekunden aneinander haften. Der Schönling hatte nicht nur faszinierende Augen, sondern auch eine wunderschöne, sanfte Stimme. Er griff nach den Milchgläsern und schob Estelle eines zu. Mit einem „Prost, auf dein neues Leben!“ unterstrich er die Geste. „Ich hoffe doch, es ist o. k., wenn ich dich nach dieser heldenhaften Tat duze“, sagte er und hielt ihren Blick fest, als würde er eine Antwort darin suchen. Sie war einen Augenblick sprachlos. Nur zögerlich brachte sie ein „Danke“ heraus und hob ihr Getränk. Natürlich wusste er, dass er die schönsten Augen auf der ganzen weiten Welt besaß und setzte sie deshalb sehr gekonnt ein. Aber, wo sie ohnehin hier saß, konnte sie auch ein nettes Gespräch führen und sich in Offenheit üben. Als er das Glas absetzte, entdeckte Estelle das süße Milchbärtchen, das sich über seinen Lippen gebildet hatte. Sie nahm ein sauberes Taschentuch aus dem Rucksack und fragte mit einem Lächeln: „Darf ich?“ Sie wickelte das Tuch über den Zeigefinger und wischte sanft über seinen Mund. Wieder trafen sich ihre Blicke. Estelle verspürte eine ihr bis dahin unbekannte Emotion. In ihrem Bauch begann es zu kribbeln und zeitgleich schien sich ihr der Magen zuzuschnüren. Noch nie hatte sie ein solch schönes und sich zugleich vertraut anfühlendes Gefühl empfunden. Sie, die verwitwete Frau und das Sahneschnittchen, an das man gerne seinen Kopf lehnte.

,Was ist das, was soll das, was passiert hier?´ Estelle war sehr verunsichert. Mit zögerlicher Stimme fragte sie, ob er auch Käse mit nach Hause nahm. Nun erwartete sie, dass er gestand, eine Partnerin und Kinder zu haben, die auf ihn warten und denen er mit dem Käse eine Freude machen würde. Er erklärte ihr, er wäre hier, um zu erfahren, wie man Käse selbst herstellte, denn da wo er daheim war, gab es keinen vernünftigen. Estelle verstand nicht. „Was?“, fragte sie. „Also, wenn ich Käse essen möchte, gehe ich zur Käsetheke!“ 

Er fand das Gespräch offensichtlich belustigend, doch er fuhr fort. „Weißt du, bei mir gibt es keinen solchen Käse, wirklich nicht. Wo ich wohne, wird Milch nur getrunken, aber nicht weiterverarbeitet.“

Er sagte, dass er den Zustand ändern wollte. Alles klang so abenteuerlich, das Estelle nur zögerlich fragte, wo er denn zu Hause sei. Sie offenbarte, dass sie keinen Ort kannte, an dem es keinen Käse gab. Er erwiderte, dass er ein kleines Stück Land geerbt und sich damit einen Lebenstraum erfüllt hatte. Eine Farm mit Gästezimmern. Es sei schön in Panama, fuhr er fort. Jetzt wäre der Moment passend, in dem sich Estelle verschlucken sollte. Es war, als spürte sie tausend Messer in ihrem Bauch. Da traf man einmal einen interessanten Mann und dann wohnt der am Ende der Welt. Er erklärte, dass seine Angestellten schon viel dazulernten, aber einfach sei es für ihn nicht, so allein und ohne Frau. Er habe deutsche Wurzeln und lange in Deutschland gelebt, eben bis er nach der Erbschaft ausgewanderte. Doch er konnte nicht anders, nachdem er das schöne Fleckchen Erde gesehen hatte, war es um ihn geschehen, es war eben das perfekte Stück Erde. Sein Hotel liefe gut und doch musste sein Angebot noch besser werden, der Konkurrenz immer ein Stückchen voraus. Er wollte vom Senner Lab kaufen und hegte die Hoffnung, dass er es nach Panama einfliegen lassen durfte. Nun stand er von seinem Hocker auf und erklärte, dass er einmal im Jahr für einen Abstecher in sein altes München zurückkäme. In diesem Jahr habe er zusätzlich noch eine Spritztour hierher machen wollen, ehe er wieder zurückfliegen musste. Jetzt, genau jetzt, sei es an der Zeit, dass er abreisen müsse. Sein Flieger startete bald und er sei schon zu spät dran. Er könne nicht länger warten und dabei wäre er schrecklich gerne geblieben, wegen dieser überaus bezaubernden Begegnung. Estelle kam sich vor, als sei sie mitten in einem Märchen gelandet, in dem sie die Rolle des Prinzen spielte und er das Aschenputtel, gerade gefunden und schon wieder weg.

Nächstes Jahr, zur selben Zeit, am selben Ort“, rief er und fügte hinzu, „mein Herz und ich, wir freuen uns darauf, dich zu wiederzusehen!“

Wie versteinert saß Estelle auf ihrem Hocker. Sie fühlte sich, als wenn sie aus einem Traum gerissen worden wäre und plötzlich in der Realität erwachte. Knall auf Fall war sie wieder die verwitwete Frau, die allein in der Einsamkeit saß und nach ein wenig Zuneigung suchte, Zuneigung von diesem Mann. ‚In einem Jahr! Als ob ich dann hier sein würde, was denkt der sich? Erscheint wie eine Fatamorgana in meinem tristen Leben, bringt es für einen kurzen Moment zum Blühen und lässt es dann doch verdursten.’

Zum Heulen war es ihr zumute.

Panama, wo ist das eigentlich?’

Tausend Gedanken schossen ihr durch den Kopf, während sie den Abstieg von der Alm antrat. In ihrer Grübelei vergaß sie ganz, dass sie Daggi ein Käserad mitbringen wollte. Diese Augen, das Gespräch, der Moment, alles war so schön, aber wofür?

Mehrere Monate waren seit Estelles Urlaub nun schon vergangen und sie verliefen so, wie es eben laufen sollte. Doch dann kam das Fest der Liebe und in ihr keimten die Erinnerungen auf. Sie dachte an ihren blödsinnigen Traum, nachdem sie nicht alleine unter dem Weihnachtsbaum sitzen würde. Mochte sein, dass der Traum das Jahr dazu nicht vorgab, aber es wäre so schön. Weihnachten mit den wunderbaren blauen Augen und mit ihm im Arm, ja, diese Erfüllung ersehnte sie herbei. In Estelle stieg ein Begehren auf, das sie fast um die Vernunft brachte.

Dann fiel es ihr wie Schuppen von den Augen, jetzt verstand Estelle, was da passiert war. Doch konnte das tatsächlich sein, ausgerechnet bei ihr, wo sie nie an die Liebe auf den ersten Blick geglaubt hatte? Schmerzlich stellte sie fest, wenn sich so die Liebe anfühlte, dieses nicht mehr schlafen können, keinen klaren Gedanken mehr fassen können und dieses Kribbeln im Bauch. Wenn sie an den Moment am Tresen zurückdachte, dieses Auf und Ab, von Himmel hoch jauchzend bis zu Tode betrübt, ja, wenn so Liebe ist, dann muss die Liebe ein riesengroßer Arsch und ein richtiges Schwein sein.

Estelle nahm das Telefon in die Hand und wählte die Nummer ihrer besten Freundin: „Du musst zu mir kommen, jetzt, sofort und auf der Stelle, bitte, ich brauche dich, gleich!“ und noch ehe Daggi etwas sagen konnte, hatte sie aufgelegt. So aufgelöst hatte die Freundin Estelle noch nie erlebt, nicht einmal als sie die Nachricht von Werners Unfall erhalten hatte.

Was war nur passiert? Daggi ließ die Freundin niemals im Stich und sie wusste, dass es umgekehrt genauso war. Sie schwang sich in ihr kleines Auto und brauste los. Sie hatte keine Ahnung, was sie bei Estelle erwartete und sie ahnte nicht einmal, was passiert sein konnte. Voller Angst riss sie Estelles Wohnungstüre auf, nachdem sie ihren Notfallschlüssel benutzt hatte. Im Normalfall hätte sie geklingelt, aber bei so einem Hilferuf galt es, keine Zeit zu verlieren. Im Wohnzimmer fand sie ein verheultes Elend auf der Couch liegend vor. Rings herum lagen zusammengeknüllte Taschentücher, Chips, Schokoladenpapier. Auf dem Tisch stand eine Flasche Sekt ohne ein dazugehöriges Glas. Wortlos drückte Daggi ihre Freundin fest an sich. Für einige Minuten schien die Zeit stillzustehen, und als Estelle noch mehr zu schluchzen und zu jammern begann, fand Daggi endlich den Mut zu fragen, was passiert war. Estelle versuchte zu erklären, doch im durchgemachten Katzenjammer verstand Daggi nur Bahnhof.

Schatz, bist du betrunken?“, fragte sie, stellte dann jedoch fest, dass aus der Flasche nicht ein einziger Tropfen fehlte. Sie ging zur Vitrine, entnahm 2 Sektkelche und füllte diese randvoll. Sie stellte die Gläser auf den Tisch und drückte ihrer Freundin ein Taschentuch in die Hand. „So, und jetzt nochmal von vorne, was ist passiert?“

Es ist entsetzlich“, noch immer mit wenig gefasster Stimme fügt Estelle hinzu: „Glaub es oder glaub es nicht, ich bin verliebt und es fühlt sich einfach nur schrecklich an. Ich weiß nicht mehr, was ich tue. Ich kann nicht schlafen, ich fühle mich leer und unvollständig. Und dann…, dann denke ich an diese blauen Augen, an diese schöne Stimme und den überaus peinlichen Brotkrümel, an dem ich fast erstickt wäre“.

Daggi verstand noch immer nicht, wovon Estelle da sprach. Die sonst sehr redegewandte Daggi fand keine Worte. Ihre langjährige Freundin so zu sehen tat ihr zutiefst im Herzen weh. Noch vor einer Stunde hätte sie jemanden, der ihre beste Freundin als Opfer der Liebe auf den ersten Blick erklärte, als absoluten Vollpfosten betitelt. Sie musste die Situation oft aus Estelles Mund hören, und als sie den Sinn der Erklärungen endlich verstand, empfand auch sie eine innerliche Leere. Sollte sie ihrer Freundin raten, in ein paar Monaten wieder dort hinzufahren? Sich womöglich auf einen Spinner einzulassen, nur um zu erfahren, dass er ihr noch mehr wehtat, weil er selbst nicht da wäre? Oder sollte sie empfehlen, sich auf Panama vorzubereiten, zu informieren, Bücher zu verschlingen, das Internet zu befragen? Im Ergebnis jedenfalls musste Daggi festhalten, dass Estelle heute wahrhaftig nicht untertrieben hatte „Schatz“, sagt sie, „folge deinem Herzen und deinem Instinkt. Egal was du tust, ich stehe voll und ganz hinter dir. Gemeinsam haben wir schon so viele Situationen gemeistert, auch diese werden wir schaffen, ob es nun an das Vergessen geht oder auf ins Abenteuer, wie dem auch sei, ich bin immer für dich da.“

Der nächste Tag begann mit einem Katerfrühstück. Daggi ging in die Küche, nahm die Pfanne in die Hand und bereitete Eier mit Speck zu. Fettig und herzhaft, der Gedanke war gruslig, doch genau das konnte helfen, den Tag erträglich zu machen. Auch Estelle kam langsam zu sich und stellte ihren bedingt funktionierenden Körper unter die Dusche. Beim ersten Blick in den Spiegel meinte sie, ein ihr völlig fremdes Spiegelbild zu sehen. ‚Ach, was solls, ich kenn dich zwar nicht, aber ich wasch dich trotzdem’, dachte sie mit Galgenhumor und tat genau das.

War das eine Nacht gewesen. Nachdenklich stach Estelle mit der Gabel in ihrem Frühstück herum und murmelte: „Ich fürchte, das Leben geht weiter, oder?“

Daggi nickte Estelle zu. „Das wird es und gewiss wird es gut werden. Nun weißt du, wie sich das Chaos der Liebe anfühlt. Wenn du es nur zulässt, wird es dir wieder passieren, und diesmal wird es der Richtige sein. Ob so oder so. Weißt du, der Prinz im Märchen, der hatte einen Schuh. Und du, du hast ein Datum. Zwar erst in über einem halben Jahr, und realistisch gesehen ist es vielleicht vergebene Liebesmüh, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Du hast so lange Zeit mit Werner verbracht, warum nicht ein wenig länger geduldig bleiben und möglicherweise doch noch die große Liebe finden, wenn auch über Umwege!“

Das Frühstück schmeckte an diesem Morgen weder Estelle noch Daggi, was mitnichten an Daggis Kochkünsten lag. „Ein gesunder Geist ruht in einem gesunden Körper!“, versuchte Daggi abzulenken und lud ihre Freundin zu einer Runde Morgensport ein.

Komm lass uns am Rheinufer laufen gehen, oder um den Schlosspark, von nun an gerne jeden Tag. Wenn dann im See die Seerosen blühen, bist du auf dem Weg zu deinem Prinzen oder du hast ihn vergessen, es liegt ganz an dir.“

Ja“, sagte Estelle, „ablenken und warten auf die Dinge, die da kommen werden, wenn es hilft.“

Sie stürzte sich in die Arbeit, brachte Ordnung in ihre lose Blattsammlung an Papieren und Unterlagen und räumte mit dem vergangenen Jahr auf. Das Projekt Steuererklärung würde bald ein jähes Ende finden und sie schwor sich, wie all die Jahre zuvor, dass sie es mit der nächsten Steuererklärung besser machen würde. Sie nahm sich fest vor, in diesem Jahr die Unterlagen gleich zu ordnen. Wenn sie jetzt nicht zu ihrem Computerunterricht müsste, hätte sie wohl gleich angefangen, aber das musste nun doch erst einmal aufgeschoben werden. Ein Kurs in der Volkshochschule sollte Estelle den Einstieg in die Computerwelt öffnen. Während ihre Freundin Daggi nämlich nur so auf der Tastatur klimperte, wusste Estelle nicht mal, wo man so einen Computer anschaltet und das konnte so nicht bleiben. Sie wusste, wenn sie aktiv am Leben teilhaben und einen Job annehmen wollte, was sie aufgrund der Hinterlassenschaft von Werner nicht nötig hätte, aber dennoch als Option für sich sah, müsste sie sich diese Möglichkeit erhalten. Das umfangreiche Kursangebot überraschte Estelle so sehr, dass sie sich zusätzlich für das Erlernen der englischen Sprache einschrieb. Englisch und Computer liegen ja bekanntlich nahe beieinander. Die Kurse lagen ihr, Estelle fand sichtlich Gefallen an der Technik, sie war eine gute Schülerin und begriff rasch.

Nun stand der Termin beim Steuerberater an. Schon beim Betreten des Büros stellte sie fest, dass weder das Foto einer Frau noch das eines Kindes auf seinem Schreibtisch stand. Schnell war klar, warum sie so übertrieben freundlich in Empfang genommen wurde. Schon beim Sichten der Unterlagen wusste der Herr Steuerberater, dass er augenscheinlich Freiwild vor sich sitzen hatte. Über seine kläglichen, womöglich letzten Versuche, sich einer Dame zu nähern, konnte Estelle nur lachen und so erteilte sie ihm eine Abfuhr nach der anderen.

Eine Biene sollte ihn stechen’, dachte Estelle bei sich. Weihnachten mit einem Steuerberater unter einem Baum zu verbringen war für sie keine Option. Er wusste ja schon jetzt nur von seinen beruflichen Anekdoten zu erzählen. Sie war überzeugt, dieser Berufsstand verpackte sämtliche Möglichkeiten des Lebens in Buchungssätze, um zwischen lohnt und lohnt sich nicht unterscheiden zu können. Nein, auch hier wäre sie nur die Dekoration gewesen und darauf hatte sie wenig Lust.

Um nicht ganz alleine in der Wohnung zu sein, hatte sich Estelle einen kleinen Lebensbegleiter zugelegt. Sie genoss es, abends nach den Kursen auf der Couch mit Lucky, der Katze, zu sitzen und ihre Gesellschaft zu genießen. Auch ein Laptop stand nun auf dem Schreibtisch und bald würde noch jemand in ihre Wohnung einziehen. Die Tochter einer Bekannten beabsichtigte in der Nähe eine Ausbildung zu beginnen und hatte zur Überbrückung ein Dach über dem Kopf gesucht. Estelle hatte sich als Schlupfloch angeboten. Die Wohnung bat genügend Platz für zwei und wäre sie einmal für längere Zeit nicht da, so würde ihr Zuhause nicht leer stehen und Lucky versorgt sein.

Nichts überließ Estelle dem Zufall. Chatten, Skypen, Hangouts, Englisch, wer weiß, vielleicht würde sie es ja doch bald brauchen. Es konnte funktionieren, da war sie sicher und innerlich bereitete sie sich auf die Möglichkeit des Dates vor. In ihrem kleinen Umfeld aber hatte sie es nur Daggi anvertraut. Die anderen Bekannten hätten sie für verrückt erklärt, sich auf so etwas einzulassen. Die Chance, so gering sie auch war, sie wollte sie sich nicht entgehen lassen. Bald war die Zeit überstanden und Estelle konnte wieder nach Tirol reisen. Komme was wolle, sie war vorbereitet. Der Reisepass war besorgt und eine Urlaubsberatung bei ihrer Hausärztin in Anspruch genommen worden. Sogar YouTube-Videos über verschiedene Flughäfen schaute sie sich online an. Egal wie es passieren würde, Estelle konnte so oder so weiterleben. Nichts war umsonst, die wahre Siegerin war sie schon jetzt.

Als Estelle das Reisebüro aufsuchte, kam es ihr vor, als habe jemand an der Uhr gedreht. Sie fühlte sich um ein Jahr zurück versetzt, als sie die Füße erneut in das Geschäft setzte. Überraschenderweise konnte sich die Angestellte noch an sie erinnern, sicher half ihr das Anwenderprogramm nebst Stammdatenverzeichnis dabei, aber das konnte Estelle egal sein.

Bring mir Liebe oder einen Käse mit“, gab Daggi ihr mit auf den Weg, als der Tag der Tage angebrochen und es an der Zeit war, sich zu verabschieden. „Ich wünsche dir alles Glück der Welt, du hast es verdient!“

Sie half ihrer Freundin den Bahndamm hinauf. Dieses Mal würde Estelle nicht mit dem Auto reisen. Sie hätte keinen klaren Gedanken fassen können und wäre wahrscheinlich zu einem Risiko für sich und alle anderen Verkehrsteilnehmer geworden.

Estelle buchte genau das Zimmer, in dem sie schon vor einem Jahr gewohnt hatte. Außerdem heuerte sie den Sohn der Gastfamilie an. Per Kutschfahrt wollte er sie zur Alm hinauf bringen, aber das lehnte Estelle dankend ab. Sie sei zwar nicht mehr die Jüngste, bestand jedoch darauf, dass er stattdessen das Moped nahm, denn sie durfte auf keinen Fall das Abenteuer ihres Lebens verpassen. Die Cross-Tour war nicht gerade das, was man als angenehme Art zu Reisen bezeichnen konnte, denn rücksichtslos brauste der Jüngling über Steinmandl und Baumstämme hinweg, aber wenigstens war sie zeitig genug angekommen. Schnell steckte sie dem Burschen einen Geldschein zu und schon war der auf seinem Moped wieder davon gebraust.

Zaghaft öffnete Estelle die Tür zur Wirtschaft, sie war menschenleer. Bis auf den Hund des Wirtes war niemand da. Eine Frau kam aus der Küche, es war nicht zu übersehen, dass sie ein Kind in sich trug. Sicher würde es bald soweit sein, so sehr stand der Bauch unter der Schürze hervor. Höflich wurde sie gefragt, was man ihr bringen könne, doch Estelle konnte keinen klaren Gedanken fassen. „Ich, eigentlich, ich“, stammelte sie vor sich hin.

Ich empfehle Ihnen eine frische Buttermilch, ein Produkt des Hauses, gerade aus der Produktion gekommen“, sagte die Wirtin. In der Wirtschaft hatte sich nichts verändert, alles war noch so, wie es Estelle in ihrer Erinnerung hatte, abgesehen von dem dicken Bauch der Wirtsfrau. Diese Stille im Raum. Immer wieder schaute sie zur Tür hin, ob sie sich nicht doch öffnen und jemand eintrat? Ob er hereinkam. Immerhin, sie war am richtigen Ort, doch die Tür, sie blieb geschlossen.

Ja, die Buttermilch bitte, und sagen Sie, die Führungen, finden die nicht mehr statt?“ Die Wirtin verneinte, verwies auf ihren Umstand und die verschärften Hygienevorschriften. Beides ließ die Führungen nicht mehr zu. Zugleich bot sie aber an, eine Videodokumentation vorzuführen.

Ja, das wäre schön“, sagte Estelle, die Ablenkung gebrauchen konnte. Er war also nicht da. Geduldig wartete sie. Die Dokumentation flog an ihr vorbei. Immer öfter fragte sie sich, wie sie so naiv gewesen sein konnte, auch nur einen Funken Hoffnung zu haben, dass er da sein würde, um sie in die Arme zu nehmen und ihr zu sagen, wie schrecklich doch das vergangene Jahr für ihn gewesen sei. Langsam bahnte sich eine Träne den Weg über ihre Wange, der Film machte es ihr auch nicht einfacher. In Gedanken sah sie ihn vor sich stehen, wie er mit dem Senner und dem Wirt sprach. Und da, da waren die leckeren Käseleibe zu sehen, wie sie in ihrem Reifebad schwammen. Nun würde sie einen Käse kaufen müssen, als Geschenk für Daggi, damit sie wenigstens nicht völlig umsonst hier gewesen war.

Die Dame, Ihre Buttermilch, frisch aus der Küche“, sprach eine Männerstimme sie von der Seite an. Estelle schaute nicht auf. Sie wollte nicht, dass die Tränen gesehen wurden.

Es ist wohl besser, kein Brot zu reichen!“, sagte er.

Was? Konnte das sein? Die Stimme kam ihr so vertraut vor. Estelle schloss die Augen und genoss den Moment. Ja, jetzt war sie sich sicher. Er ist es, ja, er ist es, er der ihr fast das ganze letzte Jahr wie eine Ewigkeit erschienen ließ. Beide Hände fest aneinander gepresst, bedeckte sie ihr Gesicht. „Oh mein Gott, das ist nicht wahr“, drang es aus ihrem Mund. „Zur richtigen Zeit am richtigen Ort, du bist da und ich bin da. Ich hoffe, dein Urlaub beginnt gerade erst“, hauchte er zärtlich in ihr Ohr. „Ja, meine Ferien und das Abenteuer meines Lebens“, entgegnete Estelle mit zitternder Stimme. „Du hast nichts vor?“, fragte er.

Nein, ich bin völlig frei und ohne Zwang, und absolut glücklich hier zu sein.“

Perfekt“, sagte er. „Nun lass ich dich nie mehr los“, sagten beide und verharrten engumschlungen, die Stirn aneinander gedrückt. Ihre Blicke trafen sich, und als sie zu einem zärtlichen Kuss ansetzten, dröhnte Jubel aus der Küche.

Martin, so sein Name, bezog direkt ein Zimmer in der Alm. Es war gar nicht so einfach, den Wirt und die Wirtin davon zu überzeugen und es hatte ihn einige Anrufe gekostet. Aber er hatte nicht aufgegeben. Wo ein Wille ist, ist fast immer auch Weg, und den haben Estelle und ihr Martin für sich gefunden.

Das kreative Sonntags-Rätsel

Kreatives-Sonntags-Rätsel (1)

Wer meinen Blog regelmässig verfolgt, der hat in den letzten Jahren bestimmt schon von den verschiedenen Bloggeraktionen von Sunny gelesen.

2012 – „Sonntags-Schnapp-Schuss“

2013 – „Das Schnapp-Wort“

2014 – „Story-Pics“

und nun

2015 – „Das kreative Sonntags-Rätsel“

Jetzt werden wir kreativ:

Der erste Gedanke war, dass auf jeder Blogger in einer Woche ein Bild malt/zeichnet und zwar von dem Begriff/Wort, was er in der nächsten Woche als Foto zeigt.

Nach einigen Vorschlägen der bisherigen Teilnehmer gibt es nun folgende Regelungen:

  • Foto für das Sonntags-Rätsel aussuchen, ein Rätsel dazu ausdenken, das Rätsel mit einer Nummer versehen und zu Beginn jeder Runde posten. Die Leser versuchen dann, das Rätsel zu lösen. Dieses Rätsel könnt ihr in welcher Form auch immer gestalten: als Worträtsel, gemalt, gestrickt, abgepaust, das Foto entstellt, das Foto als Puzzle, usw. Erlaubt ist, was gefällt.
  • Im nächsten Teilnahmebeitrag (frühestens also in der Folgewoche) wird das Rätsel aufgelöst, in dem das ursprünglich gewählte Foto gepostet wird und es wird ein neues Rätsel veröffentlicht.
  • Der Link zum Beitrag wird jeweils als Kommentar auf Sunnys Blog hinterlassen.
  • Mitraten, Spaß haben und die Spendenkasse klingeln lassen. Für jedes eingereichte Wort wird von Sunny ein Betrag in Höhe von 5 Cent an das Hospiz Lebensbrücke in Flörsheim gespendet.
  • Die eingereichten Worte werden wieder gesammelt, ob es wieder Kurzgeschichten unter Verwendung der entsprechenden Worte geben wird, ist noch nicht klar, aber es gibt bereits Überlegungen, was möglich wäre.
  • Deadline für die Teilnahme ist immer samstags um 12 Uhr. Die nächste Runde beginnt dann wieder am Sonntag um Mitternacht.

Wer es schafft jede Woche mitzumachen, hat in der ersten Woche nur das Rätsel und ab Woche 2 jeweils ein Rätsel und eine Auflösung. In der letzten Woche dann dementsprechend nur noch eine Lösung.

Ich vermute, für jemanden, der noch nie dabei war, klingt das ganz schön kompliziert. Wenn Ihr also Fragen habt, dann fragt. Entweder hier oder bei Sunny.

Für die Teilnahme ist eine einmalige Anmeldung erforderlich. Das entsprechende Formular findet Ihr bei Sunny.

Nur von kurzer Dauer

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Die Gemeinde der Friedenskirche in Kaiserslautern organisiert in jedem Jahr ein Kindermusical, welches dann in den Herbstferien geprobt und am Ende der Ferien aufgeführt wird. Meine Mädels haben in diesem Jahr zum ersten Mal teilgenommen und ich war sehr begeistert davon, was die Organisatoren hier in dieser einen Woche auf die Beine gestellt haben.

2014 wurde das Musical Bartimäus – ein wunderbarer

Augenblick

aufgeführt. Erzählt wird die Geschichte des jungen Bartimäus aus Jericho, der gerne Fußball spielt, dessen Augen aber immer schlechter werden, bis er fast blind ist und deshalb betteln gehen muss. Er wird von den anderen Kindern gehänselt und verspottet, doch als Jesus nach Jericho kommt, wird Bartimäus von Jesus geheilt.

Das war mein letztes Story-Pic und damit geht auch für mich diese Aktion von Sunny zu Ende.

Story-Pic-2014-kleiner-Rahmen

Fast 40 Blogger haben jede Woche in Bild gepostet und mehrere Schreiberlinge unter der Regie von Sunny haben für jeden der Blogger eine eigene Kurzgeschichte geschrieben, in der die Begriffe, die auf den Bildern zu sehen sind, verwendet wurden.

Wir Blogger wussten weder, wer unsere Geschichte schreibt, noch, wovon sie konkret handelt. Konkret deshalb, weil ich lediglich mein persönliches Genre vorgegeben habe, ich will viel Liebe und Romantik sehen :)

Alle Bilder, die mein Schreiberling in dieser Aktion umsetzen musste, findet Ihr bei Pinterest, viel Spaß beim Stöbern :)

Sunny, die Initiatorin dieser Aktion, notierte sich jedes Bild und spendet am Ende diesen Jahres 1 Cent pro Bild an die Adra-Stiftung.

Das waren meine Worte:

  • Augenblick
  • eingesperrt
  • gepudert
  • Verkehrschaos
  • Wetterhäuschen
  • Anruf
  • röntgen
  • Feierabend
  • Wegweisend
  • Schrot
  • bierselig
  • Schmarr(e)n
  • (Hochzeits-) Glocken
  • Pfeifenrauch
  • Storch
  • Mondschein
  • Steinmandl
  • Dienstsiegel
  • Tagesanbruch
  • Berghütte
  • Ziel
  • Einsamkeit
  • Entschlossenheit
  • Biene(n)
  • Wolke(n)
  • Seerosen
  • Umweg
  • Süß
  • Kutschfahrt
  • Alkohol
  • Kosenamen
  • Eleganz
  • verträumt
  • Zuneigung
  • genießen
  • Strandkorb
  • überschäumen
  • Schloßpark
  • sammeln
  • ausgetauscht
  • Sehstörung
  • Mindestabstand
  • Bahndamm
  • Schlupfloch
  • Rheinufer
  • betören
  • Sonnenbrille
  • Schwein
  • Trauring
  • Schaumbad
  • tränenüberströmt

Und nun bleibt mir nichts anderes übrig, also zu warten, bis mein Schreiberling mit meiner Geschichte heraus rückt 😉

Hinter Gittern

 

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Keine Sorge, nachdem das Thema Uli Hoeneß in den meisten Jahresrückblicken noch einmal aufgewärmt wurde, habe ich nicht vor, auch noch darüber zu schreiben 😉

Meine Kleine hatte Angina, wodurch wir vergangene Woche einen unplanmäßigen Stop beim Kinderarzt unseres Vertrauens einlegen mussten. Die Praxis ist toll und aufwendig eingerichtet, unter anderem ist ein Untersuchungszimmer als Zirkus gestaltet, wo dieser doch etwas traurig dreinschauende Löwe

eingesperrt

ist. Nachdem vergangene Woche jemand gepudert wurde, könnte sich die Situation jetzt zuspitzen. Aber mein Schreiberling hat da bestimmt schon eine passende Idee, wie er dieses Story-Pic verwenden wird 🙂

Foto: Praxis Dr. Jung / Dr. Schafmeister-Laux, Kaiserslautern

Story-Pic-2014-kleiner-Rahmen

Für diejenigen, die bisher noch nichts von den Story-Pics gelesen habe, fasse ich kurz zusammen:

Fast 40 Blogger posten wöchentlich ein Bild und mehrere Schreiberlinge unter der Regie von Sunny schreiben für jeden der Blogger eine eigene Kurzgeschichte, in der die Begriffe, die auf den Bildern zu sehen sind, vorkommen. Wir Blogger wissen weder, wer unsere Geschichte schreibt, noch, wovon sie konkret handekt. Konkret deshalb, weil ich lediglich mein persönliches Genre vorgegeben habe, ich will viel Liebe und Romantik sehen :)

Alle Bilder, die mein Schreiberling in dieser Aktion umsetzen muss, findet Ihr bei Pinterest, viel Spaß beim Stöbern :)

Sunny, die Initiatorin dieser Aktion, notiert sich jedes Bild und spendet am Ende des Jahres 1 Cent pro Bild an die Adra-Stiftung.

Meine Worte bisher:

  • gepudert
  • Verkehrschaos
  • Wetterhäuschen
  • Anruf
  • röntgen
  • Feierabend
  • Wegweisend
  • Schrot
  • bierselig
  • Schmarr(e)n
  • (Hochzeits-) Glocken
  • Pfeifenrauch
  • Storch
  • Mondschein
  • Steinmandl
  • Dienstsiegel
  • Tagesanbruch
  • Berghütte
  • Ziel
  • Einsamkeit
  • Entschlossenheit
  • Biene(n)
  • Wolke(n)
  • Seerosen
  • Umweg
  • Süß
  • Kutschfahrt
  • Alkohol
  • Kosenamen
  • Eleganz
  • verträumt
  • Zuneigung
  • genießen
  • Strandkorb
  • überschäumen
  • Schloßpark
  • sammeln
  • ausgetauscht
  • Sehstörung
  • Mindestabstand
  • Bahndamm
  • Schlupfloch
  • Rheinufer
  • betören
  • Sonnenbrille
  • Schwein
  • Trauring
  • Schaumbad
  • tränenüberströmt

Es schneit, es schneit …

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Gut, gestern und heute nicht, da ging es schon wieder Richtung +10 Grad, aber da gibt es ja auch noch das tolle Kinderlieder von Rolf Zuckowksi, das Ihr vielleicht auch noch kennt.

Als ich dieses Motiv geknipst hatte, musste ich genau an dieses Lied und die Zeile „die Welt sieht wie

gepudert

aus“ denken. 🙂

Story-Pic-2014-kleiner-Rahmen

Für diejenigen, die bisher noch nichts von den Story-Pics gelesen habe, fasse ich kurz zusammen:

Fast 40 Blogger posten wöchentlich ein Bild und mehrere Schreiberlinge unter der Regie von Sunny schreiben für jeden der Blogger eine eigene Kurzgeschichte, in der die Begriffe, die auf den Bildern zu sehen sind, vorkommen. Wir Blogger wissen weder, wer unsere Geschichte schreibt, noch, wovon sie konkret handekt. Konkret deshalb, weil ich lediglich mein persönliches Genre vorgegeben habe, ich will viel Liebe und Romantik sehen :)

Alle Bilder, die mein Schreiberling in dieser Aktion umsetzen muss, findet Ihr bei Pinterest, viel Spaß beim Stöbern :)

Sunny, die Initiatorin dieser Aktion, notiert sich jedes Bild und spendet am Ende des Jahres 1 Cent pro Bild an die Adra-Stiftung.

Meine Worte bisher:

  • Verkehrschaos
  • Wetterhäuschen
  • Anruf
  • röntgen
  • Feierabend
  • Wegweisend
  • Schrot
  • bierselig
  • Schmarr(e)n
  • (Hochzeits-) Glocken
  • Pfeifenrauch
  • Storch
  • Mondschein
  • Steinmandl
  • Dienstsiegel
  • Tagesanbruch
  • Berghütte
  • Ziel
  • Einsamkeit
  • Entschlossenheit
  • Biene(n)
  • Wolke(n)
  • Seerosen
  • Umweg
  • Süß
  • Kutschfahrt
  • Alkohol
  • Kosenamen
  • Eleganz
  • verträumt
  • Zuneigung
  • genießen
  • Strandkorb
  • überschäumen
  • Schloßpark
  • sammeln
  • ausgetauscht
  • Sehstörung
  • Mindestabstand
  • Bahndamm
  • Schlupfloch
  • Rheinufer
  • betören
  • Sonnenbrille
  • Schwein
  • Trauring
  • Schaumbad
  • tränenüberströmt