Wer hier stirbt, ist wirklich tot von Maximo Duncker

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Dieses Buch wurde mir über Blogg Dein Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug wurde ich gebeten, zu verlinken. Für den Artikel wurde ich aber weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.


  • Zum Inhalt

Der Journalist Kai van Harm zieht in sein Ferienhaus nach Brandenburg, nachdem er seinen Job verloren, sich ein Lotterleben angeeignet und deswegen mit seiner Frau eine Auszeit vereinbart hat.

Kaum angekommen, brennt zunächst eine Kirche, eine Frau verliert Ihr Leben, militante linksradikale Jugendliche aus Berlin fallen in der Provinz ein und zu allem Überfluss tritt auch noch der arbeitslose Nachbar Bruno Zabel in sein Leben und scheucht ihn zu jeder Tages- und Nachtzeit aus dem Haus auf der Suche, nach neuen Verbrechen oder den passenden Tätern.


  • Mein Eindruck

Eine meiner Grundregeln ist, dass ich Bücher, die ich von Verlagen zum Rezensieren erhalte, nicht abbreche. Die Einhaltung dieser Regel ist mir bei diesem Buch schwer gefallen.

Das erste Viertel der Handlung spielt in Berlin und der Autor legt dar, warum es den Protagonisten in die Provinz verschlägt. Das hätte man wesentlich kürzer fassen können:

Büro explodiert, Abteilung wird geschlossen, Mitarbeiter trinkt zu viel und führt ein Lotterleben, Frau und Kinder setzen ihm die Pistole auf die Brust, Mann sucht sich eine Wohnung und beschliesst, in das Ferienhaus in die Provinz zu ziehen, um sich über einiges klar zu werden.

Mehr als das habe ich auf den ersten über 80 Seiten nicht erfahren, alles, was da sonst noch zu lesen war, war langweiliges schmückendes Beiwerk.

Nach einem Viertel des Buches ist der Protagonist dann endlich in der Provinz angekommen, aber den Krimi dazu habe ich bis zum Ende nicht gefunden. Denn es geht weiter mit verschachtelten Sätzen und langen Ausführungen darüber, warum die Jugend geflohen ist, wie die Bewohner zueinander stehen und wessen Frau warum nicht mehr da ist.

Kai schreibt zwischenzeitlich an einer Reportage, deren Inhalt man nur erahnen kann. Nebenbei brennt eine Kirche ab, eine Frau stirbt, die Kinder des Protagonisten ziehen zum ihm, weil seine Frau Urlaub machen will, Gräber werden geschändet, eine Horde Jugendlicher fällt in den Ort ein, beim Leser entsteht der Eindruck, dass die Kinder Kai entgleiten, es brennt nochmal… und endlich bin ich am Ende angelangt und darf das Buch zur Seite legen.

Die Geschichte hat keinen Spannungsbogen, den sie vermutlich auch gar nicht benötigt, weil es auch keinen Höhepunkt gibt. Unter einem Krimi verstehe ich, dass es einen Fall gibt und einen Ermittler. Hier gibt es mehrere Verbrechen, über die die Dorftratschen mehr wissen, als der Ermittler und den kennt man als Leser auch nur im Hintergrund. Nicht einmal Kai und Bruno suchen nach einem Täter, wenn man davon absieht, dass die Hinweise auf die Täter fallen Bruno einfach so in den Schoss.


Mein Fazit:

Ich weiss nicht, als was ich das Buch bezeichnen soll, es ist kein Provinzkrimi, es ist gar kein Krimi, für diejenigen, die sich am Dialekt von Bruno Zabel erfreuen können, ist es bestenfalls im Mittelteil eine unterhaltsame Geschichte, aber mich konnten werden Anfang, noch Ende und auch nicht der Mitteilteil überzeugen oder gar mitreissen.

Immerhin kann ich das Cover mit dem Buch in Verbindung bringen und Bruno ist ein lustiger Geselle, deswegen vergebe ich noch zwei von fünf Sternen, aber die Handlung an sich hat sich das nicht verdient.

SterneeuleSterneeule

6 Gedanken zu „Wer hier stirbt, ist wirklich tot von Maximo Duncker“

  1. Danke für die ehrliche Rezension!
    Leider habe ich oft genug das Gefühl, daß sich Rezensenten bei geschenkten/gesponsorten Büchern eher zu besseren Rezensionen hinreißen lassen, aus Angst sonst keine Bücher mehr zu bekommen…
    (Dieses Gefühl habe ich noch mehr auf vielen „Test-Blogs“!!!)
    Schön, wieder bestätigt zu bekommen, daß man sich bei Dir auf ein ehrliche Meinung verlassen kann!

    1. Ich hatte schon die Befürchtung, dass sie mich bei Blogg Dein Buch rausschmeissen, weil ich schon mehrere Bücher nur mittelmässig oder sogar negativ bewertet habe, aber das hat sich bisher noch nicht bewahrheitet ;)

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