Ich, der Killer – nackt und mörderisch – von Stefan Lehner

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Ich, der Killer – nackt und mörderisch –
von Stefan Lehner
Verlag: Phantastik-Buch
erschienen im Oktober 2012


  • Zum Inhalt

Auf den ersten Seiten erfährt der Leser von Andreas Steinmann, der ein ungewöhnliches Hobby hat, er geht gerne nackt spazieren. Auf einem dieser Ausflüge beobachtet er einen Mann, der offenbar eine Leiche im Wald vergräbt. Er wird entdeckt, kommt aber mit dem Mann ins Gespräch und so erfährt er von der Geschichte des Auftragsmörders Bruno. Bruno ist bereit, Andreas am Leben zu lassen, doch dazu muss dieser das Erbe von Bruno antreten, der sich zur Ruhe setzen will.

Andreas muss sich entscheiden, ob er bereit ist, zu sterben, oder selbst zu töten und sich auf das grausame Spiel einzulassen.


  • Meine Meinung

Die Handlung der Geschichte war für mich in zweierlei Hinsicht ungewöhnlich. Zum einen, weil sich die Nacktheit des Protagonisten durch das ganze Buch zieht, zum anderen, weil die Geschichte selbst ein völlig atypischer Thriller ist. Üblichweise würde ich davon ausgehen, dass auf den ersten Seiten etwas passiert und die Spannung bis zur letzten Seite, bis der Täter gefasst wird, anhält.

Das ist hier nicht der Fall, denn der Leser erfährt schnell, dass der Protagonist zum Auftragskiller wird. Dieser Vorgang der „Verwandlung“ wird vom Autor Stefan Lehner völlig sachlich beschrieben, ebenso die Morde, die Andreas Steinmann begeht.

Trotzdem hat das Buch einen Spannungsbogen, der sich bei mir nach einigen Seiten einstellt und bis gegen Ende angehalten hat, denn schon nach kurzer Zeit erzählt Andreas davon, dass er verhaftet wurde. In einem Rückblick erfährt der Leser nun, was geschehen ist, nachdem Andreas Bruno kennengelernt hat, wie er seinen ersten Mord begangen und was er in der Zwischenzeit alles erlebt hat.  Als ich das eBook gelesen habe, stand ich unter dem „Zwang“, so lange weiter zu lesen, bis ich wusste, wie es zur Verhaftung kam und auch, wie es nach seinem Prozess für den Protagonisten weiter ging.

Das Ende ist – wie sollte es bei diesem Buch auch anders sein – sehr überraschend und jeder kann für sich selbst entscheiden, für wie realistisch oder unrealistisch er das Ende hält. Im ersten Augenblick habe ich eher zu „unrealistisch“ tendiert, aber nachdem ich darüber nachgedacht habe, könnte ich mir vorstellen, dass es sich zumindest ansatzweise so zugetragen hat.


  • Mein Fazit

Ein sehr ungewöhnliches Buch, das mit anderen Thrillern nicht vergleichbar ist, das mich aber trotzdem oder gerade deswegen in seinen Bann gezogen hat und dessen Ende genau so ausgefallen ist, wie das Buch selbst.

Wer bereit ist, sich auf einen etwas anderen Thriller einzulassen, dem kann ich dieses eBook guten Gewissens ans Herz legen.


  • Was es sonst noch zu sagen gibt

Jedes Kapitel ist mit einem Bild versehen. Stefan Lehner hat verschiedene Fotos, die zum jeweiligen Kapitel passen, in Zeichnungen umgewandelt und als Illustration verwendet. Eine tolle Idee, deren Umsetzung mich begeistert hat.

Die eine oder andere Stelle des Buches könnte nochmals eine Überarbeitung gebrauchen – ein Beispiel dazu, ein Satz endet mit „noch …“ und der nächste Satz beginnt mit „… noch“. Das ist mir etwas negativ aufgefallen, weil es so „unschön“ klingt, wenn die Worte sich so schnell hintereinander wiederholen. Ich hoffe, Ihr versteht, was ich meine. Das war es aber auch schon, was ich an Kritik anzubringen habe.

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Vielen Dank an an den Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Ich weise darauf hin, dass dies keinen Einfluss auf meine Beurteilung hat. Für diesen Artikel wurde ich nicht bezahlt und habe auch keine andere Gegenleistung erhalten.

 

4 Gedanken zu „Ich, der Killer – nackt und mörderisch – von Stefan Lehner“

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