Wen küsse ich und wen ja, wie viele? von Mara Andeck

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Wen küsse ich und wen ja, wie viele?
von Mara Andeck
240 Seiten
Bastei Lübbe (Boje)
erschienen am 11. Januar 2013
empfohlen ab 13 Jahren

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Dieses Buch wurde mir über Blogg Dein Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug wurde ich gebeten, zu verlinken. Für den Artikel wurde ich aber weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.

 

Zum Inhalt:

Die Geschichte beginnt an Lilias 16 Geburtstag. Sie hatte mit einer Überraschungsparty gerechnet, aber die findet nicht statt. Ihre Freunde sind offensichtlich sogar zusammen im Kino, anstatt für sie und ihren Frust erreichbar zu sein. Dabei hat Lilia schlichtweg vergessen, dass ihre Klasse am nächsten Tag eine Bio-Arbeit schreibt und der Lehrer ihnen den Kinofilm für die Arbeit ans Herz gelegt hatte.

Lilia bekommt die Möglichkeit, ihre Bio-Note durch ein Refarat aufzuwerten und entscheidet sich dafür, das Balzverhalten der Tiere näher zu untersuchen. Nicht ganz uneigennützig, denn sie will herausfinden, ob sich das Ganze auch auf die Menschen übertragen lässt.

Um es vorweg zu nehmen, ja es lässt sich, Lilias Balzverhalten trägt Früchte und nun stehen gleich zwei Jungs auf der Matte und buhlen um ihre Gunst…


Meine Meinung:

Lilia erzählt ihre Geschichte in Form eines Tagebuches, das sie immer und überall mit sich trägt, wodurch es auch zu Eintragungen im Minutentakt kommen kann. An den Seitenrändern sind kleine Zeichnungen eingefügt, die das „Tagebuchfeeling“ unterstreichen.

Hin und wieder fliesst eine eMail von Lilianas bestem Freund Tom ein, dessen Freund Felix sich in Reha befindet und mit dem er sich per eMail austauscht. So erfährt der Leser schon einige Fakten, hinter die Lilia erst nach und nach kommt.

Als erwachsener Leser sollte man sich darüber im Klaren sein, dass das Buch aus Sicht einer Sechzehnjährigen geschrieben ist, für die es schon ein Desaster sein kann, dass ihre Freundin plötzlich eine lila Strähne im Haar hat. Wenn man sich also ein wenig in seine Teeniezeit zurück versetzen kann, dann wird man von der Geschichte um Lilia schnell mitgerissen.

Das Mädchen versorgt die Leser nebenbei mit allem Wissenswerten über das Balzverhalten verschiedener Tiere, was sehr unterhaltsam beschrieben ist, allerdings habe ich gemerkt, wie ich den einen oder anderen Absatz überprungen habe, weil es mir zu langatmig wurde.

Das Ende des Buches habe ich als desolat empfunden:

Die Handlung klingt aus, man lehnt sich als Leser schon fast zufrieden zurück und wie aus dem Nichts ist ein Cliffhanger eingebaut. Hätte ich die Autorenbeschreibung bei Blogg Dein Buch gleich gelesen, hätte ich gewusst, dass Mara Andeck an einer Fortsetzung arbeitet und wäre vom Ausgang des Buches nicht so überrascht worden.


Fazit:

Auch wenn ich hier Einiges an Kritik angebracht habe, hat mir das Buch gut gefallen. Es ist sehr unterhaltsam geschrieben und ich gehe davon aus, dass es meine Tochter ansprechen wird. Die Autorin Mara Andeck ist Mama von zwei Teenie-Töchtern und weiss offensichtlich, wovon sie spricht. Die Idee, die Handlung in ein Tagebuch zu verpacken ist zwar nicht neu, aber hier sehr ansprechend umgesetzt.

Ein tolles Jugendbuch, dem ich lediglich einen Stern abziehe, weil mich das offene Ende so gestört hat, dass ich erst einmal eine Nacht darüber schlafen musste, um eine neutrale Rezension schreiben zu können, daher gibt es von mir vier von fünf Sternen für dieses Buch.

SterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeule

4 Gedanken zu „Wen küsse ich und wen ja, wie viele? von Mara Andeck“

  1. Mir gehen nicht nur offene Enden auf die Nerven – mir gehen vor allem die ganzen Serien auf die Nerven!!! Muß denn alles Fortsetzungen haben? Warum darf ein Buch nicht einfach mal auf der letzten Seite wirklich zu Ende sein???

  2. Im Grunde ist das ein Buch für mich. Ich liebe Tagebücher, aber das offene Ende… Ich muss noch mal überlegen. Das kann ich ja bis Ostern tun, da ich am Bücherfasten teilnehme un´d im Moment Kaufverbot habe! Liebe Grüße von mir! :-)

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