52 Bücher #7

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Das Fellmonsterchen hat mich diese Woche wieder vor eine Aufgabe gestellt, an der ich im ersten Moment zu knabbern hatte ;)

Du betrittst zum ersten Mal die Wohnung deines neuen Schwarms. Welches Buch sollte auf dem Couchtisch (oder natürlich wahlweise auf dem Nachttisch) rumliegen, damit du dir sicher bist “Hier bin ich richtig!”? (Bonusfrage: Welches Buch dürfte dort auf keinen Fall rumliegen?)

Als ich darüber nachgedacht habe, welche Bücher meinen Mann und mich verbinden oder verbunden haben, ist mir eingefallen, dass wir uns zu Beginn unserer Beziehung sehr viel über Theodor Storm unterhalten haben, etwas später haben wir aber festgestellt, dass unser Buchgeschmack sehr unterschiedlich ist. Während ich beispielsweise mit Büchern, die zur Zeit des zweiten Weltkrieges spielen, überhaupt nichts anfangen kann, verschlingt er sie geradezu. Auch insgesamt ist er historischen Büchern viel mehr zugetan, als ich. Er liest zwar auch hin und wieder einen Thriller, aber meine Begeisterung über Regionalkrimis teilt er überhaupt nicht, genau so wenig wie meine Vorliebe für Fantasybücher. Die einzigen Hörbücher, die wir beide gehört haben, waren „Das Sakrileg“ und „Illuminati“. Bei seinen Hörbüchern ist beispielsweise „Die Eleganz des Igels“ zu finden, während es bei mir vorzugsweise Thriller oder Hörbücher von Kerstin Gier sind.

***

Wenn ich mir nun die Frage stelle, welches Buch ich gerne sehen würde, wenn ich heute das erste Mal die Wohnung eines Mannes betrete, dann müsste es ein Buch sein, dass von Männern und Frauen gleichermassen gelesen wird.

Es könnte ein Buch sein, das mir auf den ersten Blick zeigt, dass wir zumindest ein gemeinsamen Interesse haben. Das wäre beispielsweise bei den Bücher von J.R.R. Tolkien der Fall, also entweder „Herr der Ringe“, „Der kleine Hobbit“, „Das Silmarillion“ oder ein anderes Buch über Mittelerde.

Ganz aktuell könnte es auch „Er ist wieder da“ von Timur Vermes sein, bevorzugt als Hörbuch mit der Stimme von Christoph Maria Herbst. Ich kenne dieses Buch zwar noch nicht, aber nach allem, was ich bisher gelesen habe, wird es meinen Humor treffen und wenn ein Mann auch darüber lachen kann, ist das ein Punkt, der verbindet.

Alternativ dürfte es auch ein Fußballerbuch sein, z.B. „Zurück ins Leben“ über Sebastian Deisler, „Ein allzu kurzes Leben“ über Robert Enke, „Ich habs allen gezeigt“ von Stefan Effenberg oder „Ich. Erfolg kommt von innen“ von Oliver Kahn.

Die Bücher über Sebastian Deisler und Robert Enke würde ich beide noch gerne lesen, weil mich das Thema um Depressionen und Burn out interessiert und mich der Tod von Robert Enke sehr getroffen hat. Das hängt damit zusammen, dass ich in den 90er Jahren mit einem Gladbachfan zusammen war, und Robert Enke damals gerade am Anfang seiner Karriere bei Gladbach unter Vertrag stand und ich ihn mehr als einmal live im Stadion gesehen habe. Zur gleichen Zeit spielte auch Stefan Effenberg nochmal für die Borussia und auch ihn konnte ich damals live bewundern. Deswegen hatte ich mir damals das Buch „Ich habs allen gezeigt“ gekauft und gelesen. „Ich. Erfolg kommt von innen“ von Oliver Kahn war so etwas wie der Beginn meiner Wandlung. Ich konnte Oliver Kahn früher nie leiden, fand ihn zwischenzeitlich ganz erträglich und sehe ihn mittlerweile sehr gerne als Kommentator. Das ist zwar nicht alleine der Verdienst dieses Buches, aber es hat mit eine Rolle gespielt, Oliver Kahn auch einmal mit anderen Augen zu sehen.

Es kommt aber nicht jedes Fußballer-Buch in Frage. Bei der Biografie von Lothar Matthäus oder Philipp Lahm beispielsweise würde ich eher die Flucht ergreifen. Gleiches gilt für „Deutschland schafft sich ab“ von Thilo Sarrazin.

Habt Ihr auch Bücher, die für Euch ein „No Go“ sind und die Ihr lieber nicht bei anderen Leuten sehen wollt?

2 Gedanken zu „52 Bücher #7“

  1. Hallo Daggi,
    auch der Buch“geschmack“ ändert sich im Laufe eines Lebens, gell.
    Mir wäre es ziemlich egal, was da rumliegt, Hauptsache, es wird überhaupt gelesen!!! In vielen Wohnungen findet man ja heute gar keine Bücher mehr und das finde ich sehr traurig.
    Noch schlimmer ist es allerdings, wenn Bücher nur als Accessoire dienen und nicht gelesen werden, gell.
    Dir einen ganz feinen Donnerstag und liebe Grüße
    moni

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