Wenn Kinder mit am Tisch sitzen…

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… kann das ganz entspannt ablaufen, oder schmutzig werden, oder es kann schwierig bis nervtötend sein. Wir haben uns arrangiert.

Unsere Kinder haben natürlich Vorlieben was das Essen betrifft. Trotzdem essen sie sehr viel, das liegt mitunter auch daran, dass sie beide im Schülerhort sind und da müssen sie eben auch alles probieren. Ihr warmes Mittagessen bekommen sie also nicht zuhause, daher haben wir da auch kein Theater. Am Wochenende oder abends dürfen sie dann mitbestimmen. Natürlich achten wir dabei auf Abwechslung und legen auch mal ein Veto ein, im Großen und Ganzen klappt das auch sehr gut.

Auch haben wir keine Probleme, dass sie gesund essen. Schon im Kindergarten wurden Ernährungsprojekte durchgeführt und sie kennen sich daher schon damit aus, was gesund ist und was nicht. Ganz extrem aufgefallen ist mir das beim Neujahrsempfang unserer Pfarrgemeinde, da haben sich die Kids auf geschnippelte Paprika & Co gestürzt und den Quark-Dip leer gemacht. Würstchen, Frikadellen usw. blieben einfach links liegen.

Wenn wir Gastkinder haben, fragen wir vorher, was die essen möchten, das erspart uns hinterher ein „das mag ich nicht“ oder – noch schlimmer – wenn sie abgeholt werden „Mama ich hab Hunger“.

Was mir wirklich zu schaffen gemacht hat, ist, wenn wir zum Essen ausgegangen sind und sie konnten keine fünf Minuten still sitzen und wollten rumrennen oder haben angefangen Quatsch zu machen, was dann damit geendet hat, dass sie nach drei Bissen auch keinen Hunger mehr hatten und uns selbiger vergangen ist.

Kürzlich waren wir mit meinem Schwager plus Familie frühstücken. Mein Patenkind und ihre Schwester waren genau so, wie unsere beiden Mädels in dem Alter, nicht sitzenbleiben, nur rumrennen und spielen wollen und als Mama bist Du immer hinterher, sie zu ermahnen, seid nicht so laut, rennt nicht so rum, Ihr kennt das vielleicht auch.

Mein Mann und ich konnten uns in aller Ruhe zurücklehnen und ich bin mir sicher, dass auch er gedacht hat, wie schön, dass wir das hinter uns haben und nun in Ruhe sitzen bleiben können. Liebe Manu, ich hoffe, Du nimmst mir nicht krumm, dass ich das hier erzähle, aber sei versichert, es wird besser :)

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Das ist mein Beitrag zum Thema „Suppenkasper“ der Bloggeraktion Mahlzeit von Sabienes.

10 Gedanken zu „Wenn Kinder mit am Tisch sitzen…“

  1. Sieh an, da stelle ich grad fest, dass ich noch säumig bin… muss ich mich direkt beeilen, aber bei dem Suppenkasper-Thema kam mir Ostern dazwischen…

    Ich finde es prima, dass ihr euren Kindern bereits von klein auf gesunde Ernährung vorgelebt habt. Wenn man damit gleich beim Kleinkind beginnt, fällt einem später alles ein bisschen leichter. Und mir wären momentan auch ein paar Paprikastreifen und ein leckerer Dip dazu viel lieber als Frikadellen! =P

  2. Hallo Daggi,
    das ist entspannend wenn auch im Kindergarten Vorarbeit geleistet wird. Nervig wird es dann, wenn alles Süße ausgeschlossen wird und nicht mal am Geburtstag ein Stückchen ungesunder Kuchen sein darf.Was Ihr beim Essen gehen empfunden habt, kann ich 100 % nachfühlen. Ich war auch froh diese zappelige Zeit hinter mir gelassen zu haben :-D

    Liebe Grüße
    Sandra

    1. Ich muss ehrlich sagen, mir ist es lieber, sie haben regelmässig etwas Süsses, das sie von uns bekommen, als dass sie ihr Taschengeld ausschliesslich in Süssigkeiten umsetzen und wir überhaupt keinen Überblick haben, was sie in sich hineinstopfen. Und solange sie sich viel bewegen und nix „ansetzt“ habe ich auch gar kein Problem damit.

      Aber ich kenne es aus der eigenen Verwandschaft auch anders und wenn dann mal was Süsses da ist, dann stopfen die Kinder masslos in sich hinein.

  3. Oh, eine schöne Aktion, vielleicht schaffe ich es ja noch teilzunehmen. Wir werden sehen.

    Wir befinden uns scheinbar in der Phase wie dein Schwager, sprich, die Kids wollen nicht sitzen bleiben, man muss sie ständig ermahnen, seit nicht so laut, matsche nicht, Finger aus der Nase… Wir haben für uns beschlossen, dass es einfacher ist, wenn wir zu hause essen bzw. das Essen mit nach hause nehmen ;)

    LG Romy

  4. Diese Herumrennerei beim Auswärtsessen, bzw. lauthalse Gejammere, wenn sie auf das Essen haben warten müssen, kenne ich auch noch aus früheren Zeiten. Trotzdem finde ich es ganz wichtig, wenn man seine Kinder in Gaststätten mitnimmt, damit sie lernen, wie man sich benimmt. Es muss ja nicht gerade der 3-Sterne-Koch um die Ecke sein, weil das sowieso schief geht ;-)
    LG
    Sabienes

    1. Auf jeden Fall. Ich sehe auch gar nicht ein, dass wir sie zuhause lassen, auch wenn sich andere Gäste daran stören. Wir bezahlen schliesslich , wie jeder andere auch ;)

  5. Wie haben immer gerne was zum Malen/Ausmalen ins Restaurant mitgenommen, um die Wartezeit zu überbrücken. Ca. mit dem Eintritt ins Schulalter beruhigte sich das dann auch alles und ich erinnere mich , wie mein Sohn mal mit etwas 7 Jahren sich üner seine kleine unruhige Cousine beschwerte, obwohl er selbst der größte Quengler im gleichen Alter gewesen war. Meine Tochter hat in den letzten Sommerferien einen Kellnerjob im Clubhaus des Sportvereins gehabt, wo ja sowsieso schon eine lockere Atmosphäre herrscht. Aber sie hat dann mal aus Kellnersicht über rumrennende Kinder usw. berichtet und das hat mir schon seh zu denken gegeben.

  6. Bei dem Bild bekomme ich wieder direkt Hunger, schlimm, schlimm.

    Ich weiss genau wovon du redest, wir vermeiden im Moment irgendwo auswärts zu essen, denn das ist wirklich nicht entspannend. Aber wer kann es den Kindern verübeln, es ist schon eine Qüalerei ein 3 jähriges Kind am Tisch ruhig sitzen lassen zu müssen nur damit man in Ruhe essen kann. Naja Fast Food Restaurants und Imbiss Ketten gehen immer irgendwie aber das ist für mich kein schönes Essen im Klassischen Sinn. Mals ehen wie es wird wenn sie im Kindergarten und der Schule sind.

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