Fußgängerdiplom und Radfahrausbildung

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Meine Kinder haben während Ihres Vorschuljahres ein Fußgängerdiplom abgelegt und waren sehr stolz darauf. Dazu kam ein Verkehrssicherheitsberater (in unserem Fall ein Polizeipberkommissar) mehrmals in die Einrichtung. Auf der Tagesordnung standen

  • Überqueren der Fahrbahn an gesicherten und ungesicherten Stellen
  • Verhalten auf dem Gehweg
  • Was ziehe ich an ( Sicherheit durch Sichtbarkeit)
  • Richtiges Ein- und Aussteigen aus dem Bus und aus einem Pkw

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Nun sind wir einen Schritt weiter und beschäftigen uns mit den Übungen zum sicheren Fahrradfahren.

An den Tag meiner eigenen „Fahrradführerscheinprüfung“ kann ich mich noch gut erinnern, allerdings muss ich wohl verdrängt haben, dass es bei der Radfahrausbildung auch einen theoretischen Teil gab, zumindest war es mir entfallen.

Um so verblüffter war ich vor einigen Monaten, als wir Geld für Unterrichtsmaterialien berappen mussten und unsere Tochter mit einer Mappe voller Übungsblätter nach Hause kam. Zwischenzeitlich haben sie im Sachunterricht sogar eine Arbeit darüber geschrieben.

Zur Radfahrausbildung auf dem Platz der Jugendverkehrsschule gehören

  • Übungseinheiten mit anschließender Lernkontrolle Praxis
  • Erkennen von Gefahrenmomenten im Straßenverkehr,
  • Einüben von Anfahren, Ausfahrt aus Grundstücken Beachten von Verkehrszeichen, Rechtsfahrgebot
  • Benutzung von Radwegen, Vorbeifahren an Hindernissen, Vorfahrtsregeln, Abbiegen,
  • Regelung des Verkehrs durch Ampeln und Polizeibeamte.
  • Überprüfen der Fahrräder auf Verkehrssicherheit

Bibilotta hat kürzlich darüber berichtet, dass ihre Tochter nun Fahrradfahren kann. Ich erinnere ich noch gut daran, dass unsere Große verhältnismässig lange dafür gebraucht hat, weil sie immer sehr ängstlich war. Aber nun ist sie so sicher auf dem Rad unterwegs, dass ich auch keine Bedenken mehr habe, wenn es keinen Radweg gibt und sie direkt auf der Strasse fahren muss. Die Radfahrausbildung wird sie mit Sicherheit perfekt absoliveren, in der Theorie hat sie auf jeden Fall schon mal überzeugt ;)

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Die ist mein Beitrag zum Thema Kind und Verkehr im Rahmen von Timms Bloggerparade.

5 Gedanken zu „Fußgängerdiplom und Radfahrausbildung“

  1. Ich finde solche Sachen ja sehr wichtig und war selbst vor Jahrzehnten auch stolz wie Bolle auf meinen Fahrradführerschein nebst Wimpel für den Drahtesel. Das mir dem Fußgängerdiplom höre ich zum ersten Mal und finde es toll. Man kann gar nicht früh genug damit anfangen und muss natürlich immer Vorbild sein im Verkehr, selbst dann, wenn man nicht mit Kind unterwegs ist, denn man wird ja vielleicht von einem beobachtet. Was mich sehr oft ärgert, ist, dass Eltern ausgesprochen trödelig mit ihren Sprösslingen die Fahrbahn überqueren und damit ein sehr gefährliches Verhalten antrainieren. Das Wichtigste für Kinder als Fußgänger ist in meinen Augen, ihnen klarzumachen, dass sie im Zweifelsfall den unterlegenen Part haben und darum beurteilen lernen müssen, wie und v.a. WO man auf die Straße geht.

  2. Hallo Daggi,
    von einem Fußgängerdiplom hatte ich noch nie gehört!
    Aber es ist wirklich ein tolle Idee, bei der aber auch die Eltern mitmachen müssen. Wenn ich sehe, wie es hier in Berlin abgeht, läuft es mir kalt den Rücken herunter.
    An meine Fahrradführerscheinprüfung erinnere ich mich nur ungerne. Ich weiß nicht, warum ich sie nicht bestand – zumindest beim ersten Mal. aber das tut keinen Abbruch darin, dass ich ein toller Radfahrer und Autofahrer geworden bin /oder damals schon war. ;)
    Ich habe dafür aktuelle Zeugen. :)

    Gerade jetzt in der Frühlingszeit sind solche aktionen, die Du hier beschrieben hast, ungemein wichtig. Ich weiß gar nicht, ob das hier überhaupt noch stattfindet …

    Liebe Daggi, vielen lieben Dank für deinen tollen Artikel.
    LG Timm

  3. Hallöchen,

    stimmt, habe ich gar nicht dran gedacht. Bei uns kommt auch ein Polizist in den Kindergarten und macht mit den Vorschulkindern eine Verkehrsprüfung und später auch nochmal mit den Fahrrädern.
    Ich finde es wichtig das Kinder solche Sachen auch von 3.und 4. gesagt und gezeigt bekommen denn meist sind die Dinge ja sowieso doof die mam a und Papa sagen ;-)

    liebe Grüße
    Andrea

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