Dabei sein ist alles

Im Rahmen meiner Mutter-Kind-Kur im vergangenen Jahr hatte ich ja das Walken für mich entdeckt und war bis in den Herbst hinein auch jede Woche mehrfach mit meinen Stöcken unterwegs. Dann aber wurde es abends früher dunkel und alleine im dunkeln im Wald laufen zu gehen, ist nicht mein Ding.

Vor einigen Wochen kam nun eine Einladung zum Firmenlauf in Kaiserslautern. Unter dem Motto Gemeinsam laufen und feiern sind auch ich und meine Kollegen eingeladen, mitzulaufen. Bisher hatte ich keine Ambitionen dazu, aber da ich mittlerweile wieder regelmässig walke, dachte ich, ich suche eine Kollegin, die bereit ist, mit mir zu laufen, nicht gehen, aber eben auch nicht so, dass wir im Ziel zusammen brechen.

Deswegen habe ich mich dazu entschlossen, ein Intervalltraining zu starten, um wenigstens einen Teil der Strecke laufend – im Sinne von joggend – absolvieren zu können.

Für Einsteiger oder Wiedereinsteiger gibt es mehrere gute Tipps. Ein Freund, der im vergangenen Jahr mit mir walken war, hat einen davon ausprobiert und für gut befunden, weswegen ich nun mit genau diesem Training begonnen habe. Ziel soll es sein, 30 Minuten am Stück joggen zu können. Das ganze Training ist auf 12 Wochen aufgebaut. Diese Zeit habe ich nicht mehr, was aber auch nicht schlimm ist, da ich nicht geplant hatte, die ganze Strecke zu joggen.

Meine erste Woche sieht so aus, dass ich mindestens drei bis vier Mal in der Woche so laufen soll:

3 Minuten Laufen
2 Min. Gehen

1 Min. Laufen
2 Min. Gehen

1 Min. Laufen
2 Min. Gehen

1 Min. Laufen
2 Min. Gehen

1 Min. Laufen
2 Min. Gehen

1 Min. Laufen
2 Min. Gehen

Das klingt recht locker, für jemanden, der so ungeübt ist, wie ich, bedeuten aber drei Minuten Laufen schon, zu keuchen, als ob man gleich ans Beatmungsgerät angeschlossen werden müsste ;) Das Programm bin ich heute zum zweiten Mal gelaufen und merke schon, dass die Erholungsphasen beim Gehen immer kürzer werden. Wenn ich die 20 Minuten hinter mich gebracht habe, walke ich nochmals 20 Minuten und gehe dann wieder nach Hause.

Gerade nach einem anstrengenden Arbeitstag kann ich durch das Laufen abschalten und „runterkommen“. Nebenbei höre ich auch noch meine Hörbücher, so dass der Stapel der ungehörten Hörbücher auch kleiner wird ;) Trotzdem muss ich zugegeben, wenn jemand vor einem Jahr behauptet hätte, ich könnte Spass an regelmässigem Laufen haben, hätte ich keinen Cent darauf gesetzt… allerdings hatte ich auch nicht damit gerechnet, dass ich mich mit Ende 30 nochmals auf Skier stelle und auch das habe ich in den letzten Monaten mehrfach getan :)

***

Dies ist mein Beitrag für die Frage von Sandra & Sandra, die wissen wollten, ob Sport Mord oder Vergnügen ist. Die beiden möchten ausserdem wissen, ob es einen Sport gibt, auf den ich richtig Lust hätte, falls Geld keine Rolle spielen würde, aber spontan fällt mir da nichts ein. Was allerdings gar nicht in Frage käme sind Sportarten wie Klettern oder Gleitschirmfliegen, alles, was sich nicht auf dem Boden abspielt ;)

5 Gedanken zu „Dabei sein ist alles“

  1. Hallo Daggi,

    Deine Teilnahme ist niemals zu spät. Ich schnaufe ehrlich gesagt schon, wenn ich Dein Intervall-Programm nur durchlese. Ich werde heute Abend auch zum ersten Mal seit langem die Sportschuhe anziehen und wenigstens mal ne kleine Strecke walken/joggen. Wann ist denn dieser Lauf?

    Danke für Deinen Beitrag und schönen Sonntag
    Sandra

  2. Das mit den Hörbüchern ist eine gute Idee… ich konnte mich bisher mit Hörbüchern nicht so richtig anfreunden, weil mir immer die Zeit dazu fehlte – aber sie mit Sport zu kombinieren, auf die Idee kam ich noch gar nicht…. =)

  3. [Als Spam markiert von Antispam Bee | Spamgrund: CSS Hack]
    Nach gut drei Jahren ganz OHNE Sport (vorher nur falsches Training in der Muckibude, max. 5 Minuten aufwärmen), dafür aber 10 kg zugenommen, wollte ich anfangen zu Joggen und bin auf diese Seite gekommen. Mache Schichtarbeit und habe Familie. Trotzdem funktioniert der Plan, auch wenn ich es nicht immer 3x pro Woche schaffe, 2x muß es aber mindestens sein. Bevor ihr im Freien lauft, fangt doch erstmal auf dem Laufband an, das ist etwas einfacher (keine Steigung/Gefälle). Wenn ihr Fortschritte seht, geht ihr draußen Joggen. Es wird aber etwas anstrengender als auf dem Laufband! Nach zwei Wochen legt sich das aber auch (dann macht ihr die 5. Woche im Plan halt drei mal, was solls). Das sind jedenfalls meine Erfahrungen. Bin jetzt bei 2×14 Minuten mit 2 Minuten Gehen dazwischen. Mittlerweile ist meine Motivation so hoch, daß ich auf jeden Fall 3x in der Woche Laufe. Man hat IMMER Zeit, 3×30 Minuten die Woche zu laufen, man muß nur WOLLEN!!! Am Anfang ist es nicht so schlimm, wenn man nur 2x läuft, mit steigender Leistung wird es mehr. Also immer locker angehen und keinen Stress, dann wird das schon. „Tempo raus“ war auch ein guter Tip. Am Anfang ist die Geschwindigkeit doch egal. Was bringt es, 14km/h zu laufen und dann nach 3 MInuten aufgeben zu müssen? Freu mich schon, den Trainingsplan abzuschließen und dann an den nächsten Zielen zu arbeiten!

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