Gesetzte der Lust von Tiffany Reisz

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Bei Buchneuheit.de bin ich auf die Aktion #weristNora gestossen, habe mir das Sneak Video angesehen und war der Meinung, dass es sich um einen Thriller handelt. Also habe ich bei der Aktion teilgenommen, gewonnen und so ist Gesetze der Lust von Tiffany Reisz in meinem Briefkasten gelandet.

Das ist natürlich ein bisschen unglücklich gelaufen, den um Erotikromane habe ich – bis auf kleine Ausnahmen – bisher einen großen Bogen gemacht. Nur habe ich mir den Gewinn selbst zuzuschreiben und da können, Autor und Verlag nichts dafür, also habe ich das Buch gelesen und will es natürlich auch rezensieren.

In meinem Kopf gibt es eine Schublade mit allem, was mir zum Thema Erotikromane einfällt und dieses Buch passt ganz wunderbar in diese Schublade. Viel Sex, derbe Wortwahl und was in diesem Fall noch erschwerend hinzu kommt: SM. Allerdings war es gar nicht so unangenehm zu lesen, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Die Autorin hat sehr unterschiedliche Protagonisten geschaffen, die allesamt eine spannende Vorgeschichte haben. Nora Sutherlin ist eine Erotikautorin und ehemalige Domina, jetzt allerdings untersteht sie dem Priester Søren, der sie dominiert. Griffin ist ein guter Freund von Nora, stinkreich und dem Sex nie abgeneigt. Außerdem gibt es noch den schüchternen Michael, der sich gegen seinen Vater zu Wehr setzen muss, weil dieser nicht versteht, warum man sich selbst Schmerzen zufügen muss.

Aber um was geht es in dem Buch überhaupt? Søren steht auf der Wunschliste als neuer Bischof, hängt aber sehr an seiner Privatsphäre, verständlich, ist er doch einer der Größen im regionalen SM-Zirkel. Eine Reporterin erhält einen Hinweis auf einen „Interessenskonflikt“ und beginnt zu recherchieren. Entsprechend muss Nora von der Bildfläche verschwinden und ihr dominanter Partner schickt sie zusammen mit Michael zu Griffin. Dort soll sie Michael als Unterwürfigen ausbilden.

In einem weiteren Strang kann der Leser das Tun der Reporterin verfolgen, die nicht vom Liebesleben des Priesters und Nora ahnt, sondern davon ausgeht, dass es sich bei Søren um einen Kinderschänder handelt. Vorbelastet ist sie dabei durch das Leiden ihres Bruders der Missbrauchsopfer war und deswegen Selbstmord beging.


Meine Meinung:

Der Einstieg in die Geschichte war nicht ganz einfach, vermutlich, weil mir die Vorgeschichte fehlt. Ja, es gibt einen ersten Teil, den ich nicht gelesen habe und ich bin der Meinung, dass das auch nicht zwingend notwendig ist, um diesen zweiten Buch zu verstehen, aber es macht natürlich Sinn, mit Das Locken der Sirene zu starten.

Was dann kommt ist Sex, ist Stehen, im Liegen, im Knien, im Bett, auf dem Tisch, im Auto, mit grossen Schmerzen, mit noch grösseren Schmerzen und sogar ohne Schmerzen. Hetero, gleichgeschlchtlich und bi.

Die Autorin lässt eine Liebesgeschichte mit einfliessen und erzählt aus Sørens Leben, was ich überaus spannend und interessant fand.

Das Ende weist auf einen möglichen dritten Teil hin.


  • Mein Fazit:

Was auch immer ich mir unter einem Erotikroman vorgestellt habe, Gesetze der Lust erfüllt jeden einzelnen Punkt davon, einige davon bewerte ich nach wie vor eher negativ, mit anderen Punkten konnte ich mich anfreunden, das liegt – so vermute ich – am Schreibstil der Autorin. Mit den SM-Szenen hatte ich meine Probleme, denn die Beschreibungen waren stellenweise sehr sehr heftig.

3 Gedanken zu „Gesetzte der Lust von Tiffany Reisz“

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