Schwarzlicht von Horst Eckert

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Schwarzlicht
von Horst Eckert
ein Politkrimi aus dem Jumbo Verlag
erschienen am 24. Oktober 2013

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Dieses Buch wurde mir über Blogg Dein Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug wurde ich gebeten, zu verlinken. Für den Artikel wurde ich aber weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.

  • Zum Inhalt:

NRW steht kurz vor der Landtagswahl, als der Ministerpräsident Walters Castorp verschwindet. Kurz darauf wird er tot aufgefunden und dem KK1 Sechs-Leiter „auf Probe“, Vincent Veih, wird der Fall übertragen. Veih selbst bringt Altlasten mit, die Mutter war inhaftiert, weil sie dem Umfeld der RAF zugerechnet wurde, sein Großvater war im zweiten Weltkrieg Teil des Hitler-Regimes und Vincent selbst knabbert gerade an der Trennung von Nina und muss sich erst klar darüber werden, ob es Sinn macht, sie dazu zu bewegen, zu ihm zurück zu kommen.

Der prominente Tote ruft die Politprominenz auf den Plan und so sieht sich Vincent dem öffentlichen Druck, dem Druck der Polizei, aber auch in den eigenen Reihen ausgesetzt.


  • Meine Meinung:

Schwarzlicht ist ein Politkrimi der in Deutschland spielt und auch wenn die eine oder andere Situation ein wenig überzogen wirkt, könnte ich mir vorstellen, dass die Geschichte genau so passiert. Vielleicht nicht der Mord, aber alles, was sich am Rande abspielt. Das mag daran liegen, dass man sich gelegentlich an den einen oder anderen Polit-Skandal in Deutschland erinnert fühlt. Ein Politiker, der an Wählergunst verliert, Abgesandte des Kanzleramtes, die der Person den Rücktritt nahe legen, Schwarzgeldkassen und die berühmten Krähen, von denen keine der anderen ein Auge aushackt. Das ist der Stoff, der diesem Buch die Würze gibt.

Vincent Veih scheint ein wenig verkorkst zu sein, doch dass seine Mutter als Verbrecherin inhaftiert war, hat ihm keine einfache Kindheit beschert. Er ist Polizist, weil er die „Bösen“ schnappen will und da spielt es für ihn auch keine Rolle, dass er sich mit „hohen Tieren“ anlegen muss. Den Protagonisten fand ich sehr sympathisch, weil er gradlinig ist und seinen Weg geht, komme was wolle.  Seine (Ex-) Freundin mag recht haben, dass er sich erstmal über einiges selbst klar werden muss. Für meinen Geschmack war es nicht notwendig, dass Vincent gerne schnell fährt und dabei darüber nachdenkt, das Auto einfach an einen Brückenpfeiler zu lenken, wenn es ihm schlecht geht.

Saskia, eine Reporterin, freundet sich mit Vincent an. Während ich zu Anfang noch davon ausgegangen bin, dass sie Vincent schaden könnte, wurde ich positiv überrascht, Saskia ist alleinerziehende Mutter, die mit beiden Füßen fest im Leben steht und Vincent mit Sicherheit Halt geben könnte.

Die Handlung selbst hat mich sofort in den Bann gezogen, der Spannungsbogen streckt sich bis zum Ende. Der Leser gerät in Versuchung, zu erraten, wer der Täter ist, aber der Fall ist so komplex, dass die Nebel sich erst gegen Ende lichten. Die Geschichte ist schlüssig, wie gesagt, manchmal vielleicht ein wenig überzogen, das dann aber so gut verpackt, dass es einfach gefällt.

Das Cover ist sehr schlicht und bezieht sich auf den Titel des Hörbuches, entsprechend finde ich das Cover sehr passend, auch wenn es mir nicht ins Auge gesprungen wäre.

Der Sprecher, Dietmar Wunder, hat mir ebenfalls gut gefallen, er setzt die Geschichte sehr gut um und hat eine angenehme Stimme.


  • Fazit:

Eine tolle Idee, die sehr gut umgesetzt wurde und ein Sprecher, der das i-Tüpfelchen auf dem Ganzen ist. Sollte es einen weiteren Vincent-Veih-Fall geben, würde ich ihn auf jeden Fall lesen oder hören wollen.  5 von 5 Sterne und ein großes Dankeschön an Blogg Dein Buch und den Jumbo Verlag für die Zurverfügungstellung des Hörbuches.

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