Lienen kartet nach

Gut, es war vielleicht nicht die feine Art von Marco Kurz, nach dem Sieg vom Betze in Jubelposen Richtung Löwen-Bank auszubrechen. Aber wer mag es ihm verdenken, nach allem, was in München passiert war. Im „Guten“ war er ja nicht gerade gegangen worden. Und der Trainer des FCK hat von vorne herein gesagt, dass es „kein Spiel wie jedes andere“ sein würde.

Doch es folgte die grosse Stunde des Ewald Lienen. Zunächst verweigert er Marco Kurz den Handschlag auf der Pressekonferenz, natürlich vor laufender Kamera. Dann trifft er die Aussage, dass das Verhalten von Marco Kurz in anderen Ländern zu einer Sperre führen würde. In der Abendzeitung habe ich sogar gelesen, er soll gesagt haben „In Südeuropa würden sie ihn lynchen dafür“. Und nun der ganz grosse Gegenschlag: Lienen wird Kurz „natürlich“ beim Bund Deutscher Fußballlehrer anzeigen.

Interessant finde ich, dass die Abendzeitung ihren Artikel mit den Worten „Gut möglich, dass die Löwen-Fans derzeit andere Sorgen haben.“ beendet. Die Fans bestimmt, aber der Trainer braucht scheinbar einen Nebenkriegsschauplatz um (von eigenen Fehlern ?) abzulenken.

Wieso schwirrt mir gerade „schlechter Verlierer“ durch den Kopf?

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