Frakturen, Rupturen, Distorsionen …

 Handgelenk
 

Die Skiunfälle von Schumi und Frau Merkel haben die Diskussionen um die Gefahren des Wintersportes wieder angefacht, ich möchte gar nicht groß auf die beiden Unfälle eingehen. Über Schumi wurde schon mehr als genug berichtet, da lobe ich mir unseren regionalen Radiosender, der einmal mehr entschieden hat, nur zu berichten, wenn es wirklich etwas Neues gibt. Und die Verletzung von Frau Merkel, naja, sie ist vergleichsweise doch recht harmlos.

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Ich selbst fahre nur Ski und gelegentlich gehe ich auf die Eisbahn. Freunde von mir wollten mich mitnehmen zum Bobfahren, aber da habe ich viel zu viel Respekt, genau wie vor Skispringen, und Langlauf ist so gar nicht mein Ding.

Als ich im vergangenen Jahr zum ersten Mal seit 20 Jahren wieder auf Skiern gestanden bin, habe ich selbstverständlich einen Helm getragen und ich war überrascht, wieviele Erwachsene das ebenfalls getan haben. Bei den eigenen Kindern sind wir ja grundsätzlich sehr sicherheitsbedacht, aber ich hätte vermutet, dass mehr Erwachsene einen Helm als Einschränkung oder „unschön“ ansehen, doch hier scheint das Sicherheitsdenken schon die bedeutendere Rolle übernommen zu haben.

Was man immer wieder hört, ist, dass sich Skifahrer verletzen, wenn sie ausserhalb der markierten Pisten unterwegs sind. Da droht mir keine Gefahr, denn das würde ich nicht in Erwägung ziehen, weil die präparierten Pisten für mich vollkommen ausreichend sind.

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Um sich leichtere Verletzungen zuzuziehen, reicht ein kleiner Fahrfehler schon aus. Das ist wirklich eine Gefahr, die ich einräumen muss.

Die größeren Gefahren sehe ich aber beispielsweise in der Menge an Skifahrern, die auf den Pisten unterwegs sind, denn ich habe den Eindruck, dass es immer mehr Leute in den Schnee zieht. Die Rechnung ist eigentlich einfach, je mehr Leute auf einem Hang unterwegs sind, um so mehr muss man aufpassen.

Ein No-Go ist für mich das alkoholisierte Fahren. Es heisst nicht umsonst Aprés-Ski. Wer die Ausrüstung ausgezogen und in die Ecke verbannt hat, kann gerne trinken, soviel er will. Aber zwei, drei, vier Bier über Mittag in der Hütte sollten genau so tabu sein, wie das Fahren nach unzureichendem Schlaf und mit Restalkohol.

Eigentlich sollte man meinen, dass – wenn jeder mit etwas Menschenverstand fährt – nicht sehr viel passieren dürfte. Leider reicht es aber nicht aus, wenn ich gut aufpasse, das ist wie im Strassenverkehr, wenn ein andere Mist baut, kann ich auch in einen Unfall verwickelt werden, obwohl ich vorsichtig gefahren bin.

Ja, der Skisport birgt gefahren, ja, jeder kann etwas dafür tun, um das Risiko niedrig zu halten, aber ein Restrisiko bleibt immer. Hier beruhigt mich die Statistik ein wenig. Die Auswertungsstelle für Skiunfälle – ja, sowas gibt es – besagt, dass in der Saison 2012/2013 nur 0,1 % aller deutschen Skifahrer wegen eines Skiunfalls stationär aufgenommen werden musste. Leider habe ich keine Vergleichszahlen zu anderen Sportarten, aber auf den ersten Blick scheinen 0,1% ein überschaubares Risiko zu sein.

Nur: wenn es Dich wirklich schlimm erwischt, sind auch diese 0,1 % genau 0,1 % zuviel. In diesem Sinne ende ich, wie ich begonnen habe: „Alles Gute, Schumi.“

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Die Diskussion um die Risiken des Wintersports sind auch beim Bloggerwettstreit ein Thema und wenn ihr wissen wollt, was andere Blogger darüber denken, dann schaut bei Ramona vorbei.

Ein Gedanke zu „Frakturen, Rupturen, Distorsionen …“

  1. Das es so ein Amt gibt wusste ich gar nicht. Sehe das grnauso wie du, wenn was passiert ist selbst das minimale noch zu viel. Wir fahren weder Ski, noch Eislaufen. Ist uns zu gefährlich und haben zu wenig Kondition um Langlauf zubetreiben.
    lg Ramona :)

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