Die Heilanstalt von Simon Geraedts

Zum Inhalt:

Patrick findet sich in nach dem Aufwachen in einer Klinik wieder, hat aber keine Erinnerung an sein Leben oder wie er in die Klinik gekommen ist. Gleich, nachdem er sich aus seinem Krankenzimmer begibt, begegnet er Melanie und verbringt den Tag mit ihr. Als sie ihm die Heilanstalt zeigt, stellt Patrick fest, dass es kein Fenster gibt und das Tageslicht nur vorgetäuscht ist. Außerdem scheinen sich die Menschen um einen türkisfarbenen Tee zu streiten. Als Patrick immer wieder zu diesem Wundertee greift, der die Patienten heilen soll, leidet er unter Entzugserscheinungen. Melanie hat Glück, denn sie hat eine Aversion gegen Tee und hat das Wundermittel noch nie angerührt. Im Gegensatz zu allen anderen Patienten hat sie deshalb einen klaren Blick und wirkt nicht betäubt. Melanie versucht, Patrick zu warnen, dass mit der Klinik etwas nicht stimmt. Sie will ihn von dem Tee fern zu halten, der ihn die Kontrolle über sich verlieren lässt. Doch Patrick kann dem Wundermittel nicht wiederstehen. Erst, als Melanie verschwunden ist, kann er zu sich selbst zurück finden und beginnt einen Kampf gegen einen unbekannte Gegner.


Meine Meinung:

In der ersten Hälfte des Buches vermutete ich recht schnell, dass der Tee die Patienten gefügig machen soll. Die Frage war nur, warum. Ich dachte an illegale Experimente und wollte wissen, was wirklich dahinter steckt. Deswegen war ich auch etwas genervt, dass die Handlung fast auf der Stelle trat. Ständig las ich darüber, dass Patrick es nicht schafft, auf den Tee zu verzichten und immer mehr der Sucht verfällt. Ich war sogar kurz davor, das Buch deswegen abzubrechen.

Genau zur Hälfte des Buches, als Melanie verschwindet, gibt es einen Rückblick auf die Kindheit des Protagonisten und spätestens hier wird deutlich, dass es sich nicht um einen reinen Psychothriller handelt. Ab diesem Zeitpunkt nahm die Handlung merklich an Fahrt auf und entwickelt sich zu einer Dystopie und alles, was vorher unklar war, fügt sich nun zusammen.

Es würde mich schwer fallen, diesem Buch eine faire Bewertung zu geben, denn ich hatte einen Psychothriller erwartet und der Teil, der dieses Genre umsetzt, war mir zu langweilige. Eine Dystopie habe ich bisher noch keine gelesen und habe nach diesem Buch auch den Eindruck, dass es nicht mein Genre ist. Aus diesen Gründen habe ich mich entschlossen, auf eine Bewertung zu verzichten. Mein Fazit ist, dass der potentielle Leser wissen sollte, dass dieser Roman zwei Genres bedient und dass sich das Durchhalten lohnt, weil man in der zweiten Hälfte mit Spannung belohnt wird.

Sub

Simon Geraedts ist 1984 geboren und damit erfülle ich einen weiteren Punkt meiner Challenge: Lese ein Buch eines Autors, der jünger ist, als Du.

Ein Gedanke zu „Die Heilanstalt von Simon Geraedts“

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