Meine Waage ist eigentlich gar nicht so doof…

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Day 30 – Anything you want to post about

Heute poste ich über cellRESET, ein Gesundheitsprogramm, dass ich von Mitte März bis Mitte April absolviert habe.

Was ist cellReset?

cellRESET ist als 2-stufiges Programm zur Verbesserung und  Stabilisierung der Gesundheit entwickelt worden. Als „Nebeneffekt“ kann man dabei noch einige Kilos verlieren. Da bei meinem Übergewicht auch ein Gewichtsverlust mit dem Gewinn an Gesundheit einhergeht, war mein Interesse ziemlich schnell geweckt.

Nachdem ich an einem Infoabend teilgenommen habe, habe ich den Blog von Jay entdeckt, der cellRESET auch ausprobiert hat und mit dem Ergebnis soweit zufrieden war. Dass es funktioniert hatte ich bis dahin schon an der Freundin meines Schwagers gesehen, nur hatte ich schlichtweg Angst, nicht genug Selbstdisziplin zu haben, um durchzuhalten, oder Probleme damit zu bekommen, dass ich für die Kinder getrennt kochen muss. Nachdem dann aber auch bei meiner Schwägerin die Pfunde gepurzelt sind und sie in dieser Zeit ebenfalls zwei Kinder und einen Mann zu versorgen hatte, habe ich mein Set bestellt und losgelegt.

Woche 1

In den beiden Tagen vor dem Start des Programmes Mitte März war ich noch mit einer Freundin essen (große Portion Nachos, mit Käse überbacken) und habe mir einigen Mädels den 40. einer Freundin gefeiert (leckeres warmes Essen, leckeres Salat- und Nachspeisenbuffett, Pistazien, Schokoeier), entsprechend habe ich am Starttag nochmal ein bisschen mehr auf die Waage gebracht, als das Gewicht, das ich in den Wochen zuvor gehalten hatte.

In der ersten Woche durfte ich nur Proteine essen, Gewürze sind erlaubt, Salz ist tabu. In den ersten Tagen fiel mir das durchhalten sehr schwer, schliesslich komme ich normalerweise an keiner Tafel Schokolade vorbei und die Geschäfte waren voll mit Auslagen an Ostersüßigkeiten. Außerdem mussten auch die Kids weiter versorgt werden und mehr als einmal war ich versucht, mir ein Stück Schafskäse oder ein bisschen Eisbergsalat in den Mund zu stecken oder die Reste von den Käsespätzle zu essen. Nach dem dritten Tag wurde es leichter, am fünften Tag habe ich eine Packung Kitkat der Mädels entdeckt, die mich fast schon kalt gelassen hat :D.

Scheinbar tut es mir gut, einen genauen Plan zu haben, was ich wann essen darf. Den Heisshunger hatte ich durch verschiedene Tips gut im Griff, meist trat er nur dann auf, wenn ich hungrig einkaufen gegangen bin, oder wenn ich die Süssigkeiten entdeckt habe, manchmal auch spät abends. Tagsüber fühlte ich mich eigentlich immer satt.

Wichtig war für mich aber auch, dass ich von meinem „Offizieller cellRESET Empfehlungsgeber“ während dieser schweren Zeit begleitet wurde. Hatte ich Fragen, konnte ich mich direkt an ihn wenden, hatte ich Probleme, hatte er immer einen Tipp für mich und wenn es mir mal nicht so gut ging, war immer jemand da, der mich motivieren konnte. Gegen Ende der ersten Woche habe gemerkt, dass mir Obst und Gemüse fehlen, nein, so ein Verlangen kannte ich bei mir nicht und es war ein sehr überraschendes Gefühl.

Das Ergebnis nach Woche 1:

Gewicht: -7,2 kg
Taille: -4 cm
Hüfte-, Oberschenkel- und Oberarmumfang haben sich kaum verändert.

Natürlich spielt mit hinein, dass ich die beiden Tage vor dem Start noch richtig genossen habe und natürlich ist das kein Fettabbau, sondern zum Großteil Wasser, aber es motiviert natürlich, weiterzumachen.

Woche 2

Zu den Proteinen kamen in der zweiten Woche viel Salat, viel Gemüse und etwas Obst, ausserdem Joghurt zum Frühstück mit dazu. Ich habe gemerkt, dass ich immer weniger Lust auf Putenfleisch hatte, deswegen habe ich viel variiert mit Garnelen und Lachs, aber auch mit Tofu, was ich zum ersten Mal ausprobiert habe.

Darüber hinaus habe ich etwas erstaunliches festgestellt: Ich kann plötzlich ohne größere Probleme an Süßem vorbei gehen, ich kann anderen beim Kuchenessen zuschauen und es macht mir rein gar nichts aus.

Durch die erneute Umstellung habe ich am ersten Tag ein halbes Kilogramm zugenommen. Das war natürlich etwas frustrierend, aber eine Nachfrage bei meinen Schwägerinnen ergab, dass es bei ihnen genau so war. Im Laufe der Woche habe ich viele Gemüsesorten und Salate in allen Varianten durchprobiert. Am Ende der Woche hatte ich nochmal ein knappes Kilogramm weniger.

Woche 3

Die dritte Woche begann mit einem zweitägigen Seminarbesuch mit Vollverpflegung. Ehrlich gesagt hatte ich anfangs große Bedenken, wie ich diese zwei Tage durchstehen sollte. Es klingt wohl etwas seltsam, wenn ich im Hotel Putenschnitzel ohne Salzwürzung oder reinen Joghurt als Salatdressing verlange ;) aber es hat recht gut geklappt. Meinen Salat konnte ich mir selbst zusammen stellen und an jedem Tag war Fisch im Angebot.

Am Donnerstag war ich dann mit meinen Arbeitskollegen essen und das war wirklich klasse, denn auf der Speisekarte hatte ich einen französischen Salat mit Garnelen gefunden und gefragt, ob man mir den auch ohne Salz zubereiten könnte. Das Joghurtdressing war perfekt, die Garnelen hätten etwas mehr gewürzt sein dürfen, aber da hatte man es einfach zu gut mit mir gemeint und es war ja mein eigener Wunsch gewesen, von daher war das auch vollkommen ok.

Durch die beiden Seminartage verlängerte sich meine Kur, aber auch das war zuvor so geplant gewesen.

Zwischenstand nach drei Wochen:

Gewicht: – 9,6 kg
Taille: – 8 cm
Hüfte: – 4 cm
Oberschenkel: – 2 cm
Oberarm: – 3 cm

Woche 4:

In dieser Woche habe ich mir schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie es nach den 28 Tagen weiter gehen soll. Ich freute mich sehr darauf, mal wieder ein Eis oder Nudeln zu essen, aber natürlich verfolge ich das Ziel, weiter abzunehmen. Was mir das Programm gebracht hat, weiss ich bereits. Ich frühstücke jeden Tag, das werde ich auch beibehalten und damit ist ein wichtiger Grundstein gelegt, denn bisher habe ich nur an den Wochenenden mit meiner Familie gefrühstückt, unter der Woche hat mir eine Tasse Kaffee gereicht und auf der Strecke vom Parkplatz zum Büro liegen ja netterweise gleich zwei Bäckereien, Ihr wisst, was ich meine ;) Weiterhin habe ich mir vorgenommen, morgens schon etwas zu Essen zu richten und mitzunehmen ins Büro, das wird wohl meist Salat sein. Außerdem trinke ich viel mehr als noch vor fünf/sechs Wochen und das ist bekanntlich extrem wichtig.

Nun gilt es, Neues auszuprobieren. Couscous und Bulgar statt immer nur Nudel und Reis, Soja Schnetzel statt Hackfleisch, Roggenbrot statt Weißbrot, viel Gemüse, viel Salat und nach Möglichkeit nicht so viel Salz.

Natürlich darf ich in Zukunft auch geniessen, was Süßes, essen gehen, werde mir bei Geburtstagen wieder ein Stück Kuchen genehmigen, gelegentlich ein Glas Bier, Wein oder Sekt trinken, aber ich werde viel mehr darauf achten, was und wieviel ich esse und nach „Ausfalltagen“ einen „weißen Tag“ einlegen. Selbstverständlich kann es passieren, dass es zwischendurch nicht funktioniert, wie ich mir das vorstelle, dass ich nicht weiter abnehme oder sogar wieder an Gewicht zulege, aber dann weiß ich nun, dass ich genug Selbstdisziplin an den Tag legen kann und das ist eine Erkenntnis, die mich wirklich begeistert hat, denn das hätte ich mir am Anfang tatsächlich nicht zugetraut und so bin ich auch richtig stolz auf mich.

Mein Fazit nach einem Monat:

Gewicht: – 11,8 kg
Taille: – 8 cm
Hüfte: – 4 cm
Oberschenkel: – 4 cm
Oberarm: – 3 cm

6 Gedanken zu „Meine Waage ist eigentlich gar nicht so doof…“

  1. Liebe Daggi,
    du musst schon ein sehr willensstarker Mensch sein, denn der SpeiseFahrplan liest sich ziemlich „mager“! Ich denke also, es dürfte kaum ein Problem sein, das jetzt erreichte Gewicht zu halten, bzw. sogar evtl. noch 1 oder 2 kg weiter abzunehmen, falls das von dir angestrebt ist.
    Ich gratuliere dir jedenfalls von Herzen♥ Du kannst stolz sein auf Dich!!!
    Liebe Grüße zum 1.Mai
    ♥lichst moni

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