Snail Mail

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Snail Mail. Was früher Postzustellungen waren, die weit über der normalen Zustellzeit lagen, steht heute für die Zustellungsgeschwindigkeiten von Briefpost gegenüber von eMails.

Aber es gibt gute Gründe, trotzdem auf die Briefpost zurück zu greifen. Im Büro verfasse ich jeden Tag etliche Anschreiben an Kunden, aber auch privat nutze ich diese Möglichkeit, beispielsweise bei Kündigungen von Mitgliedschaften, wenn dies online nicht möglich ist. Üblicherweise schreibe ich diese Briefe dann per PC. Postkarten hingegen sind für mich etwas sehr Persönliches, ich schreibe sie zu Ostern, zu Weinachten oder aus dem Urlaub und natürlich immer mit Hand. Ich ziehe diese Post- und Glückwunschkarten den eCards vor und sammle sie auch. Für die Postkarten haben wir eine eigene Wand, an der wir sie aufhängen. Doppelkarten bewahre ich gelegentlich auch auf, wenn sie mir wichtig sind. Als ich vor einigen Tagen etwas gesucht habe, ist mir die Abschiedskarte meiner ehemaligen Kollegen in die Hände gefallen, die habe ich 2001 erhalten :-)

Grundsätzlich schreibe ich aber bevorzugt eMails, natürlich, weil es viel schneller geht und kostengünstiger ist. Die E-Mails bieten aber noch viele weitere Vorzüge, z.B. die Möglichkeit, Anhänge zu versenden.

Allerdings bin ich der Meinung, dass man auch bei eMails eine gewisse Form wahren sollte. So achte ich ganz bewusst auf die Verwendung einer Anrede. Das variiert von „Sehr geehrte(r)“ bis zu einem einfachen „Hallo“. Außerdem ist mir die Beachtung von Groß- und Kleinschreibung wichtig. Im Internet ist es teilweise noch ganz und gäbe, alles in Kleinbuchstaben zu schreiben. Dem konnte ich noch nie etwas abgewinnen, die Berücksichtigung von Groß- und Kleinschreibung ist für mich ein Ausdruck von Höflichkeit und Respekt. Aus dem gleichen Grund lese ich mir meine Mails noch einmal durch, bevor ich sie versende und lasse die Rechtschreibeprüfung über meine Mails laufen. Meine Mails „unterzeichne“ ich übrigens auch immer. Das kann ein „Mit freundlichen Grüßen“ sein oder, sofern angebracht, auch ein „LG“. Hier habe ich übrigens festgestellt, dass es gerade unter Kolleginnen aus allen Altersgruppen, die sich duzen, üblich ist, ein LG zu benutzen, was meiner Meinung nach bis vor einiger Zeit fast ausschliesslich unter Freunden gebräuchlich war.

Wie verhält es sich bei Euch? Schreibt Ihr noch Briefe und wenn ja, hin und wieder auch handschriftlich oder greift Ihr auch lieber auf den PC zurück?

 

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