Deiner Seele Grab von Inge Löhnig

P1160570

Deiner Seele Grab
von Inge Löhnig
Verlag: List
erschienen am 10. März 2014
gelesen für Vorablesen


Zum Inhalt:

Eine Rentnerin liegt tot in ihrem Bett, sie ist offensichtlich keines natürlichen Todes gestorben, denn sie wurde hergerichtet, Apfel und Trauben wurden ihr in die Hand gelegt. Aber nicht nur das, es fehlt auch Geld in der Wohnung und die Putzfrau ist verschwunden. Als noch weitere Menschen sterben, müssen die Ermittler davon ausgehen, es mit einem Serienmörder zu tun zu haben, der den Umgang mit alten Menschen an den Pragner stellt. Als bei einem weiteren Toten auch die Tochter ermordet aufgefunden wird, hegt die Mordkommission aber Zweifel an ihrer Theorie.

In einem zweiten Handlungsstrang wird intern gegen Kommissar Konstantin Dünfort ermittelt, weil er angeblich eine Zeugin verletzt hat und einer seiner Kollegen, der noch eine Rechnung mit ihm offen hat, gegen ihn aussagt.

Die Protagonisten:

Konstantin „Tino“ Dühnfort ist in der Zwischenzeit mit Gina zusammen gezogen, die sich in eine andere Abteilung hat versetzen lassen. Sie sehen sich dadurch seltener als zuvor und gerade jetzt, wo interne Ermittlungen gegen ihn laufen, könnte er ein offenes Ohr gebrauchen.

Kirsten, die alleinerziehende Mutter, deren Tochter davon ausgeht, dass Kirsten ihren Vater erschossen hat und deswegen nichts mehr mit ihrer Mutter zu tun haben will. Die Beamtin versucht, die Ermittlungen und ihre privaten Probleme unter einen Hut zu bringen.

Meine Meinung:

Inge Löhnig hat mir einmal mehr eine spannende Lesenacht beschert. „Nur noch ein Kapitel“ Ihr kennt das, oder ;-) Natürlich versucht man, als Leser herauszufinden, was tatsächlich passiert ist, bevor es die Ermittler tun. Hier hatte ich tatsächlich erst ziemlich am Ende eine Ahnung, wie es passiert sein könnte, alle anderen Ideen haben sich durch verschiedene Wendungen in der Handlung in Luft aufgelöst.

Die beiden Handlungsstränge laufen völlig unabhängig von einander und auch wenn Gina bei den Ermittlungen zur Mordserie nicht dabei ist, spielt sie durch den zweiten Handlungsstrang auch in diesem Roman eine Rolle. Durch ihren Kinderwunsch wird nicht nur auf das Privatleben von Gina und Tino eingegangen, durch Kirstens Probleme mit der Tochter erfährt der Leser auch Privates von ihr.

Anmerken möchte ich, dass die Autorin auf Mißstände in der Altenpflege eingeht, was für mich bei einem Kriminalroman eher untypisch ist, aber hier sehr gut umgesetzt wurde und mit Sicherheit auch nachdenklich macht.

Fazit:

Ich habe bisher zwei Fälle von Kommissar Dünfort gelesen und kann diesen, seinen 6. Fall, genau so weiter empfehlen, wie die beiden anderen. Daher vergebe ich 5 von 5 Sternen.

Vielen Dank an den Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Ich weise darauf hin, dass dies keinen Einfluss auf meine Beurteilung hat, wer meine Rezensionen kennt, weiß, dass es bei mir keine „Gefälligkeits-Rezensionen“ gibt, sondern meine ehrlichen Leseeindrücke wiedergegeben werden.

 

Ein Gedanke zu „Deiner Seele Grab von Inge Löhnig“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.