Kollektive Arbeitsniederlegung

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Meine Arbeitskollegin ist vergangene Woche aus dem Osterurlaub in Thailand zurück gekommen. Die letzten Tage vor ihrer Abreise war sie wie auf Kohlen gesessen, weil sie gehofft hat, dass am Flughafen nicht gestreikt wird. Ganz unabhängig von dem Aufschrei der durch die Presse ging, als es darum ging, warum Piloten „noch mehr“ verdienen sollten, habe ich Verständnis für die Streikenden.

Insbesondere im öffentlichen Dienst, z.B. bei den ErzieherInnen. Wenn ich sehe, was ErzieherInnen leisten müssen und was sie dafür monatlich aufs Konto bekommen, finde ich das sehr sehr traurig, schliesslich schaffen sie die Basis für die Zukunft unserer Kinder. Mag sein, dass ich gut reden habe, schliesslich besuchen meine Kinder eine Einrichtung eines kirchlichen Trägers, so dass sie von streikenden ErzieherInnen nicht betroffen sind. Aber als bei uns vor einigen Wochen ein paar Einrichtungen bestreikt wurden, haben die anderen Einrichtungen die Kinder, die an diesem Tag nicht zuhause betreut werden konnten, aufgefangen.

Öffentlicher Dienst heisst bei uns aber auch, dass die Buslinien bestreikt werden und das bedeutet für unsere Kinder, dass sie den Weg von der Schule zum Hort nicht mit dem Bus zurück legen können, sondern zu Fuß gehen müssen. Das sind dann mal locker 2 bis 2,5 km und wenn Erstklässler dann zum ersten Mal vor der Situation stehen, dass sie auf den Bus warten und der nicht kommt, das natürlich schon sehr seltsam für die Kids ist. Aber im Hort herrscht Gemeinschaftsgefühl, da sammelt sich dann eben die ganze Truppe und marschiert gemeinsam los.

Wie ist das bei Euch, bekommt Ihr Streiks auch zu spüren?

2 Gedanken zu „Kollektive Arbeitsniederlegung“

  1. Ich war selbst noch nie in dieser Form von einem Streik betroffen, aber ich war schon einmal streiken. Selbstverständlich hat sich der ganze Aufwand nicht gelohnt, man hätte sich das auch sparen können, aber umgekehrt kann man ja auch nicht immer still halten und sich alles gefallen lassen…

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