Ein Mann, ein Ring von Mathias Taddigs

ein mann

Ein Mann, ein Wort
von Mathias Taddigs
Verlag: Bastei Lübbe
erschienen am 16. Mai 2014

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Dieses Buch wurde mir über Blogg Dein Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug wurde ich gebeten, zu verlinken. Für den Artikel wurde ich aber weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.

Zum Inhalt:

Ein schlichter Kniefall und die Frage aller Fragen, das ist nichts für Felix. Er will seiner Nina den ultimativen Heiratsantrag machen. Da kommt ein spontaner Pärchenurlaub auf Mallorca gerade richtig. Eine prima Idee, wenn da nicht der Dauerregen, eine Herde Rinder, Felix´ Exfreundin und einige andere Kleinigkeiten dazwischen kämen.


Meine Meinung:

Der Protagonist Felix ist ein Romantiker, wie er im Buche steht. Allerdings tritt er zielsicher in jedes Fettnäpfchen, dass sich ihm in den Weg stellt, „Fettnäpfchenpest“ nennt das seine Freundin Nina. Und Felix scheint auch ansonsten größere und kleinere Katastrophen magisch anzuziehen. Ob das ein Fisch ist, den er im Auto vergisst, der Sohn seiner Ex, der dank ihm ein Repertoire an Schimpfwörtern aufbauen kann oder eben der geplante Heiratsantrag, bei dem alles schief geht, was hätte schief gehen können.

Nina ist grundsätzlich ein positiver Mensch und versucht, in allem etwas Gutes zu sieht. Aufgrund der Kataströphchen, die von Felix ausgehen, hat sie es nicht immer leicht, aber sie liebt ihn und schaut daher auch über einiges hinweg.

Zu Beginn hat sich die Handlung für meine Begriffe ein wenig in die Länge gezogen und hat auch erst nach ungefähr einem Drittel des Buches richtig an Fahrt aufgenommen. Allerdings hat der Autor es bis zu diesem Zeitpunkt schon längst geschafft, mich in den Bann der Geschichte zu ziehen. Felix, der die Geschichte erzählt, deutet immer wieder eine Katastrophe an und lässt den Leser dann mit Sätzen wie „…inzwischen weiß ich es besser…“ in der Luft hängen. Dadurch habe ich gierig weitergelesen, denn natürlich wollte ich wissen, was dem armen Kerl noch alles passiert.

Beim Lesen bin ich einige Male auf Ungereimtheiten gestoßen. So war der kleine Lenny mal 3, dann wieder 3 1/2 oder 4 Jahre alt, was mich nicht gestört hat, was mir aber aufgefallen ist. Dass ein Junge in diesem Jahr noch mit Gläschen-Nahrung und Folgemilch ernährt wird fand ich dann eher ungewöhnlich, was aber natürlich ein subjektiver Eindruck isst, da meine Kinder in diesem Alter bereits längst am Tisch gegessen haben.

In Kapitel 15 erzählt Felix seinem Freund Uwe von einer Schwangerschaft, von der er allerdings erst in Kapitel 16 erfährt. Zunächst dachte ich, dass ich einfach etwas überlesen hatte, aber die Aussage „Bei mir war der Groschen inzwischen dann auch mal gefallen“ hat mir dann allerdings gezeigt, dass dem Autor hier ein Fehler unterlaufen ist.

Natürlich tun diese Ungereimtheiten dem Roman keinen Abbruch.


Mein Fazit:

Das Buch steckt voller Wortwitz, hat mich gut unterhalten und hat mir einige vergnügliche Stunden verschafft. An einigen Stellen habe ich herzlich gelacht und an anderen ein wenig mit Felix gelitten. Wer ein Buch sucht, um auf dem Liegestuhl einfach mal abschalten zu können oder wer schon immer einmal wissen wollte, wie viele Erwachsene auf einem Klettergerüst bei McDonalds Platz finden, der macht mit „Ein Mann, ein Ring“ mit Sicherheit nichts falsch.

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