Saphirblau nach dem Buch von Kerstin Gier #Kinoreview

Saphirblau

Im Rahmen der Serie „Young Movies“ haben die UCI-Kinowelten „Saphirblau“ bereits vor dem offiziellen Filmstart gezeigt. Meine beiden Mädels waren schon sehr gespannt auf den zweiten Film der Edelstein-Trilogie und so hatten wir uns Tickets für die Vorab-Vorstellung am 10. August 2014 reserviert. Das Kino war gut besucht und überraschenderweise eher von Erwachsenen, als von Teenies.

Da ich in den vergangenen beiden Tagen bereits zwei sehr negative Kritiken im Netz entdeckt habe, ist es mir ein Bedürfnis, nun eine Lanze für den zu Film brechen:

Ich bin der Meinung, man sollte sich im Klaren darüber sein, dass dies die Verfilmung eines Jugendromanes ist und der Film daher – wie überraschend – auch diese Zielgruppe anspricht. Es wäre mit Sicherheit ebenfalls kein Nachteil, wenn man als potentieller Besucher des Films eine gewisse Affinität für die Edelstein-Trilogie entwickelt hat.

Da ich immer wieder gerne zu einem Jugendroman greife, die Edelstrein-Trilogie mich verzaubert hat und ich damit gerechnet habe, dass der Film sich nur am Buch orientiert, das Buch aber nicht 1:1 umgesetzt werden kann, stand meinem persönlichen Kinovergnügen nichts im Wege.

Zum Inhalt des Filmes muss ich vermutlich nichts schreiben, ich gehe einfach davon aus, Ihr wisst, worum es in „Saphirblau“ geht.

Meine Gedanken zum Film:

Der Film glänzt beispielsweise mit tollen Aufnahmen von London, den aus „Rubinrot“ bekannten Special-Effects bei den Zeitsprüngen oder auch dem Blick in das Innere des Chronographen, wunderbaren Schauspielern und einem entzückenden Xemerius, der – wenn es nach mir geht – etwas mehr zur Geltung hätte kommen dürfen.

Zu Beginn des Films werden nochmals die Geschehnisse aus dem Film „Rubinrot“ zusammen gefasst, damit der Zuschauer die Möglichkeit hat, dort anzuknüpfen, wo es vor fast 1,5 Jahren geendet hatte.

Dem Handlungsstrang der Beziehung zwischen Gwen und Gideon wird hier mehr Raum gelassen, als in „Rubinrot“, aber wer das Buch kennt, hat mit Sicherheit damit gerechnet. An dieser Stelle muss ich auf einen der ersten Trailer zurück kommen, der – ziemlich reißerisch – nach einer Bettszene ausgesehen hat, wer das auch so empfunden hatte, den kann ich beruhigen, die Szene im Trailer ist aus dem Zusammenhang gerissen und kommt im Film überhaupt nicht billig herüber und wird der Altersfreigabe ab sechs Jahren auch gerecht.

Während die Geschichte der beiden Protagonisten hier also ausgebaut wird, ist Veronica Ferres kaum zu sehen. Für mich persönlich kein herber Verlust, da ich sie grundsätzlich sowieso nicht gerne sehe, allerdings mit der Einschränkung, dass ich sie in „Rubinrot“ sehr überzeugend fand, dagegen wirkt sie in „Saphirblau“ sehr blass.

Nach dem Film habe ich – wie oben bereits angedeutet – gehört, dass der Film sich nicht nahe genug am Buch orientiert. Ja, das ist so und das war auch schon bei „Rubinrot“ der Fall. Darauf muss man sich einlassen wollen. Ich kann beispielsweise nichts Verwerfliches daran finden, dass Gwen auf der Soiree der Bromptons nicht „Memory“ aus dem Musical „Cats“ singt, sondern (ACHTUNG SPOILER) „Time Warp“ aus „Rocky Horror Picture Show“ – „Time Warp“ – „Zeitsprung“ – darauf hätte Kerstin Gier doch beim Schreiben des Buches schon kommen können ;)

Natürlich hätte auch die Vorahnung von Tante Maddy (Der Löwe stösst mit einem Prankenhieb ein Herz die Klippen hinunter und beim Aufprall zerspringt es in viele Teile.) im Film nochmals aufgenommen werden können, als Gwens Herz tatsächlich zerspringt. Statt dessen steht Mr. Bernhard ihr in diesem schweren Moment zur Seite und hilft ihr einen Blick in die Zukunft zu werfen (tolle Idee übrigens, Ihr werdet schon sehen ;) ).

Wie gesagt, man sollte den Film auf sich wirken lassen, ohne ihn dauerhaft mit dem Buch zu vergleichen, dann kann man sich auf romantische, märchenhafte, verträumte, verrückte, spannende, humorvolle und unterhaltsame Stunden freuen. Mehrfach wurde im Kino laut gelacht, mehrfach hat sich ein Männerarm um eine Frauenschulter gelegt und mehfach habe ich gehört, dass die Kinobesucher nun gespannt sind, was sich die Filmemacher für „Smaragdgrün“ ausgedacht haben. Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich das Kino mit einem zufriedenen Lächeln verlassen habe und nun hoffe, dass „Smaragdgrün“ nicht all zu lange auf sich warten lässt.

6 Gedanken zu „Saphirblau nach dem Buch von Kerstin Gier #Kinoreview“

  1. eine tolle Rezi und ich bin schon sehr gespannt auf den Film. Mal sehen, wann wir es schaffen rein zu gehen, weil jetzt erstmal Urlaub anstehen wird.

    Aber ich freu mich schon regelrecht drauf :)

  2. Boah Daggi, wie ich dich beneide, dass du ihn schon gesehen hast!!!! Bei meiner Tochter und mir stand er eigentlich für das kommende WE auf dem Programm, da sie jetzt aber kurzfristig zu einem Turnier fährt, warte ich natürlich noch einige Tage mehr. Ich finde es gut, dass der erste Film kurz zusammengefasst wird, denn ich habe sowohl aus ihm als auch aus allen Büchern die Details nicht mehr präsent. Darum kann es bei mir auch nicht heißen, dass es nicht zum Buch passt. Bin aber sehr gespannt auf Xemerius. Danke für diese schöne Rezi <3
    LG Iris

  3. Das hört sich vielversprechend an…
    Buchverfilmungen sind ja immer so eine Sache, wobei ich auch nicht überkritisch bin. Wenn´s nicht genauso schlecht verfilmt wurde wie „Eragon“, dann bin ich schon zufrieden… und davon gehe ich jetzt mal aus :-)
    LG
    Tanja

  4. Liebe Daggi,
    du sprichst mir aus der Seele, obwohl ich den Film noch nicht gesehen habe! Toll, dass er dir gefallen hat. Ich freue mich schon so sehr, ihn auch endlich sehen zu können!
    Danke für die schöne Review!
    Liebe Blubbergrüße
    Anka

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.