Kurier des Todes von Alex Berenson

Zum Inhalt:

John Wells ist undercover in Afghanistan und hat sich mehrere Jahre nicht mehr bei der CIA gemeldet. Er konnte die Anschläge vom 11. September nicht verhindern, weil er zu diesem Zeitpunkt noch nicht tief genug in die Al-Qaida integriert war. Mit Hinweisen auf weitere Terroranschläge wird er von der Al-Qaida in die USA zurückgeschickt. Bei der CIA schenkt man ihm aber kein Vertrauen mehr und so muss er die USA im Alleingang retten.

Wenige Tage, nach dem ich das Buch ausgeliehen haben, wurde der Tod von Osama Bin Laden bekannt. Dadurch war das ganze Thema um die Al-Qaida wieder aktuell wie längere Zeit nicht mehr. Schwer vorstellbar, dass die CIA jemanden in das Netzwerk einschleusen konnte, noch unrealistischer erscheint mir die Tatsache, dass dies bereits vor den Anschlägen vom 11. September der Fall gewesen sein soll.

Insgesamt ist die Geschichte schon spannend geschrieben, aber stellenweise so voll von (unnützem) Detailwissen und uninteressanten Passagen, dass ich angefangen habe, quer zu lesen und stellenweise gut die Hälfte übersprungen habe. Ich habe sogar kurz darüber nachgedacht, das Buch nicht zu Ende zu lesen, aber dafür waren die Kapitel, die ich gelesen habe, einfach zu spannend.

Unnötig fang ich auch die vielen Verzweigungen, ein roter Faden in Afghanistan und einer in den USA hätte im Großen und Ganzen ausgereicht. Aber dann wurde noch aus der Kindheit erzählt und von diesen, jenen und welchen Personen, die teilweise nur auftauchen, um kurz danach zu sterben.

Mein Fazit: Eine spannende Geschichte mit einem interessanten Thema, aber „Kurier des Todes“ war für mich kein Roman, der mich so gefesselt hat, dass ich ihn in einer Nacht durchlesen wollte.

Wie ich bereits hier berichtet habe, soll das Buch mit Kenau Reeves in der Hauptrolle verfilmt werden. Es kommt selten vor, dass ich mich auf einen Film freue, nachdem ich ein Buch gelesen habe. Aber ich bin der Meinung, dass es dem Film nur gut tun kann, wenn viele Details nicht untergebracht werden können und daher ausgelassen werden müssen. Sonst wäre es zu langatmig.

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