Kindertotenlied von Bernard Minier

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Kindertotenlied (Originaltitel: Le Cercle)
von Bernard Minier
Sprecher: Johannes Steck
erschienen am 20. Februar 2014
Hörbuch: im Argon Verlag
Printbuch: Droemer


  • Inhalt

Eine Professorin einer Eliteschule wurde ermordet in der Badewanne aufgefunden, auf dem Grundstück wird der Schüler Hugo aufgegriffen. Das Haus selbst wird durch Musik von Gustav Mahler beschallt.

Commandant Martin Servaz, der an den Tatort gerufen wird, ist gleich mehrfach persönlich betroffen: Hugo ist der Sohn seiner Jugendliebe Marianne und Gustav Mahler ist nicht nur sein Lieblingskomponist, sondern auch der des flüchtigen Serienmörders und früheren Staatsanwalts Julian Hirtmann. Außerdem war er selbst schon Schüler an der Eliteschule von Marsac und somit wird dieser Fall für ihn eine Reise in die Vergangenheit.


  • Protagonist

Commandant Martin Servaz hat die 40 überschritten. Zusammen mit seiner Ex-Frau Alexandra hat er eine Tochter, Margot, die schon länger ihre eigenen Wege geht. Sie ist ebenfalls Schülerin in Marsac. Im Buch „Schwarzer Schmetterling“ ist Servaz Hirtmann bereits begegnet. Seither ist einige Zeit vergangen, aber Servaz hat diesen Fall nie vergessen.


  • Handlung

Das Hörbuch startet mit einer Frau, die entführt wurde und nun schon über einen längeren Zeitraum gefangen gehalten wird. Die Handlung wechselt dann zum Tag des Mordes.

Während des Hörbuches hatte ich hin und wieder den Eindruck, dass es eine Vorgeschichte zu Julian Hirtmann gibt, zwischenzeitlich weiß ich, dass „Schwarzer Schmetterling“ der Vorgängerband ist. Doch auch wenn die Geschichte um Hirtmann immer wieder einfließt, hatte ich zu keiner Zeit das Gefühl, dass mir Informationen fehlen könnten, weil ich den Vorgänger nicht kenne denn Servaz gibt immer wieder Einblicke in die Geschehnisse und Abläufe rund um Hirtmann.

Auch über Hirtmann hinaus spielt Servaz´ Leben eine große Rolle in der Geschichte. Sowohl seine Tochter, wie auch eine Jugendliebe tragen ihren Teil zu den Geschehnissen bei.

Der Fall selbst hat mich gefesselt. Er ist sehr gut konstruiert und konnte mich vom Anfang bis zum Ende in seinen Bann ziehen. Besonders interessant war hierbei die Gestaltung des Erzählstrangs um die entführte Frau, der erst gegen Ende aufgelöst wird.


  • Sprecher

Johannes Steck hat seinen Teil dazu beigetragen, dass mich dieses Hörbuch überzeugen konnte, denn nicht nur die Handlung, auch seine Stimme hat mich in den Bann gezogen. Er schafft es, die Stimmungen zum Hörer zu transportieren und jedem Charakter etwas Individuelles zu geben.


  • Titel und Cover

Kindertotenlieder ist ein Liederzyklus von Gustav Mahler, das Lied und der Komponist spielen im Thriller eine große Rolle.  Das düstere Cover verstärkt die Stimmung, die die Handlung wieder gibt und passt daher perfekt.


  • Fazit

Kindertotenlied ist ein anspruchsvoller und düsterer Thriller bei dem für mich alles von der Handlung über Cover und Titel bis hin zum Sprecher passt. Daher vergebe ich fünf von fünf Sternen.

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2 Gedanken zu „Kindertotenlied von Bernard Minier“

  1. Nicht nur das Cover ist gruselig, der Titel ist ganz schlimm „Kindertotenlieder“. Ich hätte nie gedacht, das Gustav Mahler solche Sachen komponiert hat.
    Danke für den Tipp. Ich gehe dann mal einkaufen!
    LG
    Sabienes

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