Vorhofflimmern von Johanna Danninger

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Vorhofflimmern
von Johanna Danninger
erschienen am 13. Mai 2014
bei Amazon Publishing

 

  • Inhalt

Die Krankenschwester Lena stößt auf der Straße mit einem gut aussehenden Mann zusammen, der sich kurz darauf als neuer Assistenzarzt in der Klinik, in der sie als Krankenschwester arbeitet, entpuppt.

Desiderio DiCastello war schon beim Zusammenstoß so von Lena fasziniert, dass er keine Möglichkeit auslässt, ihr im Krankenhaus über den Weg zu laufen. Doch Lena ist ein gebranntes Kind und nicht bereit, sich auf den Charmeur einzulassen, weil sie befürchtet, dass auch er sie verletzen könnte. Doch Desiderio lässt nicht locker, schließlich hat es noch immer geschafft, die Frau seiner Wahl um den Finger zu wickeln.

  • Meine Gedanken zur Geschichte

Der Klappentext hat mich angesprochen. Ich habe eine junge Frau erwartet, die von den Männern enttäuscht wurde und die einem Mann begegnet, der alles dafür tut, um sie für sich zu gewinnen. Happy End zu erwarten.

Leider bin ich aus verschiedenen Gründen mit der Protagonistin Lena nicht warm geworden. Sie wirkte z.B. stellenweise kindisch und oberflächlich, trinkt gerne mehr als einen über den Durst und hält One-Night-Stands für die einzig wahre Beziehung. Desiderio dagegen erscheint als ein sympathischer Mann ist, der in allen Lebenslagen einen witzigen Spruch auf Lager hat. Die Wortgefechte, die sich daraus ergeben haben, haben mir gut gefallen.

Das war aber auch das Einzige, was ich nach rund 50% des Buches hervor heben konnte. Denn eigentlich ist in der ersten Hälfte kaum etwas passiert. Die beiden sind zusammen gestoßen, haben sich in der Klinik wieder gesehen, Desiderio hat versucht, sich Lena anzunähern und Lena hat ihn abblitzen lassen. Diese Szenen haben sich über rund 200 Seiten hinweg immer wieder wiederholt und ich habe mich schon gefragt, welcher Mann sich so ein Gehabe einer Frau wirklich antun würde.

Dann hat die Geschichte Fahrt aufgenommen und die zweite Hälfte habe ich dann tatsächlich auch an einem Stück durchgelesen, was wiederum für das Buch spricht. Doch auch insgesamt konnte mich das Buch nicht überzeugen, was meines Erachtens daran liegt, dass die Autorin die Geschichte unnötig in die Länge zieht, in dem sie so viele Geschehnisse einbaut, dass diese für mehrere Bücher gereicht hätten.

Vorsicht Spoiler: Eine versuchte Vergewaltigung, ein anderer Mann, mehrere andere Frauen, ein Unglück …

Das war mir einfach zuviel. Genau wie die Perfektion mit der die Autorin Desiderio ausgestattet hat, er ist nicht nur gut aussehend und durchtrainiert, sondern fährt auch ein tolles Auto und ist aufgrund einer Erbschaft reich geworden, so dass er sich eine entsprechend teure Wohnung leisten kann.

  • Fazit

Die Geschichte war mir viel zu überzogen und unglaubwürdig, außerdem ist sie mir nicht ans Herz gegangen. Weniger wäre hier tatsächlich mehr gewesen, daher reicht es nur für drei von fünf Eulen.

SterneeuleSterneeuleSterneeule

 

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