Imago von Isabel Abedi

Beim Lesen von Christoph Marzis Malfuria-Trilogie bin ich über den Werbehinweis auf Imago von Isabel Abedi gestolpert:

  • Der Inhalt

Wanja ist zwölf Jahre alt und würde gerne mehr über ihren Vater erfahren. Aber sowohl ihre Mutter, als auch ihre Großmutter beschreiben den Vater in den schlimmsten Farben, sind aber nicht bereit, Wanja zu erzählen, was passiert ist.

Eines Tages ertönt um Mitternacht eine Stimme aus ihrem Radiowecker und lädt sie ein, am Vatertag das Museum zu besuchen und dort die Ausstellung „Vaterbilder“ kennen zu lernen.

Wanja ist nicht alleine. Mehrere Jugendliche, mit denen sie sich nach und nach anfreundet, finden sich alle paar Wochen auf Einladung im Museum ein. Aber nur sie haben Zutritt durch eine Tür zur Ausstellung „Vaterbilder“, niemand anders kann die Tür sehen oder gar den Raum dahinter betreten.

Die Regeln: Jedes Kind sucht das Bild, dass es am meisten anspricht. Es legt einen Finger auf den Rahmen und wartet ab, was passiert. Wanja findet nach mehreren Versuchen „ihr Bild“ und wird in das Bild hineingezogen. Sie lernt Zirkusmenschen kennen und erlebt verschiedene Abenteuer.

Doch bis ihre Mutter endlich bereit ist, ihr die Geschichte ihres Vaters zu erzählen, ist es ein langer Weg mit vielen Fragen. Warum müssen die Jugendlichen ihr Bild verlassen, bevor der Gong drei Mal geschlagen hat? Was passiert, wenn sie es nicht innerhalb der vorgegebenen Zeit schaffen? Was hat es mit dem riesigen Vogel auf sich, der die Zirkusmenschen bedroht?

Wanja und ihre Freunde begeben sich meist einmal im Monat in die „andere“ Welt und lernen, sich mit den Problemen in ihrem realen Leben auseinander zu setzen.

  • Mein Fazit

Das Buch ist empfohlen für Jugendliche im Alter von 12-15 Jahren. Doch es ist keinesfalls ausschließlich ein Jugendroman. Isabel Abendi nimmt ihre Leser mit auf die Reise in eine geheimnisvolle und rätselhafte Welt und wechselt zwischen Fantasy und Realität hin und her. Die Beschreibungen von Wanjas „anderer Welt“, dem Land Imago sind sehr klar vorstellbar. Die Geschehnisse dort sind phantastisch, aber sehr tiefgründig. Die Wechsel zwischen Imago und der Realität sind klar strukturiert. Der Leser weiß immer, auf welcher Seite er gerade steht. Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil, einfach zu lesen, von Beginn an spannend in beiden Welten, zum Teil imaginär, aber mit Problemen, die vielen von uns bekannt vorkommen dürften.

Das Cover besteht lediglich aus einem leeren Bilderrahmen und könnte passender nicht sein.

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