Premierenlesung zu „Die Flut“ von Arno Strobel

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Am 22. Januar 2016 fand in Homburg / Saar die Premierenlesung zu „Die Flut“ von Arno Strobel statt. Da wir damit gerechnet haben, dass die Veranstaltung ausverkauft sein würde, waren wir pünktlich zum Einlass um 18.30 Uhr in Homburg.

Im Foyer standen dann gleich der Autor mir seiner Familie und zwei Damen vom Fischer-Verlag und am Eingang zum Saal entdeckte ich Ulrich Burger, der mit dem UlrichBurger-Verlag Veranstalter der Lesung war. Uli erklärte, dass die ersten beiden Reihen reserviert seien, da die Aula der Musikschule darüber hinaus noch recht leer war, konnten wir so einen Sitzplatz in der zweiten Reihe ergattern, vor uns saß später die Familie des Autors.

Nach und nach füllte sich der Saal langsam, doch leider hatten sich wohl einige von der Unwetterwarnung abschrecken lassen, denn es sind einige Plätze leer geblieben. Unter denjenigen, die gekommen sind, waren der Autor und Blogger Benjamin Spang, den ich Euch im Rahmen der Buchmesse schon vorgestellt habe und Jenny von Mein Bücherchaos, auf die ich später noch zurück komme.

Am Vortag hatte bei Radio Homburg 89,6 gelesen, dass die Lesung vom Akkordeon-Ensemble der Musikschule begleitet wird, das den Abend dann mit drei Stücken eröffnet hat.  Rüdiger Schneidewind, der Oberbürgermeister der Kreis- und Universitätsstadt Homburg, begrüßte dann die Anwesenden. Wie schon bei der HomBuch, an der er zusammen mit Uli Burger die Preisverleihung geleitet hat, merkte man ihm an, dass er stolz darauf ist, dass Homburg die Saarländische Buchmesse sein eigen nennen kann und natürlich auch, dass Arno Strobel mit seiner Premierenlesung in die Stadt gekommen ist.

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Wir hatten Arno Strobel bereits bei Open Books in Frankfurt erlebt, als er zusammen mit Ursula Poznanski die Vor-Premierenlesung zu ihrem gemeinsamen Buch „Fremd“ gehalten hat und so freuten wir uns auf einen unterhaltsamen Abend, der dann auch begann. Arno Strobel erzählte von seiner Schullaufbahn (er hatte zunächst die Hauptschule und eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker abgeschlossen, bevor er das Abitur nachgemacht und studiert hat), seinem Werdegang vom selbständigen IT-Berater bis zum Jobangebot einer luxemburgischen Bank, das er wahrgenommen hat und natürlich von seiner Entwicklung als Autor.

Obwohl ich der Meinung war, schon vieles über den Autoren gelesen zu haben, wurde ich dennoch überrascht, denn tatsächlich war mir noch einiges nicht bekannt. So wurde seine erste Geschichte dank seiner Deutschlehrerin in der Saarbrücker Zeitung veröffentlicht. Außerdem hat Arno Strobel mit Kurzgeschichten begonnen, die zwischenzeitlich auch in einem Buch veröffentlicht wurden, das Buch ist aber nur bei seinen Lesungen erhältlich und was mich am meisten überrascht hat, der Autor hat bereits zwei Bücher bei dtv veröffentlicht. Dabei handelt es sich um zwei Thriller, die mit dem Vatikan und der katholischen Kirche zu tun haben. Seine Psychothriller wollte dtv allerdings nicht verlegen, weshalb er mit seinen Büchern nun bei Fischer gelandet ist.

Der Autor schaffte es, sein Publikum schon mit wenigen Worten zur unterhalten und in seinen Bann zu ziehen und hatte einige Lacher auf seiner Seite. Dann las er aus dem Prolog und den Einstiegskapiteln aus „Die Flut“, so dass wir Zuhörer uns einen ersten Einblick in sein neuestes Werk verschaffen konnten. Nach einer Pause folgte der zweite Teil, in dem er zwei seiner Kurzgeschichten zum Besten gab, die ebenfalls sehr unterhaltsam waren und er stand für viele Fragen zur Verfügung, die er dann auch ausführlich beantwortete.

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Was mir besonders in Erinnerung geblieben ist, sind seine Ausführungen darüber, wie er sich in seine Charaktere hineinversetzt. Da Jenny dies auf ihrem Blog bereits eindrucksvoll wiedergegeben hat, dürft ihr das gerne bei ihr nachlesen :) Jenny selbst, die ich übrigens nicht kannte, von der ich erst durch ihren Blogartikel erfahren habe, dass sie bei der Lesung war, hat dann auch die Frage gestellte, die mich am meisten interessiert hat: Was liest Arno Strobel? Und es kam wie aus der Pistole geschossen: Stephen King – gut, eigentlich keine wirkliche Überraschung, aber durchaus interessant, denn er erzählte, dass er mit 14 seine Begeisterung zu diesem Autoren entdeckt hat und ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich im gleichen Alter war, als ich die Bücher dieses Autoren verschlungen habe.

Ebenfalls interessant waren seine Ausführungen über die Genres, die er liest – fast alles, hauptsächlich Thriller und Krimis, wobei er in den Endphasen seiner Bücher bewusst keine Thriller mehr liest, sondern da beispielsweise auch zu „Frauenromanen“ greift. Überhaupt liest er fast alles, außer Vampir-Bücher und Feuchtgebiete – was aber nicht heißt, dass er nicht auch zu einem erotischen Roman greift, er hat nur genanntes Buch für sich ausgeschlossen.

Mein Fazit: Ein sehr unterhaltsamer Abend, ein toller neuer Psychothriller, witzige Kurzgeschichten und ein offener und sympathischer Autor, der viel von sich preisgegeben hat – absolut empfehlenswert!

Die Lesung war Teil der „Homburger Lesezeit“ der Stadt Homburg in Zusammenarbeit mit der Akademie für Ältere, dem Frauenkulturstammtisch, der HomBuch, der Stadtbibliothek und der städtischen Musikschule, die noch bis April 2016 läuft. (Flyer)

Der UlrichBurger-Verlag ist übrigens noch Veranstalter einer weiteren Lesung, Kerstin Gier kommt Anfang März ins Homburger Rathaus und liest aus Silber 3 – und natürlich habe ich auch dafür schon Tickets :)

3 Gedanken zu „Premierenlesung zu „Die Flut“ von Arno Strobel“

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