Filmkritik: Arthur Weihnachtsmann

Vergangene Woche haben wir uns mit den Kindern Arthur Weihnachtsmann angesehen.

Die Hauptpersonen:

Der Weihnachtsmann, sein genialer Sohn Steve, der tollpatische Sohn Arthur und sein Vater und Vorgänger Malcom.

Zum Inhalt:

Arthur arbeitet in der Poststelle am Nordpol. Er liest alle Briefe und Wunschzettel und beantwortet diese liebevoll und sorgfältig.

Sein Bruder Steve hingegen ist technisch immer auf dem neuesten Stand und hat Weihnachten perfektioniert. Der Weihnachtsmann ist nicht mehr mit dem Schlitten unterwegs. Um alle Geschenke pünktlich auszuliefern, bedient er sich eines Luftschiffes in Schlittenform, aus dem sich eine Vielzahl von Elfen abseilt und im Sekundentakt ganze Strassenzüge abzuarbeiten. Dabei dringen sie in die Kinderzimmer ein, messen mit einem Scanner, ob ein Kind brav war, oder auch nicht und verteilen die Geschenke und bei Bedarf auch Hundefutter, damit nichts dazwischen kommt und möglicherweise sogar ein Kind aufwacht.

Die Elfen in der Kommandozentrale am Nordpol gehen bereits davon aus, dass der Weihnachtsmann nach seiner 70. Mission das Zepter aus der Hand gibt und Steve sein Nachfolger wird.

Doch dann findet ein Mitarbeiter des Reinigungsteams ein Geschenk, was nicht ausgeliefert wurde. Arthur ist erschüttert. Noch nie wurde ein Kind vergessen. Aber Steve versteckt sich hinter einer minimalen Fehlerquote und auch der Weihnachtsmann denkt nicht daran, das Geschenk noch auszuliefern. Doch Arthur findet Unterstützung beim Senior-Weihnachtsmann, der, statt den Rentiertschlitten zu verschrotten, ihn heimlich eingemottet hat und ihn nun wieder auspackt. Unterstützt werden die beiden von einer Einpack-Elfe, die sich heimlich im Schlitten versteckt hat.

Leider stellt sich heraus, dass es Grandpa gar nicht darum geht, dass jedes Kind sein Geschenk erhält, er wollte einfach nur noch einmal im Mittelpunkt stehen. Dazu kommt, dass die drei sich mehr als auffällig verhalten und deswegen schon als Ausserirdische durch die Presse und das Fernsehen geistern.

Zeit für Steve und seinen Vater, den Raumschiff-Schlitten zu starten und sich auf den Weg zu machen, um zu retten, was noch zu retten ist.

Meine Meinung:

Wir alle kennen aus Filmen, Geschichten und Erlebnissen das „alte“ Weihnachten. Kinder schreiben einen Wunschzettel, Santa Claus kommt durch den Kamin und hinterlässt ein Geschenk.

Aber Arthur Weihnachtsmann zeigt das Weihnachten der Neuzeit. Ein Raumschiff in Schlittenform. Wenn es am Himmel auftaucht, sieht es aus wie ein Sternenfeld. Doch aus jedem „Stern“ seilen sich Elfen ab. Sie schalten Alarmanlagen aus und begeben sich ins Kinderzimmer. Mit einem Scanner stellen sie fest, ob ein Kind brav war oder nicht. Befindet sich ein Hund in der Wohnung, wird der mit Leckerlis abgelenkt. Droht ein Kind aufzuwachen, ist ein Sondereinsatzkommando zur Stelle. Steve und seine Elfen sind ausgestattet mit Hohoho-PDAs, sie haben zu jeder Zeit alles im Griff.

Diese Umsetzung fand ich faszinierend, denn es erscheint alles absolut logisch und zeitgemäss. Genau so würde die Welt des Weihnachtsmannes aussehen, wenn sie sich genau so weiter entwickelt hätte, wie unsere Welt.

Dann gibt es auch noch Arthur, dessen Welt stehen geblieben ist, der an Weihnachten immer den gleichen Pulli trägt, dem Kinderbriefe am Herzen liegen und dem wichtig ist, dass wirklich jedes Kind sein Geschenk erhält. Eine Fehlerquote gibt es für ihn nicht, denn jedes Kind ist wichtig.

Gegensätzlicher könnten die beiden Brüder wohl nicht sein. Und auch das ist ein Aspekt, der mir gut gefallen hat. Die Familie des Weihnachtsmannes ist so „menschlich“, der grantelnde Grandpa, der Vater, der zwischen den beiden Brüdern ein wenig hin und her gerissen wird, die Mutter, die in dem Chaos den Überblick behält, sich um alles kümmert und für alle da ist.

Weihnachtsfeeling? Nicht wirklich. Es geht zwar um den Weihnachtsmann und es werden auch ein paar Lieder angestimmt, aber Weihnachtsstimmung kam bei mir nicht so richtig aus. Wobei ich auch nicht glaube, dass das beabsichtigt war.

Unterhaltungsfaktor? Hoch. Für Kinder sowieso und überraschenderweise auch für Erwachsene. Damit hatte ich nicht gerechnet. Aber es waren Gags eingebaut, die Kinder gar nicht verstehen konnten, die aber ein Grinsen in das Gesicht der Eltern gezaubert hat.

Für uns ist Arthur Weihnachtsmann ein empfehlenswerter Film für Kinder und Erwachsene.

Kinostart: 17. November 2011

Regie: Sarah Smith

Mit James McAvoy, Hugh Laurie, Bill Nighy, u.v.a.

Originaltitel: Arthur Christmas

FSK ab 0 freigegeben

Genre: Animation , Familie

Laufzeit: 99 Minuten

Ein Gedanke zu „Filmkritik: Arthur Weihnachtsmann“

  1. Pingback: Filmkritik: Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel « Die Lautrer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.