#LitCamp18 in Heidelberg – Teil 3

Da immer mehrere Sessions gleichzeitig stattgefunden haben und ich es leider am Sonntag nicht mehr zum LitCamp geschafft habe,  sind mir einige tolle Vorträge und Diskussionen entgangen, dennoch konnte ich viele Eindrücke mitnehmen.


  • Wohlfühlen

In meinem ersten Artikel über das LitCamp  bin ich auf die „Regeln“ der Veranstaltung eingegangen. Wir achten aufeinander, wir begegnen uns auf Augenhöhe, wir duzen uns und jeder darf sein, wie er ist. Ein respektvoller Umgang miteinander hat dazu geführt, dass ich mich sehr wohlgefühlt habe und ich bin mir sehr sicher, dass genau das dazu beigetragen hat, dass die meisten / alle so begeistert sind vom LitCamp.


  • Twittern

Getwittert wurde in Heidelberg sehr viel, so dass man überall ein wenig Anteil nehmen konnte, auch wenn man gerade eine andere Session besucht hat. Wer den Hashtag #LitCamp18 anklickt wird sehen, dass die Eindrücke und Erlebnisse auch in der Woche nach Heidelberg noch ein großes Thema war und ist.

Für mich war Twitter bis vor einigen Monaten eher uninteressant, da ich den Eindruck hatte, dass man auf Twitter entweder etwas Tiefsinniges schreiben oder andere zum Lachen bringen „muss“, um retweetet und geliked zu werden. Einen Mehrwert konnte ich für mich nicht erkennen. Geändert hat sich das mit dem Thema DSGVO. Ich habe mich über längere Zeit rege mit anderen Bloggern ausgetauscht und plötzlich festgestellt, dass ich wohl einfach den falschen Leuten gefolgt bin. Mittlerweile bin ich so gut wie täglich auf Twitter und schreibe über Bücher, das LitCamp aber auch Gott und die Welt.

Außerhalb meiner „Literaturblase“ werden immer noch die Tweets gesendet, die andere zum Lachen und zum „Gefällt mir“-klicken bringen sollen und wenn ich etwas brauche, was mich aufheitert, lese ich auch dort mit, aber ich habe mir zwischenzeitlich meine persönliche Twitterwelt aufgestellt und aufgebaut und kann sagen, dass Twitter mittlerweile diesen Mehrwert für mich hat.

Nach dem LitCamp habe ich dann auch mein Profilfoto (die Eule, die ich auch auf Facebook und Instagram verwende) gegen ein Echtfoto ausgetauscht. Schlichtweg, weil ich es gut fand, dass andere Teilnehmer ein Echtfoto von sich verwenden, so dass ich sie nach dem Camp wiedererkannt und zuordnen konnte. Alle Namen konnte man sich nicht merken und Visitenkarten hat man auch nicht mit allen ausgetauscht, deshalb sind die Fotos so hilfreich.


  • Essen

Essen war auch so ein Thema im Vorfeld des LitCamps. Zippi braucht Kinderriegel, das weiß ich seit dem Stephanie über das LitCamp in Bonn geschrieben hat, aber plötzlich sind da Fotos von Keksen kursiert, Tee_Kesselchen wollten Marmelade mitbringen, Müsliriegel sollten auf der Packliste stehen… ich habe mich schon gefragt, wie hoch die Erwartungen an das mitgebrachte Essen ist. Aber das hat tatsächlich nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Hier wurden Kekse gereicht, da Gummibärchen, wer was dabei hatte, hat geteilt. Wie auf einer Klassenfahrt eben. 

Zu Mittag habe ich dann das erste Mal bewusst vegan gegessen, es gab Maultaschen mit Kartoffelsalat und hat gut geschmeckt. Den Nachtisch habe ich zwar fotografiert, aber als ich mir später einen holen wollte, war alles weg. Ich hab mir sagen lassen, auch der wäre sehr lecker gewesen. Klingt, als ob ich überrascht davon war, dass es mir geschmeckt hat? Ja, das war ich, denn ich hatte mir noch nie Gedanken über den Geschmack von veganem Essen gemacht, weil ich mir diese Ernährungsform für mich nicht vorstellen kann.


  • Reaktionen

Wenn man die LitCamper fragt, was sie über die Veranstaltung denken, fallen Begriffe wie Freundlichkeit, Offenheit, Akzeptanz, wertungsfrei, energiebringend, Urlaub für die Seele, Klassenfahrt-Atmosphäre oder – mein Highlight – Woodstock der Buchbranche.

Das Beeindruckendste für mich war, dass jeder wirklich so akzeptiert wurde, wie er ist. Richtig bewusst ist mir das auf dem Heimweg geworden, als im Zugabteil hinter mir über eine andere Person gesprochen wurde (rosa Strähnchen in dem Alter, 20 kg weniger müssten doch zu schaffen sein) und ich habe mich dahin zurückgewünscht, wo ich mir solche Gespräche nicht geben musst


Kia hat nach dem LitCamp getwittert

Ihr befindet euch nicht mehr auf dem #litcamp18. Lasst euer Gepäck nicht unbeaufsichtigt und mischt euch nicht einfach so in Gespräche Fremder ein.

Ganz wichtig: man konnte alles stehen und liegen lassen und es kam trotzdem nichts weg. Und man konnte sich wirklich überall dazu stellen und mitreden. Macht das mal zuhause…


Hier noch ein paar Eindrücke anderer Teilnehmer:

  • Und wer nun immer noch kein vollständiges Bild vom LitCamp18 hat, dem lege ich die Fotos von Valentin ans Herz.

  • Fazit

Dieser eine Tag hat mir gut getan, ich bedauere es, am Sonntag nicht da gewesen zu sein, aber ich habe diesen Tag für mich gebraucht und deswegen war es besser so. Aber ich komme wieder und das hoffentlich mit wesentlich weniger Unsicherheit.

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