Robin – High in the Sky von Charlotte Taylor

Robin – High in the Sky
von Charlotte Taylor
erschienen am 6. Juni 2018
Verlag Charlotte Taylor (Nova MD)


  • Die Protagonisten und ihre Geschichte

Robin Stewart fühlt sich nach einer beruflichen Katastrophe gezwungen, von Schottland nach San Francisco zu fliehen. Sie ist auf einen Mann hereingefallen, was sie erst gemerkt hat, als es so gut wie zu spät war. Ihr Ansehen als knallharter Anwältin ist angekratzt und ihr Vater, in dessen Kanzlei sie tätig ist, hat sie kurzerhand zu ihrem Bruder verfrachtet, der praktischerweise auf einen anderen Kontinent und damit völlig außerhalb der Schusslinie lebt.

Auch Sky Forrester ist eher unfreiwillig auf dem Weg von Äthiopien nach Kalifornien.  Nach dem Tod seiner Eltern hat er eine Hilfsorganisation geführt, für deren finanzielles Scheitern er verantwortlich gemacht wird. Aber auch er  ist auf einen nahestehenden Menschen hereingefallen und sucht nun Unterschlupf bei seiner Großmutter.

Die rüstige Dame ist sehr eigenwillig und steckt Robin und Sky zusammen in eine Wohnung, wo die beiden dann zwangsweise eine Wohngemeinschaft bilden. Und Oma Rosalynd? Die lehnt sich erst einmal genüsslich zurück und zieht im Hintergrund die Fäden, um die beiden zu verkuppeln.


  • Meine Gedanken zum Buch

Der erste Blick täuscht. Robin – High in the Sky ist mehr als eine romantische Verkupplungsgeschichte. Der Roman vereint zwei „verlorene Seelen“, wie die Autorin die beiden bezeichnet und das weit ab von den Orten, die die beiden als ihre Heimat bezeichnen. Ihre Reisen beginnen in Europa und Afrika und führen sie in den USA zusammen. Dort freunden sie sich langsam an, gestehen sich die Geschichten ihrer persönlichen Niederlagen ein, lassen sich trösten, aufbauen und beginnen zu kämpfen.

Die beiden müssen sich einigen Herausforderungen stellen, sie hadern mit sich und ihr Vertrauen muss man sich erst erarbeiten. Rosalynd war seit dem Tod seiner Eltern die Bezugsperson für Sky, nun nimmt sie diese Rolle auch für Robin ein. Sie gibt beiden Halt und mit ihrer Idee, das ungleiche Paar in eine Wohngemeinschaft zu zwingen, schafft sie eine Basis für eine tiefe Verbundenheit und Freundschaft und, hoffentlich verrate ich nicht zuviel, auch für mehr. Ganz nebenbei lässt Charlotte Taylor noch viele Infos über die Arbeit von Hilfsorganisationen einfließen.

Das alles macht den Roman berührend, aber auch romantisch und humorvoll.

Mir hat Oma Rosalynd sehr gut gefallen, sie ist ein ganz herzlicher Mensch, den man einfach liebhaben muss. Aber Robin und Sky sind natürlich wunderbare Protagonisten, zu sehen, wie sich die beiden entwickeln, wieder Selbstvertrauen gewinnen und zurück ins Leben finden, war ein Lesevergnügen.

Ich vergebe vier von fünf Eulen.

SterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeule

Weitere Meinungen zu diesem Buch findet ihr bei Claudia und Sabine.


-> USA


-> Kalifornien

Buchmesse Frankfurt 2017

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