Herz und Tal von Jana Lukas

Herz und Tal
von Jana Lukas
erschienen am 9. Juli 2018
bei Heyne


bereits gelesen:


  • Die Protagonisten und ihre Geschichte

Nachdem die Ärztin Emilia Jonasson herausgefunden hat, dass ihr Liebhaber verheiratet ist, verlässt sie recht überstürzt ihre Heimat und zieht von Norddeutschland in den Chiemgau. Sie freundet sich schnell mit ihrer Pensionswirtin Theresa Leitner an, doch dass deren mutmasslicher Ehemann Max mit ihr flirtet, macht sie wütend und lässt sie zu Max auf Distanz gehen, obwohl ihr Herz eine ganz andere Sprache spricht.

Max hat als Polizist in München gearbeitet und kehrt nun in seine Heimat zurück, um künftig dort Dienst zu tun. Nachdem Emilia endlich klar wird, dass Max nicht etwa Theresas Mann, sondern ihr Zwillingsbruder ist, nähern sich die beiden an. Doch auch Max hat eine Vergangenheit und die holt ihn ein.


  • Meine Gedanken zum Buch

„Landliebe“ von Jana Lukas hatte mir richtig gut gefallen und deswegen war für mich klar, dass ich auch unbedingt „Herz und Tal“ lesen wollte.

Jedes Kapitel wird von witzigen Notrufen eingeleitet, die mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht haben und egal, wie skurril der Notruf auch klingt, die entsprechenden Ereignisse, die zum Notruf geführt haben, sind hinterher immer Teil der Geschichte. Die Idee hat mir sehr gut gefallen.

Der Schauplatz im Chiemgau ist natürlich eine hervorragende Vorlage für tolle bildhafte Beschreibungen der Landschaft. Aber Jana Lukas hat sich nicht nur einen tollen Schauplatz ausgesucht, sie hat auch sehr sympathische Haupt- und Nebenfiguren geschaffen. Neben Theresa und Max leben auch ihr gemeinsamer bester Freund seit Kindertagen und ihr Vater auf dem Kastanienhof, eine kleine, eingeschworene Gemeinschaft, die mich begeistern konnte.

Etwas ins Stocken bin ich geraten, wenn Theresa und Max in Gedanken miteinander kommuniziert haben. Sicherlich haben sie als Zwillinge eine ganz besondere Verbindung zueinander und dass der eine merkt, was der andere denkt oder fühlt, ist für mich durchaus plausibel. Aber dass sie nicht nur einzelne Gedanken austauschen, sondern  trotz räumlicher Distanz ganze Gespräche führen oder, im Umkehrfall, den anderen bewusst aus den eigenen Gedanken ausschließen, damit derjenige nicht „lesen“ kann, was im Kopf des anderen vorgeht, das war mir zu unrealistisch.

„Herz und Tal“ ist ein toller Sommerroman, sicherlich ist vieles vorhersehbar, aber für mich zählt, dass mich die gefühlvolle Geschichte fesseln und gut unterhalten konnte. Ich vergebe auch hier wieder fünf von fünf Eulen, wobei mir „Landliebe“ sogar noch einen Ticken besser gefallen hat.

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Dieses Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.

 

Eine weitere Meinung zu diesem Buch findet ihr bei Mona von Tintenhain. 

-> Deutschland

4 Gedanken zu „Herz und Tal von Jana Lukas“

  1. Huhu!

    Ich habe vor ein paar Wochen einen Krimi gelesen, in dem die Ermittlerin telepathisch ganze Gespräche mit ihrer Zwillingsschwester geführt hat, und das hat mir das ganze Buch versaut, weil ich das so unrealistisch fand. Nach meiner Rezension hat mir die Autorin eine Nachricht geschrieben, dass sie mit ihrer Zwillingsschwester sehr wohl telepathisch reden kann… Hmm. Vielleicht bin ich da ja einfach zu engstirnig, aber… Nee.

    LG,
    Mikka

    1. Ich kann nachvollziehen, dass Du damit Probleme hattest. In diesem Buch wird es nicht ständig thematisiert, aber schon immer wieder, deswegen ist es mir auch so aufgefallen. Vielleicht fehlt uns auch einfach eine Erfahrung dieser Art, aber da der überwiegende Teil der Leser vermutlich keinen Zwilling hat, geht es möglicherweise anderen genau so wie uns. LG Daggi

  2. Hey Daggi!

    Das Buch hatte ich letztens schon fast gekauft, weil mir Landliebe so gut gefallen hat (inhaltlich, gelesen wurde es leider grottenschlecht).
    Nach einem Blick auf meinem SuB habe ich es aber wieder weg gelegt ;-)
    Nach Deiner Rezension ist es aber definitiv weiterhin auf meiner Wunschliste!

    Liebe Grüße
    Kerstin

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