Mein ist die Macht von Leon Sachs

Mein ist die Macht; Leon Sachs

 

Die Protagonisten und ihre Geschichte 

Wenige Tage, nachdem ein Anschlag auf die Zentralmoschee in Köln verübt wurde, treffen sich auf dem Petersberg die Vertreter verschiedener Religionen, um einen Friedensvertrag zu unterzeichnen.

Die Lobbyistin Cara Allegri wendet sich an den Rabbiner Fabrice Mannarino, weil sie Informationen darüber erhalten hat, dass ein weiterer Anschlag geplant ist. Ziel soll die Tochter des US-Präsidenten sein, die als Gast zur Unterzeichnung des Vertrages erwartet wird. Bei dem Versuch, das Attentat zu vereiteln, wird Fabrice als potentieller Täter festgenommen.

Natalie Villeneuve befindet sich auf einem Pilgerweg, als sie von ihrem Lebensgefährten Alexander „Alex“ Kauffmann die Nachricht erhält, dass ihr Onkel Fabrice verhaftet wurde. Die beiden reisen nach Köln, wo sie schnell feststellen, dass Fabrice Opfer einer Verschwörung wurde. Doch wie sollen sie das beweisen?


Meine Gedanken zum Buch

Einer meiner ersten Eindrücke von dieser Geschichte war, dass Leon Sachs sehr gut recherchiert haben muss. Das hat sich für mich vor allem bestätigt, als Pirmasens Schauplatz der Handlung war, weil ich diese Stadt selbst gut kenne. Egal, ob es die Historie der Region betrifft, Straßen oder bestimmte Gebäude, es hat einfach gepasst und ich gehe davon aus, dass es sich mit Köln, dem Hauptschauplatz des Thrillers, genauso verhält, darauf lassen auch die vielen nachvollziehbaren Details schließen.

Die Handlung von „Mein ist die Macht“ hat mich von Beginn an gefesselt. Sie ist geprägt von Fremden- und Religionsfeindlichkeit, Themen, die den Nerv der Zeit treffen. Der Autor lässt seine Leser die beiden Protagonisten Natalie und Alexander begleiten, mit ihnen eigene Nachforschungen anstellen und dabei Puzzleteil für Puzzleteil zusammensetzen, um am Ende vor dem schier unfassbaren Ganzen zu stehen. Durch viele Verstrickungen und falsche Spuren kann Leon Sachs den Spannungsbogen durchgehend hoch halten.

Ich wusste zwar schon vor dem Lesen, dass der Autor weitere Bücher veröffentlicht hat, allerdings war mir nicht klar, dass es bereits einen Thriller mit Natalie und Alexander gibt. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass man dieses Buch unabhängig von „Falsche Haut“ lesen kann, hin und wieder hatte ich aber den Eindruck, dass das Wissen um die damaligen Erlebnisse zumindest nicht geschadet hätte.

Die Charaktere haben mir durch die Bank gut gefallen, auch wenn ich mich stellenweise gerade zu Beginn stark konzentrieren musste, um die einzelnen Personen und Handlungsstränge auseinanderhalten zu können. Daran erkennt man, dass man diesen Thriller nicht einfach nebenbei weglesen kann, dazu ist er zu anspruchsvoll, was mir sehr gut gefallen hat. Durch Kleinigkeiten, wie zum Beispiel einen twitternden US-Präsidenten, rundet Leon Sachs die Handlung perfekt ab.

Auch wenn ich mich nun mit Lob überschlage, es bleibt mir nur noch, diesen Thriller als grandios zu bezeichnen und fünf von fünf Eulen zu vergeben.


Bewertung

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Rezensionsexemplar

Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.


Eckdaten

Mein ist die Macht
von Leon Sachs
erschienen am 11. Oktober 2018
emons Verlag


Weitere Meinungen zum Buch

2 Gedanken zu „Mein ist die Macht von Leon Sachs“

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