Gefoult, geküsst, verliebt von Genovefa Adams

Das Wichtigste in Kürze

Die Geschichte ist gewohnt emotional, prickelnd und unterhaltsam, ich habe nur minimale Kritikpunkte.


Von Genovefa Adams bereits gelesen


Meine Gedanken zum Buch

Die Geschichten um den FC Düsseldorf sind in sich abgeschlossen und können daher auch jede für sich gelesen werden. Da Genovefa Adams aber über ein ganzes Fußball-Team samt Betreuer- und Trainer-Stab und Vereinsführung schreibt, tauchen immer wieder Personen auf, die Stammleser schon aus vorhergehenden Bänden kenne, so dass es natürlich Sinn macht, sie der Reihe nach zu lesen. Aber auch ich bin „Quereinsteiger“ und habe mich bisher in den von mir gelesenen Bänden gut zurecht gefunden.

Was mir an der Reihe gut gefällt ist, dass Genovefa Adams überwiegend starke Protagonistinnen schafft, die mitten im Leben stehen. Diese Frauen hatten nie die Absicht, eine Spielerfrau zu werden und entsprechen auch nicht dem gängigen Klischee. Die Autorin hat außerdem nicht nur eine Frau zur Vereinschefin gemacht, sondern auch den ersten Fußprofi geschaffen, der sich während seiner aktiven Zeit als schwul outet. Beides entspricht eher Wunschdenken und wirkt vielleicht auch unrealistisch, aber die Vorstellung, dass genau das eines Tages im deutschen Fußball passieren könnte, gefällt mir.

Dieser Band handelt von Fußballprofi Fero, der Probleme mit der Presse hat. Das hat ihn bereits seinen Stammplatz in der niederländischen Nationalmannschaft gekostet und ihm klar, dass er sich keine Schlagzeilen neben dem Platz mehr leisten darf. Das weiß auch die Journalistin Maja Zollitsch, die ihn mit ihren Fragen provoziert, bis er sich einen neuen Fauxpas leistet, was wiederum Yvonne Herzog den Job kostet, die als Studentin jeden Cent zweimal umdrehen muss.

Genovefa Adams schöpft in diesem Band mit neuen Protagonisten und alten Bekannten wieder aus den Vollen, schön, dass Maja Zollitsch endlich mal richtig ihr Fett wegbekommt, sie ist einer der wenigen Unsympathen in dieser Reihe.

Feros Reaktion auf die Provokationen waren einerseits verständlich, andererseits fand ich sie ein wenig unrealistisch, denn schließlich hatte er mit seiner Nicht-Berufung ins Nationalteam gerade einen Schuss vor den Bug erhalten und eigentlich müsste man meinen, dass er sich da besser zusammenreißen sollte. Auch das, was er tut und was dazu führt, dass Yvonne ihren Job verliert, hat für mich nicht gepasst. Aber das sind wirklich die einzigen Kritikpunkte, denn die Geschichte war gewohnt emotional, prickelnd und unterhaltsam.

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Eckdaten

Gefoult, geküsst, verliebt
von Genovefa Adams
aus der Reihe „Der FC Düsseldorf und die Liebe“
erschienen am 22. Februar 2019

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