Heimliches Spiel von Genovefa Adams

Das Wichtigste in Kürze

Die Autorin hat mit diesem Spin-off erneut einen sehr gefühlvollen Roman mit zwei sehr sympathischen Protagonisten geschaffen. Ich habe mit den beiden mit gefühlt, denn Genovefa Adams hat es wieder einmal geschafft, mit ihren Worten Freud und Leid zu transportieren. Für mein Empfinden hat sie die Probleme, die Homosexualität im Profi-Fußball mit sich bringen kann, sehr gut herausgearbeitet, in dem sie nicht nur die Reaktionen von Mitspielern, Trainer oder Vereinsführung sondern auch die der Presse, von Sponsoren, Familie, Freunde, Fans hat mit einfließen lassen. Für mich ist dieses Buch rundum perfekt.


Von Genovefa Adams bereits gelesen


Die Protagonisten und ihre Geschichte

Der schwedische Fußballprofi Jonas ist zum FC Düsseldorf gewechselt, was ihn nicht nur zum Stammspieler eines europäischen Top-Vereins macht sondern ihm auch Abstand von einem sehr konservativen Elternhaus verschafft.  Wie viele seiner Mitspieler genießt er das Leben und ist auch Groupies gegenüber nicht abgeneigt. Als er Valerio begegnet, stellt das plötzlich seine Welt auf den Kopf.

Valerio ist Oberkellner in einem italienischen Restaurant, das von vielen Spielern des FCD besucht wird. Seit seinem Outing ist der Kontakt zu seiner Familie abgebrochen. Er steht zwar zu seiner Homosexualität, geht aber Fremden gegenüber vorsichtig vor, da er schon negative Erfahrungen sammeln musste. Als er von Jonas geküsst wird, schwebt er im siebten Himmel. Doch schon wenig später knallt er auf dem Boden der Tatsachen auf, als Jonas ihr erklärt, er sei nicht „so“.


Meine Gedanken zum Buch

Als regelmäßige Leser meines Blogs ist euch bestimmt schon aufgefallen, dass ich ein großer Fan von Genovefa Adams und ihrer Reihe „Der FC Düsseldorf und die Liebe“ bin. Die Autorin schreibt darin über ein ganzes Fußball-Team samt Betreuer- und Trainer-Stab sowie Vereinsführung.

Normalerweise arbeitet Genovefa Adams mit starken Protagonistinnen, die mitten im Leben stehen und weder die Absicht hatten, eine Spielerfrau zu werden, noch dem gängigen Klischee einer solchen entsprechen. Ganz nebenbei hat die Autorin auch noch eine Frau an die Vereinsspitze gesetzt.

Das ist im deutschen Fußball ja fast so undenkbar, wie dass sich ein Fußballprofi während seiner aktiven Zeit als schwul outet. Beides wirkt vielleicht unrealistisch, aber die Vorstellung, dass genau das eines Tages passieren könnte, gefällt mir.

Homosexualität ist ein gutes Stichwort, denn Genovefa Adams hat sich erstmals in den Bereich Gay-Romance gewagt und Jonas und Valerio, die zwar immer wieder in ihren Büchern auftauchen, die aber bislang keine eigene Geschichte hatten, genau diese gegeben.

Zugegeben, nach dem Lesen des Klappentextes hatte ich ein wenig Bedenken, dass Jonas von heute auf morgen feststellt, dass er schwul ist, denn das wäre doch sehr unglaubwürdig gewesen. Aber diese Bedenken waren völlig unnötig. Die Autorin hat mit diesem Spin-off erneut einen sehr gefühlvollen Roman mit zwei sehr sympathischen Protagonisten geschaffen. Ich habe mit den beiden mit gefühlt, denn Genovefa Adams hat es wieder einmal geschafft, mit ihren Worten Freud und Leid zu transportieren. Für mein Empfinden hat sie die Probleme, die Homosexualität im Profi-Fußball mit sich bringen kann, sehr gut herausgearbeitet, in dem sie nicht nur die Reaktionen von Mitspielern, Trainer oder Vereinsführung sondern auch die der Presse, von Sponsoren, Familie, Freunde, Fans hat mit einfließen lassen. Für mich ist dieses Buch rundum perfekt.


Bewertung

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Rezensionsexemplar

Dieses Buch wurde mir von der Autorin als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst. Für den Artikel wurde ich außerdem weder bezahlt, noch habe ich eine andere Gegenleistung erhalten.


Eckdaten

Heimliches Spiel
von Genovefa Adams
aus der Reihe Der FCD und die Liebe
Erscheinungsdatum: April 2019

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