Ich.darf.nicht.schlafen von S.J. Watson

Ich. Darf. Nicht. Schlafen.
von S.J. Watson


  •  Inhalt

Christine Lucas wacht neben einem Mann im Bett auf und kann sich nicht mehr an die letzte Nacht erinnern. Schlimmer noch, als sie in den Spiegel schaut, sieht sie eine Frau von Mitte 40  und das, obwohl sie doch erst um die 20 ist. Da helfen auch die Fotos von ihr, die um den Spiegel herum angebracht sind, nicht weiter. Der Mann im Bett, ihr Mann, wie sie erfährt, erklärt ihr, dass sie an einer besonderen Form der Amnesie leidet. Sie kann sich nur an die ersten Jahre ihres Lebens erinnern, manchmal nur an die Kindheit, manchmal, bis sie ca. 20 ist, manchmal bis zu einem Zeitpunkt dazwischen.

Schuld ist ein Autounfall vor vielen Jahren. Seither speichert sie nur noch die Ereignisse eines Tages und auch die verliert sie, sobald sie eine Tiefschlafphase durchlaufen hat. Christine wird jeden Tag klar, wie sehr ihr Mann sie lieben muss und welches Glück sie damit hat.

Als an diesem Morgen das Telefon klingelt, erklärt ein ihr unbekannter Mann, dass sie seit einigen Tagen ein Tagebuch führt und wer weiß auch, wo sie dieses Buch finden kann. So liest Christine die Geschichte ihres Lebens und fügt jeden Tag neue Erfahrung und Erinnerungen hinzu. Manches davon ist positiv, einiges traurig und einiges sehr beunruhigend. Das Tagebuch hilft Christine auch, denn gelegentlich sieht sie vor ihrem inneren Auge Situationen die sie erlebt hat und Menschen, mit denen sie einmal Kontakt hatte. Erinnerungen werden wach. Doch nun bemerkt Christine Widersprüche in den Erzählungen der Menschen, die in ihrem Leben eine Rolle spielen. Und sie muss sich Tag für Tag aufs Neues die Frage stellen, wem sie vertrauen kann und wem nicht.


Meine Meinung:

Nach den ersten Minuten fühlte ich mich an „50 erste Dates“ erinnert. Lucy wacht jeden Morgen neben einem Mann auf und kann sich an nichts erinnern. Henry kommt auf die Idee, eine DVD zusammen zu stellen, die ihr alles erklärt. Das Prinzip ist in dieser Geschichte erst einmal das Gleiche, ein unbekannter Mann, Fotos, Erzählungen des Mannes. Aber mit dem Anruf und dem Auffinden des Tagebuches geht es in eine ganz andere Richtung. Indem Christine ihr Tagebuch liest, erfährt der Leser immer mehr Details aus ihrem „alten“ Leben und auch zu den Geschehnissen seit dem Unfall.

Der Leser weiß aber nur das, was Christine zusammen trägt. Wie Christine hat er keine Ahnung, wem man vertrauen kann und wem man nicht. Auch wenn sich manche Vorfälle oder Teile des Tagesablaufes wiederholen, wird das Buch nie langweilig, sondern bleibt immer spannend. Ich hatte irgendwann eine Vorahnung, was wirklich passiert ist. Und auch Christine kann irgendwann die Puzzleteile zusammen setzen. Im Gegensatz zu ihr, konnte ich mir aber sicher sein, dass ich es auch am nächsten Morgen noch wusste…

Ich gebe zu, ich habe mich mit dieser Rezension sehr schwer getan, denn ich hatte Bedenken, dass ich zu viel verrate. Wem das oben gelesen zu wenig aussagekräftig ist, dem sei gesagt, dass ich absolut begeistert bin von diesem Thriller. Dadurch, dass ich nie mehr wusste, als Christine, steckte ich mitten drin und habe das Buch in wenigen Stunden gelesen. Daher gibt es von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

SterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeuleSterneeule

Sunny hat das Buch zum Geburtstag geschenkt bekommen und hatte mich bereits neugierig gemacht, weil sie gelesen hatte, dass ich Ich.darf.nicht.schlafen. aus der Weihnachtsaktion von Blogg Dein Buch erhalten habe. Nun würde ich gerne auf die Rezension von Sunny verweisen. Allerdings kann ich Euch gleich sagen, dass Ihr Fazit genauso positiv ist, wie meines ;)

5 Gedanken zu „Ich.darf.nicht.schlafen von S.J. Watson“

  1. Ich glaube, ich muss das Buch doch lesen. Ich hatte erst Abstand genommen, weil Denis Scheck es verrissen hat (und ich auch das Buchcover nicht mag ;-) Aber nachdem ich zuletzt nur Gutes gehört habe, werde ich ihm wohl eine Chance geben.

    1. Ich hab bei amazon gesehen, dass da auch richtig schlechte Bewertungen dabei waren. Ich kann es schlichtweg nicht nachvollziehen. Sicher ist es ein langer Weg bis zum „Finale“, aber ich empfand das Buch nie als langweilig. Hab es jetzt einer Arbeitskollegin gegeben, die viele Bücher mag, die mir auch gefallen und bin sehr gespannt, was sie meint.

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