Sommerwind in den Highlands von Julia K. Rodeit

Das Wichtigste in Kürze

Julia K. Rodeit hat es  geschafft, dass mir die Protagonisten immer mehr ans Herz gewachsen ist und sie konnte mich emotional fesseln. Den Schauplatz, ein einsames Schloss in den Highlands, hat die Autorin sehr bildhaft beschrieben, ich hab förmlich gefühlt, wie es ist, auf den Klippen zu stehen und den Wind in den Haaren zu spüren.


Von Julia K. Rodeit bereits gelesen


Die Protagonisten und ihre Geschichte 

Unter dem Pseudenoym Max Heinemann hat Patrick Röder  den Durchbruch als Thriller-Autor geschafft. Sein Verlag will neue Ideen von ihm und was liegt näher, als ein gemeinsames Projekt mit einer von ihm sehr verehrten Kollegin vorzuschlagen. Sein Agent und der Verlag sind begeistert.

Nach dem Erfolg ihres letzten Romans leidet die Romanautorin Ella Sommerfeld an einer Schreibblockade und braucht eine Pause. Als ihre Agentin sie mit der Idee bedrängt, ein Buch gemeinsam mit Max Heinemann zu schreiben, einem Autor, den sie bisher nicht einmal persönlich kennt, nimmt sie kurz entschlossen die Anfrage einer Schreibakademie an und flieht nach Schottland, um ein Seminar über kreatives Schreiben abzuhalten.

Dort angekommen trifft sie auf Patrick Röder, der  sich in letzter Minute für ihren Kurs angemeldet hat.  Der sympathische Mann spricht nicht nur ihre Kreativität sondern auch ihre Gefühle an. Patrick Röder wiederum genießt es, Zeit mit Ella zu verbringen und  wartet auf den richtigen Augenblick, um ihr zu sagen, dass er mehr als ein talentierter Hobby-Autor ist.


Meine Gedanken zum Buch

Ella kannte ich bereits aus Sommerträume am Gardasee, wo sie eine kleine Nebenrolle eingenommen hat. Schon damals hatte sie Probleme beim Schreiben, weil ihr jeder hineinreden wollte. In diesem Roman hat Ella mir zunächst leid getan, weil sie unter Druck gesetzt wird, doch dieses Mal setzt sie sich durch und nimmt sich eine Auszeit. Patrick Röder war mir nicht direkt unsympathisch, aber  ich empfand es schon als sehr dreist von ihm, mit Ella anzubandeln, ohne ihr zu sagen, wer er wirklich ist.

Vermutlich kann sich jeder Leser schnell denken, in welchem Drama die Handlung ausartet. Deswegen war es für mich ganz wichtig, zu sehen, wie sich meine Haltung Patrick gegenüber verändert. Hätte ich in ihm bis zu diesem Zeitpunkt immer noch den unmöglichen Menschen gesehen, der Ella hintergeht, hätte ich nicht mit ihm leiden können. Doch Julia K. Rodeit hat es  geschafft, dass mir Patrick immer mehr ans Herz gewachsen ist und sie konnte mich emotional fesseln. Den Schauplatz, ein einsames Schloss in den Highlands, hat die Autorin sehr bildhaft beschrieben, ich hab förmlich gefühlt, wie es ist, auf den Klippen zu stehen und den Wind in den Haaren zu spüren.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung und vier von fünf Eulen für einen Roman, der mich gut  unterhalten konnte.


Bewertung

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Eckdaten

Sommerwind in den Highlands
von Julia K. Rodeit
erschienen am 18. Januar 2019


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