Die Coolen Blogbeiträge zum Gesundheitssystem

Da hatte Jens Spahn eine wirklich gute Idee. Vereinfacht gesagt sollte jeder Organspender werden, der nicht explizit widerspricht. Doch der Bundestag hat dagegen entschieden. Und jetzt? Bin ich jetzt endlich bereit, einen Organspendeausweis  zu beantragen? Mitnichten. Ich habe da noch Vorbehalte. Einer davon ist der Gedanke, dass mir die Organe entnommen werden, obwohl ich gar nicht “richtig” tot bin.

Aber hatte ich nicht auch Vorbehalte, als DKMS mich darüber informierte, dass ich zwar als Spender in Frage käme, es aber wahrscheinlich auf eine Knochenmarkspende hinausläuft? Das machte mir Angst. Aus Unwissenheit. Dann fielen mir gegenüber Sätze wie “Du hast zwei Kinder, solltest Du nicht zuerst an Dich denken?” oder “Ich kenne jemand, der Stammzellen gespendet hat, der hatte danach selbst Krebs.”, gerne auch “Knochenmarkspende? Danach kannst Du querschnittsgelähmt sein!”

Was tat ich? Ich informierte mich im Internet über die Knochenmarkspende und klärte meine Fragen mit meiner Hausärztin. Warum also sollte ich das in Sachen Organspende nicht genau so machen.?

Eine große Hilfe war mir dabei der Artikel zur Organspende von Schwesterfraudoktor. Was nun noch an Fragen bleibt, nehme ich mit zur Hausärztin.

Der Blog von Ulrike ist generell lesenswert. Über Twitter bin ich schon mehrfach auf ihre Blogartikel gestoßen, so zum Beispiel ein Beitrag über den weiblichen Zyklus und ich muss gestehen, dass  sogar ich  mit Mitte 40 nicht alles wusste, was sie da erklärt hat. Ulrike packt Themen an, über die man / frau öffentlich eher selten spricht und nimmt ihren Lesern jede Scheu.


Auf dem Twitteraccount von Schwesterfraudoktor habe ich erstmals über das #twankenhaus gelesen, wobei ich anfangs dachte, das wäre ein Hashtag, unter dem sich Menschen aus dem Gesundheitssystem austauschen.

Mittlerweile weiß ich, dass das Twankenhaus ein Thinktank ist, der auf Misstände im Gesundheitssystem aufmerksam machen will. Es haben sich u.a. Pflegekräfte, ÄrztInnen, StudentInnen und Menschen aus dem Rettungsdienst zusammen geschlossen. Das Twankenhaus ist zwischenzeitlich sogar ein eingetragener  Verein und ganz aktuell haben sie sich mit einem offenen Brief an die Gesundheitspolitik gewandt.


Onkel Michael hat sich auf seinem Blog damit auseinander gesetzt, warum eine Organspende aus religiösen Gründen abgelehnt  wird. Den für mich wichtigsten Satz aus seinem Artikel nehme ich vorweg: Beide christliche Kirchen begrüßen die Organspende!


Die Schwester Unbequem berichtet über die alte und neue Generation der Pflegekräfte und die Problematik, dass man über diese, aber  nicht mit diesen spricht. Ein sehr interessanter Einblick,  wie ich finde.


Der Hashtag #respectnurses hat vor wenigen Wochen für ordentlich Wirbel gesorgt, als Pflegekräfte auf Twitter erzählt haben, wie – oft durch Patienten, aber auch durch Vorgesetzte – mit  ihnen umgegangen wird. Frau Sofa hat sich aufgrund von Äußerungen daraus, aber auch eigenen Erlebnissen und den Intentionen von Jens Spahn mit dem Verhalten von Einrichtungsleitungen auseinandergesetzt.


Der Kinderdok fragt “Warum nicht mal eine Kur” und erläutert u.a. den Unterschied zwischen einer Maßnahme für Kinder und einer Eltern-Kind-Kur. Besonders ans Herz legen möchte ich euch aber den Beitrag zu einer Petition zur besseren kinderärztlichen Versorgung, welche noch bis Ende Januar unterzeichnet werden kann.


Auf doccheck bloggen ebenfalls Menschen aus medizinischen Fachberufen, u.a. DerApotheker, auch jemand, den ich auf Twitter verfolge. Er hat gerade seinen zweiten Artikel veröffentlicht. Im ersten ging es um die  Nutzung von Ibuprofen und im zweiten beantwortet er Fragen, die aufgrund des ersten Artikels gestellt wurden. In Anbetracht der Tatsache, dass Ibuprofen sehr “beliebt” ist, ein wichtiger Beitrag, wie ich finde.


Auch den Kinderdok findet man auf doccheck – mit eine Artikel seiner TOP- 10 – Arztserien. Hier erzählt er,  warum er welche Serie mag.


Es gibt Änderungen bei der gynäkologischen Krebsvorsorge ab dem Alter von 35 Jahren. Mit diesem Thema habe ich mich bereits vor einiger Zeit beschäftigt, als es in den sozialen Medien etwas hochgekocht ist, grundsätzlich finde ich, dass es ein wenig untergeht, weil es eine große Personengruppe betrifft.

Für die 20 bis 34 jährigen gibt es nach wie vor eine jährl. Tastuntersuchung und einen Zellabstrich des Gebärmutterhals.

Ab 35 ist ebenfalls weiterhin die jährl. Vorsorge mit Tastuntersuchung vorgesehen. Allerdings wird der Zellabstrich nur noch alle drei Jahre von den Krankenkassen bezahlt, zusätzlich git es (neu) alle drei Jahre einen Abstrich auf HPV als Krankenkassenleistung.

Die (Fach-) Meinungen gehen auseinander. Tatsache ist, dass es sich um eine Anpassung an europäisches Niveau handelt und diese Durchführung sechs Jahre laufen soll,  danach will man schauen, ob und wie sich die Zahlen verändern. Auch zu diesem Thema gibt es einen interessanten Artikel auf Doccheck.

Ich habe nach wie vor meine Zweifel und hatte mich vorab schon hier umgesehen, weil es mich interessiert hat, wie hoch die Kosten sind, wenn ich den Abstrich weiterhin jährlich als IGEL Leistung selbst bezahle.  Auch hier vertraue ich wieder auf die Beratung durch meine Ärztin.

Ob diese selbst bezahlten Untersuchungen dann auch in die Statistik eingehen? Wenn nein, würde es diese möglicherweise verfälschen.


Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr einen Organspendeausweis? Seid ihr bei DKMS registriert? Wenn nein, denkt bitte wenigstens mal darüber nach und informiert euch!


Die Coolen Blogbeiträge

Vergangene Woche hat Sabienes für Pläne für 2020 gebloggt. Ich  bin gespannt, was sie sich für kommende Woche ausdenkt. Nächsten  Donnerstag werden wir es  erfahren.

2 Gedanken zu „Die Coolen Blogbeiträge zum Gesundheitssystem“

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