Das eiserne Haus von John Hart

Das eiserne Haus
von John Hart
Bertelsmann Verlag
Erscheinungsdatum: 5. März 2012


  • Zum Inhalt:

Zu Beginn des Buches lernt der Leser Michael und Elena kennen und erfährt, dass Michael aus seinem Job als Profikiller aussteigen will, weil er Elena liebt und sie heiraten möchte. In einem Rückblick erzählt der Autor aus der Kindheit von Michael und seinem Bruder Julian. Michael war 10 Monate alt, sein Bruder gerade geboren, als sie von zwei Jägern völlig unterkühlt aufgefunden und ins Kinderheim Iron House gebracht werden, wo Julian, der Schwächere, über Jahre hinweg von den anderen Kindern gequält wird und Michael nicht immer da sein kann, um ihn zu beschützen. In einem Rückblick erfährt der Leser von Abigail, der Ehefrau eines Senators, die genau diese beiden Jungen adoptieren möchte. An dem Tag, an dem Abigail nach Iron House kommt, verliert Julian die Kontrolle und ersticht einen anderen Jungen. Michael redet ihm ein, dass er selbst es war, der den Jungen aus Notwehr getötet habe und verschwindet aus Iron House. Abigail nimmt Julian mit.

Im weiteren Verlauf des Buches erlebt der Leser mit, wie Michael nach New York geflohen und irgendwann in der Obhut des „Alten“ gelandet ist. Nach vielen Jahren will er nun aussteigen. Für den „Alten“ ist er wie ein Sohn und der sterbende Mann will ihm seinen Wunsch erfüllen. Aber Michael weiss, sobald der „Alte“ tot ist, gibt es keinen mehr, der seine schützende Hand über ihn hält, der Clan wird ihn töten. Er will die schwangere Elena in Sicherheit bringen, als sich Stevan, der leibliche Sohn des Alten, und Jimmy, der beste Mann, auf den Weg machen, um Michael aus dem Weg zu räumen. Doch sie bedrohen nicht nur Michael und Elena, sie benutzen Julian, um Michael heraus zu locken. Und so muss Michael nicht nur versuchen, Elena zu retten, sondern auch seinen Bruder, den er in all den Jahren nie mehr gesehen hat.

Als auch noch die Geister der Vergangenheit auftauchen, fährt Michael dorthin zurück, wo alles für ihn angefangen hat, nach Iron House.


Inhaltsangabe des Verlages:

Zwei kleine Kinder werden an einem eisigen Bach ausgesetzt. Zwei Jungen müssen kämpfen, um zu überleben. Zwei Männer führen ganz unterschiedliche Leben. Und doch sind beide unlösbar miteinander verbunden.

Als der zwölfjährige Julian im Waisenhaus seinen brutalen Peiniger umbringt, nimmt sein älterer Bruder die Schuld auf sich und flieht nach New York – mitten ins Herz des organisierten Verbrechens. Zwei Jahrzehnte später kehrt Michael nach North Carolina zurück, mit skrupellosen Killern auf den Fersen; sein lange verloren geglaubter Bruder kämpft dagegen mit ganz eigenen Dämonen. Doch die beiden Brüder werden das Rätsel ihrer Vergangenheit nur gemeinsam lösen können.


  • Meine Meinung:

Mir ist gleich nach den ersten Seiten aufgefallen, dass John Hart sehr genau beschreibt, was wann und wie passiert. Der Film zur Geschichte läuft vor dem inneren Auge mit. Diese Detailtreue zieht sich durch das ganze Buch, auch die Foltermethoden und die Morde werden sehr plastisch beschrieben, dies vielleicht als Warnung an zarte Seelen.

Doch wer nun denkt, dass es einfach nur ein blutrünstiges Buch ist, in dem es um töten und getötet werden geht, dem muss ich widersprechen. Denn John Hart befördert auch das Innerste der Hauptfiguren nach Außen. So zeigt die Geschichte beispielsweise auch, wie tief oder wie oberflächlich eine Beziehung zwischen Mann und Frau, zwischen Mutter und Kind, zwischen Geschwistern sein kann.

Bei der Hälfte des Buches habe ich mich kurz gefragt, was denn auf den restlichen 250 Seiten noch passieren soll, schliesslich war fast alles gesagt, aber ich habe schnell gemerkt, dass ich immer und immer wieder auf eine falsche Fährte geschickt wurde und so waren in vielen Kapiteln weitere Überraschungen versteckt.

Während ich die ersten 100 Seiten noch über drei Tage hinweg gelesen habe, hat mich das Buch irgendwann so in den Bann gezogen, dass ich die restlichen 400 Seiten in einer Nacht verschlungen habe. Wobei ich nicht einmal sagen kann, warum ich mir anfangs mit dem Lesen Zeit gelassen habe, denn das Buch ist an keiner Stelle langatmig, ich bin mit dem Schreibstil des Autors sofort zurecht gekommen und auch die Sprünge von einem Protagonisten zum nächsten oder aus der Gegenwart in die Vergangenheit und wieder zurück sind klar strukturiert. Es lag also vermutlich eher an mir selbst.

„Das eiserne Haus“ erhält fünf von fünf Sternen und eine Leseempfehlung.

Vielen Dank an an den Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar über vorablesen.de zur Verfügung gestellt hat. Ich weise darauf hin, dass dies keinen Einfluss auf meine Beurteilung hat. Für diesen Artikel wurde ich nicht bezahlt und habe auch keine andere Gegenleistung erhalten.

 

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