Sonntags-(Schnapp)-Schuss #19

Meine Eltern leben ja im Südschwarzwald und bei einem unserer Besuche haben wir einen Ausflug in den Hochschwarzwald, genauer nach Grafenhausen-Rothaus gemacht. Dort befindet sich die Badische Staatsbrauerei Rothaus AG. Die Brauerei wurde 1791 gebaut und führte bis ins 20. Jahrhundert den Namen „Großherzoglich Badische Staatsbrauerei Rothaus“.

Nach der Abschaffung der Monarchie wurde die Brauerei zur AG umfirmiert. Das Land Baden-Württemberg ist der einzige Aktionär der Brauerei Rothaus.
Hier zeige ich Euch einen Braukessel vor dem Brauereigasthof:

Mein Mann ist in der Pfalz geboren und aufgewachsen, erst durch mich, bzw. meinen Vater und meine Brüder, hat er das gute „Zäpfle“ kennengelernt.

Das Rothaus Pils Tannenzäpfle in der 0,33l Flasche wird bereits seit 1956 hergestellt. Seither befindet sich auf den Etikett der Ast einer Rottanne mit einem Tannenzapfen, der dem Pils den Namen gegeben hat. Auf dem Etikett ist auch ein Schwarzwaldmädel abgebildet, das den Namen „Biergit“ trägt. Das ist nicht etwa ein Schreibfehler, sondern „Bier git“ ist alemannisch und bedeutet „Bier gibt“. Die kleine 0,33l Flasche war lange Zeit unüblich, doch heute bieten viele Brauereien auch die kleine Grösse an.

Zurück zu meinem Mann. Nachdem wir uns kennen gelernt hatten, bin ich zu ihm nach Kaiserslautern gezogen und wollte den Menschen hier zeigen, dass auch im Hochschwarzwald gutes Bier gebraut wird. Leider musste man damals die Getränkeläden, die das Tannenzäpfle vertrieben haben, mit der Lupe suchen. Aber die Brauerei hatte uns damals auf Anfrage verschiedene Geschäfte genannt.

Zwischenzeitlich war das Zäpfle ein Kultgetränk und wurde sogar ins Szenebars im „weit entfernten“ Berlin ausgeschenkt.

Aber natürlich werden in Rothaus auch andere Biere gebraut:

Pils, Hefeweizen, Märzen Export und Eiszäpfle, Radler und alkoholfrei in der grossen Flasche, als Zäpfle, im 4er Pack, im 6er Pack als Zäpfle, im Fass, als Partyfass… und alle von der DLG mit Gold prämiert.

Aber Rothaus hat noch mehr zu bieten:

Die älteren von Euch werden sich vielleicht noch an die Serie „Die Schwarzwaldklinik“ erinnern.  Die Klinik selbst liegt im Glottertal, also eher Richtung Freiburg. Das „Hüsli“, in dem Professor Brinkmann mit seiner Familie gelebt hat, befindet sich aber ebenfalls im Hochschwarzwald und zwar in der Nähe der Brauerei und beherbergt ein Heimatmuseum.

Überhaupt lohnt sich ein Ausflug in diese Gegend, denn auch der Schluchsee, der Titisee und der Feldberg sind von hier aus gut erreichbar und die Umgebung hat für jeden etwas zu bieten.

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Dies ist der 19. Artikel im Rahmen der Aktion Sonntags-(Schnapp)-Schuss, der von Sunny initiiert wurde.

14 Gedanken zu „Sonntags-(Schnapp)-Schuss #19“

  1. Gehöre zwar nicht unbedingt zu den *älteren*…oder doch….*lach*..aber die Schwarzwaldklinik kenn ich auch *lol*
    Schöner Schnappschuss mit deinem *Zäpfle*…da bekommt man lust auf nen Ausflug bei den tollen Bildern.

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag wünsch ich

    Bibilotta

    1. Mit „älter“ meinte ich jenseits der 35 :D die anderen kennen die Schwarzwaldklinik, wenn überhaupt, wohl nur noch aus Erzählungen und Wiederholungen :D

  2. Herje… und ich fragte mich gleich, was ihr dort im Garten stehen habt *g*. Ein toller Beitrag… den Schwarzwald würde ich mir auch gerne mal ansehen wollen… Da hast mir das Bier ja schmackhaft gemacht ;)

    LG
    Sabine

  3. Liebe Daggi,
    was für ein interessanter Bericht und dazu noch so schöne Fotos! Man merkt, wie sehr Du Deine Heimat (immer noch) liebst.
    Schönen Wochenbeginn
    moni

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