Erdbeer Schorsch von Joachim Seidel

Erdbeer Schorsch
von Joachim Seidel
272 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch


Anton „HimbeerToni“ Hornig fällt vor seiner Lebensgefährtin auf die Knie und macht ihr einen Heiratsantrag. Die Antwort fällt ernüchternd aus, Ada KANN ihn nicht heiraten. So beginnt das Buch ErdbeerSchorsch von Joachim Seidel, das ich im Rahmen einer Leserunde bei lovelybooks lesen durfte.

Toni ist ein Chaot, kein Job, dafür eine arbeitende Lebensgefährtin, die ständig an ihm herummäkelt und zwei Kinder, die Zwillinge Anniki und Max. Und in seinem Leben geht schief, was gerade schief gehen kann. Das Mietshaus, in dem sie wohnen, soll verkauft werden, statt eines komfortablen Hotels auf Sylt hat Ada ein Familienzimmer in einer Jugendherberge gebucht, während des Schwimmens verletzt Toni sich so schwer, dass er zunächst ins Krankenhaus und dann seinen Urlaub abbrechen muss, sein kosovarischer Freund Radu soll abgeschoben werden, seine Stammkneipe wird schließen …

Und in diesem ganzen Trubel begegnet Toni seinem alten Freund und Bandkollegen Georg, den er uns seine Band-Kumpels schon lange für tot gehalten haben.


Mein Eindruck:

Die Musik spielt eine zentrale Rolle in Tonis Leben und auch in diesem Buch, beispielsweise hat Joachim Seidel die Kapitel mit Songnamen überschrieben und Textpassagen aus Songs tauchen auf, um die Geschehnisse zu untermauern.

Das Buch ist sehr humorvoll geschrieben, ich musste sehr oft grinsen und mir auch die eine oder andere Lachfalte aus den Augen wischen. Der Schreibstil ist einfach zu lesen, Probleme hatte ich anfangs nur bei einem Spiel, das Anton mit den Jungs spielt. Als ich begriffen habe, dass „Alaska“ „Alles klar“ heißen soll, war auch diese Passage problemlos zu lesen und zu verstehen.

Allerdings ist die Handlung stellenweise völlig überzogen und unglaubwürdig. Auch habe ich über viele Seiten weg versucht, hinter den Sinn des Buches zu kommen – Stichwort: Was will uns der Autor damit sagen. Auf dem Buchrücken heisst es „Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss“, allerdings machen die Männer nicht viel, ausser essen und trinken und sich gegenseitig bedauern, wie schlecht es ihnen geht. Diese Suche nach dem Sinn des Buches hat zwar bewirkt, dass ich die Geschichte verhältnismässig schnell gelesen habe, aber auch das Happy End konnte mich nicht darüber hinweg trösten, dass mir einfach das gewisse Etwas gefehlt hat.

Daher vergebe ich 3,5 Sterne für den ErdbeerSchorsch, nicht vier, weil mich das Buch nicht überzeugen konnte, aber auch nicht drei, weil es dazu einfach zu unterhaltsam war.

Dieses Buch wurde mir zu Rezensionszwecken von lovelbooks zur Verfügung gestellt. Dies hat keinen Einfluss auf meine Meinung. Für den Artikel habe ich keine Bezahlung und auch keine anderen Gegenleistungen erhalten.

 

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