Bericht zur HomBuch 2012 #2

Dass ich bei meinem Besuch auf der HomBuch zunächst Sandra Vogel vom piepmatz-Verlag begegnet bin, habe ich bereits hier berichtet.

Nach meinem Gespräch mit ihr habe ich die Lesung von Christoph Marzi besucht. In den ersten 45 Minuten präsentierte Christoph Marzi zusammen mit seinen Schülern Nicolas La Roche und Tim Marburger das Buch „Stop!“

Christoph Marzi ist Lehrer in einem Gymnasium und hat ab Beginn des Schuljahres 2010/2011 für die Oberstufe einen Seminarfachkurs Kreatives Schreiben angeboten. Acht Schüler haben sich für dieses Seminarfach eingetragen und beispielsweise gelernt, wie man Dialoge schreibt. Irgendwann entstand die Idee, etwas Grösseres zu schaffen, doch wie sollten acht Schüler an einem Buch schreiben?

Die Lösung war schnell gefunden: Jeder Schüler schrieb eine Kurzgeschichte, deren Inhalt er/sie selbst bestimmen konnte. Die einzige Vorgabe war, dass die Protagonisten der einzelnen Geschichten alle am selben Tag, am 16. April 2011, in Frankfurt am Flughafen eintreffen mussten, wo an diesem Tag ein Fleugverbot wegen der Aschewolke des Vulkans Eyjafjallajökull bestand, so dass die Reisenden auf dem Flughafen festsassen.

Herausgekommen sind dabei unter anderem Geschichten über Magersucht, Mobbing, Depressionen und eine Love Story in unterschiedlichen Stilen und Erzählweisen.

Christoph Marzi betonte, dass er lediglich Sätze eingefügt hätte, um die einzelnen Geschichten miteinander zu verbinden, darüber hinaus hätte er nur für Hilfestellungen und Korrekturen zur Verfügung gestanden.  Er sagte, er sei von der Ernsthaftigkeit fasziniert gewesen, mit der die Schüler ihre Geschichten geschrieben hätten. Tim Marburger ergänzte, dass die Schüler zum Teil mehrere Jahre zusammen die Schule besucht hätten und in diesem Kurs hätten sie völlig neue Facetten von einander kennen gerlernt.

Tim Marburger und Nicolas La Roche lasen anschliessend aus ihren Kurzgeschichten „David“ und „Matheus“.

Vor allem die Passage, die Tim Marburger vorgelesen hat, hat mich so angesprochen, dass ich mir das Buch gekauft habe, wobei ich nicht sagen kann, was mir am meisten gefallen hat: sowohl seine Art zu Lesen, als auch seinen Schreibstil empfinde ich als sehr angenehm, darüber hinaus hat er die Neugier der Zuhörer geweckt. Ich bin nun sehr gespannt auf die acht Geschichten und werde die Rezension natürlich auf dem Blog veröffentlichen.

Bleibt noch zu erwähnen, dass Tim Marburger bereits eine weitere Kurzgeschichte im Buch Ley Lines – und andere magische Momente veröffentlichen konnte. Das Buch ist ebenfalls im Ulrich-Burger-Verlag erschienen.


Nach einer Dreiviertelstunde hat Christoph Marzi seine Schüler abgelöst und selbst noch aus einem neuen Buch, das den Arbeitstitel „Sahara“ trägt, sowie aus einer neuen Geschichte mit dem Arbeitstitel „Dartmoor“ gelesen.

Ausserdem hat er über seine aktuellen Projekte erzählt und davon, dass er über eine weitere Geschichte von Emily Laing nachdenkt.

Als grosser Christoph Marzi-Fan bin ich natürlich gespannt, was hier Neues auf uns zu kommt.

Besonders gefreut habe ich mich, dass ich endlich die Möglichkeit hatte, seine Frau Tamara, mit der ich seit fast sieben Jahren online in Kontakt stehe, endlich persönlich kennen zu lernen, wodurch ich auch mit Christoph persönlich sprechen konnte … ich kann nur sagen, dass er auch privat sehr sehr sympatisch ist  :)

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